Wollen wir doch mal ehrlich sein: Den herkömmlichen Bürger wirft die Nachricht unrechtmäßig erworbener, erschummelter oder erfundener Doktorgrade nicht mehr um, zumal das Vortäuschen akademischer Meriten unter den Regierenden und Abgeordneten zum völlig normalen Bildungserwerb gehört. Gestern hat es den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt erwischt, besser bekannt unter dem Namen „Dr. Mett“, wie die Thüringer ihren Landesvater liebevoll nennen.
Und wieder einmal dürfen wir davon ausgehen, dass einem deutschen Minister nicht nur der Doktortitel aberkannt wird, sondern er auch seine zweifelhafte Professur an der gut bestückten Garderobe entlarvter Politiker abgeben darf. Ich wills mal so sagen: Geistige Raubzüge minderbemittelter Zeitgenossen, die sich der eigenen Aufwertung wegen dann noch mit einem akademischen Grad schmücken, haben in verantwortlichen Positionen nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Werden sie erwischt, müssen sie von ihren Ämtern zurücktreten. Aber das ist natürlich nur meine unmaßgebliche Meinung und selbstverständlich die, sämtlicher ehrlicher Akademiker in unserem Land.
Immerhin braucht sich „Zwiebelmett-Mario“ nicht einsam zu fühlen. Der erlauchte Kreis der Parteipolitiker mit ergaunerten akademischen Graden ist so überwältigend groß, dass man bequem zwei Fußballmannschaften mitsamt einem Dutzend Auswechselspieler bilden könnte. Nein, ich will die Sache nicht ins Lächerliche ziehen, Hochstapelei oder der Drang, sich mit fremden Federn zu schmücken, ist alles andere als eine Petitesse. Aber wie es scheint, geht es in unserer abgehobenen und von jedem Anstand abgekoppelten Politik nur noch nach dem Motto: Quod licet iovi, non licet bovi. Hoch lebe die neue Wahrheit der Schummler und falschen Fuffziger!
Ob nun Annalena und Robert (GRÜNE), - Gott hat sie beide selig, ob die pummelige Franziska (SPD) oder Karl-Theodor zu Guttenberg (CDU), ob Annette Schawan (CDU) oder Silvana Koch-Mehrin (FDP), - um nur einige Wenige zu nennen, sie alle hatten eines mit unserem „Mett-Mario“ gemeinsam, nämlich auf die Fabeln des römischen Dichters Gaius Julius Phaedrus (20 v. Chr.) zurückzugreifen. Der "alte Römer" beschrieb in seinen Essays, wie sich Krähen mit Pfauenfedern schmückten (also mit den Leistungen und Erfolgen Anderer hausieren gehen), um ihr schmuckloses Gefieder aufzuwerten. Die Liste der Politiker mit ausgeprägtem Münchhausen-Syndrom ist lang.
Roland Wöller (CDU) – der Kultusminister von Sachsen soll aus der Magisterarbeit eines Studenten abgeschrieben haben. Der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) soll in seiner Doktorarbeit mehrfach gegen die Regeln der Wissenschaft verstoßen haben. Die Universität Tübingen musste dem CDU-Landtagsabgeordneten Matthias Pröfrock aus Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) den Doktortitel wegen „unmäßiger Verwendung fremder Texte“ bei dessen Dissertation aberkennen.
Kai Schürholt (CDU) – Oberbürgermeisterkandidat der Landauer CDU hatte sich 2007 im Wahlkampf mit einem Doktortitel geschmückt, obwohl er seine Promotion noch längst nicht abgeschlossen hatte. Als der Schwindel aufzufliegen drohte, erfand Schürholt eine Tumorerkrankung, um aus dem Wahlkampf in der rheinland-pfälzischen Kommune aussteigen zu können. Es half ihm nichts, das Landauer Gericht verdonnerte ihn wegen Titelmissbrauchs.
Dieter Jasper (CDU), nordrhein-westfälischer Bundestagsabgeordneter, wurde Anfang Mai zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt, weil er einen Doktortitel zu Unrecht geführt hat. Doch zurück zu unserer pummeligen Franziska. In den 205 Seiten ihrer Doktorarbeit „Europas Weg zum Bürger – Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft“, wurden auf 76 Seiten 119 Plagiate entdeckt. Bei 48 weiteren Fragmenten handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“). Überdies reihten sich erfundene Zitate, dubiose Quellenangaben und fehlerhafte Angaben munter aneinander.
