Direkt zum Hauptbereich

Blattschuss! Die Zensurpolitik Europas unter schwerem US-Beschuss

 US-Vizepräsident J. D. Vance und der US-Außenminister Marco Rubio haben mit Europa und explizit mit Deutschland die Faxen dicke. Der autoritäre Eingriff in die Meinungsfreiheit der Bürger mit den Mitteln eines nach amerikanischer Lesart außer Rand und Band geratenen Zensurwahns wird ab sofort als schwerwiegender und nicht hinnehmbarer Angriff auf unsere Demokratie gewertet.

Für die Amerikaner ist laut dem gestern erschienen Artikel im „Economist“ die rote Linie überschritten. Seit geraumer Zeit verfolgt „unser Partner“ jenseits des Atlantiks mit maximalem Misstrauen die wachsende ideologische Kluft zwischen den beiden Kontinenten. Der europäische Kontrollwahn, der mit dem sogenannten Digital Services Act der EU bei den amerikanischen Hütern der Demokratie im Fokus steht und von der deutschen Regierung als Fortschritt verkauft wird, steht nun unter schwerem Beschuss. Schlimmer noch: Die USA betrachten das „europäische Zensurregime“ als strategische und verfassungsrechtliche Bedrohung aller demokratischen Werte.

Die Amerikaner haben auch allen Grund dazu, wenn sie jetzt eine unmissverständliche Warnung an Europa und Deutschland ausgesprochen haben. Der transatlantische „Schmusekurs“ scheint ein jähes Ende gefunden zu haben. Rubio verhängte mit sofortiger Wirkung Visasperren gegen „europäische Beamte“, die an den gesetzlichen Kampffronten wie Hassrede, Desinformation, Fake-Meldungen gegen kritische Bürger vorgehen. Da EU-Beamte von Brüssel verlangen, dass sich beispielsweise US-Plattformen wie X (ehemals Twitter), Meta oder Rumble den in Europa geltenden Inhaltsvorgaben unterwerfen, reagiert die US-Regierung mit einer schmerzhaften Breitseite, die mehr ist, als nur ein Warnschuss.

Nun reagiert man mit der transatlantischen Keule. Wer sich anmaßt, - so Rubio -, in die verfassungsmäßig garantierte Redefreiheit der Vereinigten Staaten hineinzuregieren, wird in Zukunft spätestens an der Grenze der USA eingesammelt und wieder nachhause geschickt. Damit sind insbesondere die Architekten und Bürokraten der Unterzeichnerstaaten gemeint, die mit ihren Gummiparagrafen jede unliebsame Meinungsäußerung auch hierzulande abräumen. Es habe sich in Europa eine „autoritäre Kultur der Zensur“ entwickelt, die besorgniserregend sei und die in Ländern wie Deutschland inzwischen ein alarmierendes Maß angenommen habe.

„Wir werden nicht mehr länger dabei zusehen, was sich in Berlin hinsichtlich der Rede- und Meinungseinschränkungen etabliert hat“, führt Rubio im „Economist“ aus.  Gleich mehrfach nahm das britische Traditionsblatt Europas Umgang mit der Meinungsfreiheit ins Visier und kam zu einem vernichtenden Urteil. Der totalitäre Digital Services Act, den von Brüssel den Bürgern als Fortschritt verhökert, wird nicht nur von Washington als Einmischung in amerikanische Grundrechte verstanden. Europa sei auf dem besten Weg, seine liberalen Grundprinzipien zu verraten. Besonders Deutschland stehe im Verdacht, ganz vorne mitzuspielen:

Man habe in der Bundesrepublik ein System staatlich lizenzierter „Faktenprüfer“ und Denunzierungsstellen für meldefreudige Zeitgenossen installiert. Des Weiteren werden mit algorithmischen Inhaltskontrollen die Plattformbetreiber systematisch „durchpflügt“, die in der Bevölkerung zu einem Klima der Angst geführt hätten. J. D. Vance geht noch einen Schritt weiter. Der in Deutschland institutionalisierte „Kampf gegen rechts“ wirkt international wie eine technokratische Unterdrückung all jener Bürger und als Versuch einer landesweiten Disziplinierung von Kritikern und Andersdenkenden.

Rubio wird in dem englischen Magazin „Economist“ mehr als nur deutlich. „Unsere Geduld ist am Ende. Wer glaubt, er könne aus Brüssel heraus global die Grenzen des Sagbaren definieren, missversteht nicht nur Meinungsfreiheit, sondern auch die Machtverhältnisse. Wer meint, er könne sich über die Grundlagen der Demokratie hinwegsetzen, hat seinen Platz an unserem Tisch verloren.“ Weiter führte er unmissverständlich aus: „Meinungsfreiheit ist kulturell nicht verhandelbar, nicht austauschbar gegen die Befindlichkeiten und Harmoniesehnsüchte der Bürokraten und Beamten. Es ist nicht hinnehmbar, dass ein digitaler Beamtenstaat das freie Wort opfert und den Dissens sanktioniert.

