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Die bohrenden Fragen des Markus Lanz, oder: Wird der Günther’sche Stalinismus siegen?

Der Wellenschlag nach Daniel Günthers Auftritt in der kurzweiligen Politshow bei Markus Lanz ist beträchtlich. Handelte es sich bei den Einlassungen des Ministerpräsidenten Günter um sogenannte „Freud’sche Fehlleistungen – einen Lapsus Linguae? Etwa um unbeabsichtigte sprachliche Entgleisungen, die seine wahren Sehnsüchte und verdrängten Wünsche offenbarten?

Beschäftigen wir uns zunächst mit der komplizierten Persönlichkeit dieses Ausnahme-Liberalen. Daniel Günther, wirkt bei flüchtiger Betrachtung wie ein treuherziges Exemplar aus einer Studentenverbindung der christlichen Bundesbrüder im letzten Semester. Die für harmlose und unverdächtige wirkenden Gesichtszüge und mimischen Ausdruck zuständige Evolution hat in seinem Fall infame Arbeit geleistet. Ich wills mal so sagen: Jede potenzielle Schwiegermutter fiele auf ihn herein und würde vor Freude erbeben, könnte sie diesem Wolf mit Chorknabenhabitus ihre immer noch unverheiratete Tochter klammheimlich unterjubeln.

Doch Vorsicht: Der Mann ist brandgefährlich. Er behauptet allen Ernstes, selbst ein lupenreiner Demokrat zu sein, hat aber vor, mit völlig undemokratischen Maßnahmen und Mitteln die freiheitlich-demokratische Grundordnung auszuhebeln, indem er sämtliche kritische Zeitgenossen als Demokratiefeinde stigmatisiert erklärt und sie zu seinen Gegnern erklärt. Kompliziert - das weiß ich selber! Wenn dem so ist und er ernst macht, stellt sich die Frage, wann er gegen sich selbst vorgeht und mit welchen Mitteln. Ein Psychiater würde bei ihm vermutlich "split personality disorder symptoms" diagnostizieren.

Dass die sublimierten Konflikte des schleswig-holsteinischen Vorzeigespießers Daniel ausgerechnet bei Markus Lanz ungewollt eskalierten, mag für ideologisch gefestigte, regierungsverantwortliche Demokratieverteidiger in der CDU zwar ein entlarvender aber ein vermeidbarer Ausrutscher gewesen sein, für Top-Juristen, renommierte Staatsrechtler und ernstzunehmende Meinungsbildner eher ein Beleg für das totalitäre Gedankengut eines bigotten "Demokraten". Jetzt ist alle Welt auf der Zinne, vor allem jene, die noch über funktionsfähige Synapsen verfügen. Sogar die Chefs vieler Medienhäuser erwachten schlagartig aus ihrem Dornröschenschlaf und laufen Sturm.

„Wird Daniel Günther eine Gefahr für die Demokratie?“, so titelte die „Berliner Zeitung“. Das Rauschen im bundesdeutschen Blätterwald ist selbst in unseren Nachbarländern, ach, was sag ich, bis in die USA zu hören. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Günther plädiert bei Lanz für Medienzensur. Der CDU-Politiker will soziale Medien verbieten und Pressefreiheit beschränken. Das bringt mich zu den Fragen: Wird unser sozialistischer Demokratiefreund Daniel Günther demnächst Gulags in Schleswig-Holstein einrichten? Wird der Günther’sche Stalinismus siegen?

Immerhin, die ersten Schritte sind getan. Günther hat Dutzende „Neo-Stasinistische“ Meldeportale in seinem Bundesland ins Leben gerufen und aktiv für engagierte Bürger-Denunziationen geworben. Nach dem Outing des Ministerpräsidenten Günther bei Markus Lanz werfen sich berechtigterweise weitere, bislang noch ungeklärte Fragen auf: Dürfen wir darauf hoffen, dass der Ministerpräsident die „Faeser‘sche Beweislastumkehr“ nachhaltig ausweitet und endlich wieder Scheiterhaufen errichtet? Dürfen öffentliche Hinrichtungen zukünftig als Volksfeste aufgeführt werden? Können wir in naher Zukunft - in schweren Fällen -,wenigstens mit medial schön inszenierten Teufelsaustreibungen bei der ARD oder dem ZDF rechnen? Ich denke, wir werden aufgrund des großen öffentlichen Interesses bald schlüssige Antworten erhalten und innovative Scherbengerichte erleben.

Dass vieles bereits in Vorbereitung ist, um Günthers Demokratie zu verteidigen, ist für den CDU-Ministerpräsidenten sicher beruhigend. Denn seit Monaten schlagen die Verteidiger unserer freiheitlichen Grundordnung unbarmherzig zu. Die geballte Staatsmacht mischt konsequent unbequeme Kritiker auf. Kriminalpolizisten sind in ganz Deutschland aktiv und fahnden nach regierungskritischen Network-Usern, bösartigen Gesinnungsabweichlern und unbelehrbaren "Meinungskriminellen".

Es ist ja nicht so, als lägen unsere allseits geschätzten Verfassungsschützer nicht schon längst auf jeder erdenklichen Lauer, um antidemokratische Schmutzfinken, – alternativ auch Sympathisanten der AfD genannt -, auszuspähen und gegebenenfalls zu maßregeln, sowie deren Meinungsverfehlungen unnachsichtig zu ahnden. Doch jetzt kommen, zumindest auf die Schleswig-Holsteinischen Behörden neue Aufgaben zu. Dazu zählen sicher auch Razzien in allen Redaktionen, deren Journalisten als obrigkeitskritische, renitente, eigensinnige und vor allem uneinsichtige Berichterstatter unangenehm aufgefallen sind. Beschlagnahme von Datenträgern und Aufzeichnungen mit verdächtigem Wahrheitsinhalt  eingeschlossen.  

