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Das Zentrum für Politische Schönheit sabotiert - die ARD moderiert.

Das dramaturgisch perfekt abgestimmte Zusammenwirken bei der Demontage der Demokratie mit ideologisierten Links-Aktivisten und des öffentlich-rechtlichen Regierungssenders ARD konnte entlarvender und demaskierender nicht sein. Der Vollstecker Markus Preiß vollzog mit süffisantem Vergnügen und infantilem Impetus seinen propagandistischen Auftrag. Doch seine Show geriet zum journalistischen Knieschuss.

Deutsche Fernsehzuschauer erlebten dank der ARD gestern am Kanzleramt die perfekt in Szene gesetzte Re-Inkarnation der DDR. Nach dem Mauerbau beschallten ostdeutsche Krawallmacher westdeutsche Bürger in Berlin mit ohrenbetäubender Propaganda aus eigens konstruierten Lautsprecherwagen und raubten ihnen den Schlaf. Der Westen hielt freilich dagegen. Mit ihren großen Schalltrichtern erreichten die Fahrzeuge des "Studios am Stacheldraht", eine Reichweite von mehr als fünf Kilometern. "Das Zentrum für politische Schönheit" erinnerte sich - in Kooperation und schönem Einklang mit der ARD - an jene erfolgreiche Form des Terrors und ließ mit altruistischem Engagement die alten sozialistischen Methoden eindrucksvoll wiederaufleben. Es galt den immer lauter werdenden "Nazis" etwas entgegenzusetzen.

Ein Beschallungsbus, ausgestattet mit 5.000-Watt-Hochleistungs-Subwoovern rollte überpünktlich ans Spreeufer, just an jene Stelle, an der gegenüber das Sommerinterview mit der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel stattfinden sollte. Tontechniker und Beschallungsexperten verlegten Kabel, installierten meterhohe Lautsprecheranlagen und richteten sie aufs Kanzleramt aus, wie einst beim Lautsprecherkrieg an den damaligen DDR-Grenzen. 

Ganz nach dem Vorbild der Genossen des real existierenden Sozialismus, die im August 1961 mit ihrem Beschallungsterrorismus auf der anderen Seite des Zauns den Berlinern das Fürchten lehrten, torpedierten gestern 50 Hardcore-Linke mit 150 Dezibel die von unseren Politikern und ihren öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vehement verteidigte Demokratie. Nur mit mühsam unterdrücktem Grinsen kommentierte der Vorzeige-Sozi der ARD den Klamauk und sprach von einer „schwierigen akustischen Situation“, während seine quälend monologisierenden Fragen nur noch als Sprachfetzen bei Alice Weidel ankamen.

Unterdessen dröhnten Sprechchöre, Hupen, Musik und infantil anmutende Chorgesänge über die Spree. Das nur allzu bekannte Verlierer-Szenario, begleitet von Angst, Panik und Hysterie, passte mit den politischen Verteidigungsbemühungen unserer roten, grünen und schwarzen Demokraten perfekt zusammen. Der Beschallungszeitpunkt, die rollende Übertagungstechnik, die Abwesenheit der Polizei und der ideologisch fundierte Moderator, der mit genüsslichem Amüsement und bewundernswerter Motivation alles daransetzte, seine Interviewpartnerin aus dem Konzept zu bringen. Die Sendung hätte den Titel tragen können: Die ARD inszeniert, moderiert und sabotiert, auf dem zweiten Ohr hören sie auch nichts.

Der geschichts-affine Bildungsbürger, und die belesene Fernsehkundschaft - sie alle sind verwirrt und fragen sich nach diesem Eklat: "Wer in diesem Land sind eigentlich die wahren, die echten und unverfälschten Nazis?" Hat nicht der Propagandaminister Goebbels 1933 mit martialischen Lautsprecherbatterien seine Gegner systematisch niederbrüllen lassen? Haben sich Rundfunksender, politische Demagogen und Gefälligkeitsjournalisten propagandistische Anleihen aus dem tiefbraunen Lager des Dritten Reichs und ihrer Demagogen geholt, um die passenden ideologischen Zielsetzungen der Regierungsparteien mit technischer Hilfe der ARD zu verbreiten? So gesehen müsste die AfD aufrüsten, um die demokratische Ordnung wiederherzustellen.  

Kaum vorstellbar, dass diese für die Zuschauer vor den TV-Geräten gesendete Zumutung nicht genauso geplant war. Wenn man davon absieht, dass solche Interviews bei starkem Regen problemlos und zügig in entsprechende Räumlichkeiten ins Kanzleramt verlegt werden können, hätte es keines Aufwandes bedurft, der demokratisch wertvollen Beschallungsaktion auszuweichen.

Ich wills mal so sagen: Der hohe technische und organisatorische Aufwand der „steuerfinanzierten Künstlergruppe“ sollte vermutlich nicht nur ihrer eigenen linken „politischen Schönheit“ dienen, sondern auch der Disziplinierung potenzieller AfD-Wähler in einem Eklat enden. Gleichzeitig wollte man ein nachhaltiges Exempel statuieren, wie man auf "Meinungskriminalität" und „verwerfliche“ oder "regierungskritische Argumente“ wehrhaft reagiert– was ja aufs Gleiche herauskommt. Die ARD hat uns wieder einmal unterhaltsam vor Augen geführt, wie man mit Ideologie-Clowns, Kirmes-Atmosphäre und bezahlten Helfern das Anliegen des politischen Konkurrenten, in diesem Falle die Ausführungen Alice Weidels, im Keim zu ersticken versucht.

Vorsorglich – das ist zumindest naheliegend -, legte der Sender der zur Abwehr vernünftiger Antworten, auf die „Wireless Earbuds“ von Weidel Störgeräusche und Rückkopplungsechos. Denn wer Fragen erst gar nicht versteht, muss entweder gute Miene zum infamen Spiel machen, entnervt aufgeben oder Antworten schuldig bleiben. Für den Sender ARD, wurde die vermutlich abgestimmte, zumindest aber willkommene Aktion des demokratischen Beschallungskonzepts zum Rohrkrepierer, anderenfalls hätten die Verantwortlichen auf der Stelle reagiert.

Tichy schreibt dazu: ein Sommerinterview wie eine Sommerfrechheit. Aus professioneller Sicht ein erbärmliches Stück Journalismus, für den Zuschauer hingegen eine plump inszenierte Verhöhnung. Mit allen Mitteln wollte die ARD sicherstellen, dass Alice Weidel als ultimativ böse wahrgenommen wird. 

In Sizilien gibt es ein geflügeltes Wort. „Mangiare la foglia.“ Es bedeutet, dass jemand den Braten riecht oder auch die Wahrheit erkennt. Mehr als 10 Millionen deutsche Wähler haben längst das infame Zusammenwirken zwischen Politik und öffentlich-rechtlichen Sendern mit ihren Hoftrompetern durchschaut. Nach dieser „Unterhaltungssendung“ wird wohl vielen weiteren Bürgern ein Licht aufgehen. Bleibt zu hoffen, dass unsere Politiker zur Bewahrung ihrer Macht den Wählern nicht ganz plötzlich die Lichter ausknipsen, indem, sie das gewünschte Verbot konkurrierender Meinungen mit dem Segen eines selbst eingesetzten Verfassungsgerichts durchsetzen lassen.

                                         

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