So schreibt heute „Tichys Einblick“ – ZITAT: „Wenn ausgerechnet Europa, aus dem einst die Aufklärung kam, heute mit digitalen Maulkörben, behördlichem Betroffenheitspathos und einer perfiden Kultur des „Wir löschen ja nur, was gefährlich ist“ agiert, dann ist es kein Wunder, dass die USA auf Distanz gehen. Washington hat verstanden, was viele in Berlin und Brüssel nicht wahrhaben wollen: Zensur ist kein Betriebsunfall – sie ist das System.“

Und dieses System hat nun einen Gegner. In den deutschen Amtsstuben und Ministerien werden sich die sogenannten „Verteidiger der Demokratie“ warm anziehen müssen, wenn sie glauben, sie könnten weitermachen wie bisher und ihre Bürger mit autoritären und disziplinarischen Botschaften und Methoden in willfährige Untertanen verwandeln.

                                        

Für eine Patenschaft mit einem monatlichen Betrag bin ich sehr dankbar. Selbst die kleinste Spende hilft mir, diesen völlig unabhängigen Blog stets aktuell, spannend und informativ zu halten. 

Auch ein Klick auf einen der Werbebanner im Lesetext oder das Teilen in anderen Netzwerken (FB oder X) hilft mir bei der Arbeit und der Finanzierung meines Blogs.

Herzlichen Dank - euer Claudio Michele Mancini

SPENDENKONTO
siehe auch SPENDENLINK
Claudio Michele Mancini
Unicredit Santo Stefano
IBAN IT03S0200882540000106185335

BIC/Swift: UNICRITM1892

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wer ist der große Energie-Gatsby? Was steckt hinter dem 3-Euro-Dieselpreis?

Immer mehr Autofahrer bezweifeln, dass es an den Tankstellen mit rechten Dingen zugeht, ja, nicht zugehen kann, erinnert sich das mobile Volk noch zu genau an die vergangenen Corona-Zeiten, als man von Merkel, Spahn, Lauterbach und Konsorten mit täglichen Seuchenwarnungen und Corona-Inzidenz-Märchen in Schach gehalten wurde.  Jetzt erfolgt wohl der zweite Anlauf. Wie es scheint, ist die Politik mit uns noch nicht ganz fertig! Das jedenfalls werden sich Millionen Bürger denken, zumal sich unsere gewählten Politiker in den letzten Jahren redlich und erfolgreich bemüht haben, ihre Glaubwürdigkeit vollkommen zu verspielen. Eines ist klar: Bei dauerhaften 3 Euro für einen Liter Dieselkraftstoff wird Deutschland endgültig zum Dritte-Welt-Land. Wir erinnern uns: Mit Maskenzwang, Abstandsregeln, Versammlungs- und Feierverboten bis hin zu "bundesweiten Hausarresten" (Lockdown) legten vor 4 Jahren unsere Regierungspolitiker nicht nur die Republik lahm, sie beraubten die Bürger auc...

Ein Ruck muss durchs Land gehen – Friedrich Merz macht ernst!

„Diejenigen, die arbeiten, die fleißig sind, die sogar vielleicht bereit sind, ein bisschen mehr zu tun, für die wird am Ende des Monats auch etwas mehr übrigbleiben.“ Das waren die Ostereier, die “Worthülsen-Fritz“ den Bürgern ins Nest gelegt hat. Während sich aufgrund der grassierenden Pleitewelle  mehr und mehr Bürger fragen, ob sie morgen noch einen Arbeitsplatz haben, die Energie- und Spritpreise durch die Decke gehen, die CO2-Abgaben demnächst explodieren und damit zehntausende Existenzen vernichtet werden, möchte Merz, dass am Monatsende für Fleißige mehr rausspringt. Etwa mit Entlastungen oder Steuersenkungen? So weit käme es noch. Jetzt heißt es: „Ärmel hochkrempeln.“  Schon unser ehemaliger Bundespräsident Roman Herzog sagte einst: Es muss ein Ruck durch Land gehen. Fritz hat diesen Apell von damals aufgegriffen und ihn mit allerlei  Ankündigungen und Versprechungen verknüpft. Friedrich Merz hat überdies mehrfach den Aufschwung angekündigt und nun soll er wahr...

Wir haben ihn gewählt – jetzt müssen wir ihn ertragen!

... Oder sollte ich sagen: Wir haben ihn nicht gewählt und dennoch haben wir ihn am Hals? Kaum anzunehmen, dass Paul Mustermann, 52 Jahre alt, subalterner Cheflagerist bei Müller & Co, nicht besonders helle im Oberstübchen, aber mit einer großen Klappe gesegnet und daher bei seinen Kumpels in der Firma beliebt, dass man ausgerechnet ihn in die Führungsspitze als Vorstandsvorsitzender eines deutschen Autokonzerns berufen würde. Iris, Mathilde und Rosi, Sachbearbeiterinnen bei Müller & Co allerdings lieben „ihren“ Paul, weil er mit seinen 1,95 etwas hermacht, immer einen guten Spruch auf Lager hat, stets Erwartungsfreude vermittelt und bei Betriebsversammlungen gerne das große Wort führt, was auch einige "helle" Mitarbeiter am Band und in den Büros beeindruckt. Was also lag näher, dass Iris, Mathilde, Rosi und einige andere den unbelehrbaren aber unverdrossenen Pausenclown bei den Wahlen zum Betriebsratsvorsitzenden gekürt und ihn gar zum Chef ernannt haben, auch wen...