Der thüringische Landesvater Mario war nur unwesentlich zurückhaltender, was die Verwendung fremder Geistesleistungen anging, und brachte es laut Plagiatsjäger Stephan Weber auf etwa 26 Prozent unrechtmäßig verwendeter Textanteile. Auffallend ist, dass CDU-Politiker beim Lügen, Betrügen, Fälschen und Plagiieren überproportional vertreten sind, was die Frage aufwirft, ob man nicht den gesamten Bundestag einmal nach hochstapelnden Blendern, Gauklern und Tricksern durchforstet und anschließend gründlich aufräumt.
Mir scheint, der Hang bei dem Faktum, „zu blöd, um zu regieren“ die eigene Unfähigkeit mit ergaunerten „Bildungsmeriten“ zu kompensieren, hat in Zeiten intellektuellen Leistungsnotstands in politischen Ämtern Hochkonjunktur. Richtig blöd ist es allerdings für Deutschland und seine Bürger, denn offenkundig werden wir von einer Horde ungebildeter Eliten unter Vorspiegelung grandioser Zukunftsvisionen zielsicher in den Abgrund geführt. Zum Glück wird den Bürgern das kollektive Dauerversagen regierender Zeitgenossen als überragende Erfolge verkauft, um sie bei Laune zu halten.
Die investigative Plattform „VroniPlag“ bohrt nicht ohne Grund in den Dissertationen politischer "Pseudo-Akademiker", zumal bei den Führungskräften unserer etablierten Parteien die Wahrscheinlichkeit groß ist, auf ergiebige Ölquellen zu stoßen, genauer gesagt, massenhaft Betrüger zu entlarven. Wenn die Großmannssucht unserer Politnullen nicht so traurig wäre, könnte man bei der langen Liste geschönter Lebensläufe bis hin zu offenkundigem Beschiss Grimms Märchenbücher um ein paar Hundert erheiternde Seiten bereichern.
Aber nun mal im Ernst. Ich liebe es, wenn unsere Franziska Giffey im TV mit ihrer puddingweichen Stimme spricht. Ich habe stets den Eindruck, als würde mir eine empfindsame und feinfühlige Fee mit einem Wattebällchen den Bauchnabel streicheln, während sie über die gelungene Integration armer Islamisten referiert. Natürlich nur, wenn ich die Augen geschlossen habe. Aber wie sagt man so schön? Stille Wasser und Gutmenschen mit Vertrauen erweckendem Timbre hinterm Gaumen, sie Gründen nicht nur tief, sie führen auch emotions-sensible Bürger mit woke-buntem Hintergrund besonders erfolgreich hinters Licht.
In den vorderen Reihen des Bundestages muss man nicht lange suchen, um Hochstapler, Schaumschläger, Scharlatane oder Wichtigtuer zu identifizieren, deren intellektuelles Leistungsvermögen knapp das Hauptschulniveau überschreitet. Gut, gut, unter jenen, die ihren akademischen Grad aufgrund von Manipulationen zurückgeben mussten, war der eine oder andere dabei, den man hätte irgendwo noch brauchen können, zumal Deutschland dringend "deutschsprechende" Pförtner, Kundenberater und S-Bahn-Kontrolleure benötigt.
Gut, gut, ich will gerne einräumen: Annalena würde, was ihre Deutschkenntnisse angeht, an weniger anspruchsvollen Stellen eine Verwendung finden. Manche sagen ja, Annalena könne englisch, aber auch diese Behauptung halte ich für ein aufwertendes Gerücht. Dennoch, das hindert sie nicht, heute als Präsidentin und Galionsfigur der Generalversammlung in der UN die halbe Weltbevölkerung mit ihrem "Pigeon-English" in Angst und Schrecken zu versetzen.
Machen wir uns nichts vor: Die Mehrheit entlarvter „Betrugsakademiker“ in den etablierten Parteien legten sich den Doktortitel aus Gründen krankhaften Profilierungsbedürfnisses selbst zu, um dem olfaktorischen Los eines Frischkäseverkäufers an der Kühltheke bei REWE zu entrinnen. Schließlich muss man den Intellektuellen in der AfD, die ihren akademischen Grad ehrlich erarbeitet haben, etwas "Handfestes" entgegensetzen.