IT-Spezialisten der Kripo durchsuchen ohnehin schon seit geraumer Zeit systematisch - sozusagen Tag und Nacht -, im Auftrag unseres "Verfassungsmeisters" Haldenwang Privatwohnungen. Selbstredend im Auftrag von mehr als einem Dutzend beleidigter Spitzenpolitiker. Durchforstet mit KI werden natürlich auch die Netzwerke nach herabwürdigenden, beleidigenden, „überkritischen“ oder disqualifizierenden Politiker-Schmähungen. Der Einfachheit halber werden verbale Verhöhnung oder Beschimpfungen als „Hassrede“ eingestuft und bilden daher das solide Denkfundament des Schleswig Holsteiners aus Kiel, das er zügig ausbauen möchte.

So offenbarte Daniel Günther im Kreuzverhör von Markus Lanz ein buntes Kaleidoskop seiner politischen Sehnsüchte. Die Niederschlagung sämtlicher Tech-Konzerne einschließlich ihrer Plattformen, auf denen hemmungslos Wahrheiten, unbotmäßiges Gedankengut und Meinungsstraftaten unzensiert verbreitet oder gar Verballhornungen unqualifizierter Politiker exzessiv angeprangert werden. Wie klar er auch auf Linie des Kanzlers ist, können wir an den 1.200 Strafanzeigen von Fritz gegen Bürger mit falscher Meinung ablesen. Addiert man die Strafanträge von unseren demokratiebeflissenen Top-Denkern in den Reihen der Regierungsparteien, dürfte die Anzahl inzwischen bei über 10.000 Klageschriften gegen respektlose Untertanen liegen.

«Ich glaube, wir müssen viel, viel mehr aufwachen, dass das unsere Gegner und auch die Feinde der Demokratie sind», klagte Günther am Mittwochabend. Wenn man sich nicht mit zivilgesellschaftlichen Organisationen gegen solche «Exzesse» wehre, werde man die Demokratie «in zehn Jahren nicht wiedererkennen». Auch der nächste Vorstoß aus dem totalitären Denk-Baukasten des Politikers hatte es in sich: Konkret sprach er sich dafür aus, soziale Netzwerke für Jugendliche unter sechzehn Jahren zu sperren, um sie vor Desinformationen und sexuellen Übergriffen zu schützen. Ich fürchte, die pubertierenden Jungs sind findiger als "Danny" glaubt und werden spontan zu "Pornhub" oder "Hamster" wechseln.

Zudem griff Günther in der Sendung Onlineportale wie Nius scharf an: «Wenn ich mir Nius-Artikel angucke, mit denen ich irgendwas zu tun habe, kann ich nur sagen, da stimmt in der Regel nichts drin. Das ist einfach vollkommen faktenfrei.» Und dann zieht unser Biedermann so richtig vom Leder. „Selbst Abgeordnete unserer Fraktion gucken sich solchen Quatsch an!“ Übersetzt bedeutet sein Statement: US-Tech-Konzerne sind des Teufels und untergraben Günthers Demokratieverständnis. Es bedeutet: Kein Google, kein Facebook, kein Instagram, kein X, kein WhatsApp, kein Microsoft und schon gar kein Telegram. Es bedeutet auch, alternative Journalisten, ob bei Apollo-News, NIUS, oder anderen unbotmäßigen Medien mundtot zu machen.

Der amtierende Regierungschef Günther, im Volksmund auch liebevoll Kim Jong Un-günther genannt, bedroht unverhohlen die freie Presse und brandmarkt das Nachrichtenportal NIUS als „Feind der Demokratie“. Ein Bekenntnis zur Zensur vor einem Millionenpublikum. Die bekannten Staatsrechtler Steinhöfel, Boehme Nessler oder Vossgerau schlagen entsetzt die Hände über den Kopf zusammen. Schwamm drüber. Günther ist eben Günther. Der wird diesen rechtsradikalen Meinungskriminellen schon noch die Hammelbeine langziehen.

Übung hat er ja, der Daniel! Bereits am 29 November machte der große Demokratie-Denker mit prospektiven Visionen Furore, ja, man konnte auch damals schon seine stalinistischen Ansätze erkennen. Günther schlug während der Blütezeit Coronas die totale Isolation sämtlicher Ungeimpfter in Isolationshaft zu nehmen. 30 Millionen Bürger in Schutzhaft nehmen zu wollen, das zeugt von Mut und demokratischer Charakterstärke! Dieser Vorstoß schlug aus seiner Sicht leider fehl. Nun ja, vielleicht hat er ja jetzt mehr Erfolg. 

Jawoll! Es muss endlich wieder Ordnung einkehren, Denk- und Meinungsdisziplin von den Bürgern eingefordert und streng überwacht werden. Im Geiste hab‘ ich schon mal im vorauseilenden Gehorsam die Hacken zusammengeschlagen, auch weil ich meinen Computer und das Smartphone behalten will. Den Gedanken an Gulag in Schleswig-Holstein, Lager- und Sippenhaft, Scheiterhaufen oder Daumenschrauben lehne ich allerdings nach wie vor entschieden ab.   

                                             

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Kommentare

  1. Das 52jährige Kindergesicht gilt mit Wüst aus NRW als Zukunftshoffnung der CDU, morituri te salutant.

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