Selbstredend kann ich gut nachvollziehen, dass unsere unterbelichtete Parteigrößen nicht tatenlos zusehen können, wenn der Akademikeranteil bei der AfD den der SPD um mehr als das Dreifache und das der GRÜNEN um mehr als das 10-fache übersteigt. Wer will es den Frontkämpfern der CDU und der SPD verdenken, wenn sie ihre Bildungsdefizite schon aus Imagegründen mit einem schmückenden, akademischen Graden ein wenig aufpeppen. Ich räume ein, wenn man evolutionär benachteilig ist, dann ist die Versuchung groß, das klägliche Image aufzumotzen, besonders, wenn die AfD-Akademiker ihre Doktortitel rechtmäßig führen.
Ach, es ist schon ein Kreuz mit der verfluchten Bildung. Ich erinnere beispielsweise an so klangvolle Namen wie: Silvana Koch-Mehrin (FDP), Jorgo Chatzimarkakis (FDP), Margarita Mathiopulos (FDP) oder Annette Schavan (CDU) - eine Frau, die sich anmaßte, für das Bundespräsidentenamt zu kandidieren – allesamt haben sie wegen Plagiatsvorwürfen von ihren Universitäten die rote Karte gesehen. Nichtsdestoweniger werden diese Figuren immer wieder in Talkshows eingeladen, die der gemeine Bürger nur noch angeekelt abschalten kann.
In den Reihen unserer hoch privilegierten Politikerkreisen gibt es, - beinahe hätte ich es vergessen -, kriminelle Gauner, die sich schlicht den Doktorgrad gekauft haben. Ein besonderes Händchen für erfundene Lebenswege kann man bei der SPD finden. Petra Hinz fälschte gleich ihren gesamten Lebenslauf. Weder hatte sie jemals ein Abitur absolviert noch eine Universität von innen gesehen oder gar ein juristisches Staatsexamen abgeschlossen. Gleichzeitig wurde sie wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Nun ja, als Genossin muss man auch manchmal auch den Mut zur übertriebenen Hochstapelei aufbringen, wenn man gewählt werden will. Wir können uns, was diese Personalie angeht, zurücklehnen. Sie ist inzwischen Geschichte.
Auch der ehrenwerte CDU-Doktor Frank Steffel, dem die Universität Berlin immerhin eine „zumindest vorsätzliche Täuschung“ und die „Verletzung des Gebotes der wissenschaftlichen Redlichkeit“ vorwarf, ist längst weg vom Fenster. Man könnte munter weitere Namen nennen, die mit großer Energie, Einfallsreichtum und semantischem Geschick ihre Vitae „tunen“, um gebildeter, gescheiter, wichtiger oder bedeutender zu wirken. Man möchte ernüchtert aufschreien, wenn man sich bewusst macht, dass wir Scharlatanen, Gaunern, Betrügern, und anmaßendem Gesindel die Geschicke unseres Landes übertragen haben.
Nun könnte man auch den Standpunkt unserer "versehentlich" promovierten Politiker einnehmen und deren Dissertation in die Kategorie „professionelle Politikerlügen“ einordnen, weil das eben deren Geschäft ist. Ich kann diese armen Berufsschwätzer auf den Regierungsbänken gut verstehen, wenn sie mit Zähnen und Klauen ihren mühsam erschwindelten Nimbus der Allwissenheit verteidigen, zumal so ein Doktortitel hierzulande ja etwas hermacht und das Prestige bei dem Politik-Loser gute Gefühle aufkommen lässt.
Für das einfache Volk, das diese Lügner nicht durchschaut, gibt es zumeist die schlüssige Erklärung, dass die Edelpfeifen deutscher Politik wahrscheinlich zurecht ein hohes Amt einnehmen. Sie dürfen gespannt sein, wann „Mett-Mario“ seinen Ministersessel räumt und welcher hochkarätige Akademiker ihm nachfolgen wird. Denn es gilt als ausgeschlossen, dass der blitzgescheite Björn Höcke, der eigentliche Wahlsieger bei den letzten Landtagswahlen, den Schalthebel der Macht übernehmen wird. Der ist einfach zu intelligent, hat Abitur, ein abgeschlossenes Hochschulstudium, überdies Berufserfahrung als Oberstudienrat - den braucht keiner.
Es ist zum Kotzen, wenn man einen Blick in den deutschen politischen Sumpf wirft. Ein Ministerpräsident fordert Zensur und Verbot von regierungskritischen Medien und nennt sie „Feinde der Demokratie“. Ein Staatsminister macht privat aus seinen Regierungskontakten lukrative Produkte und verstößt massenhaft gegen Urheberrechte.
Ein
Bundespräsident gratuliert Jahr für Jahr einem islamistischen Regime zum Gewinn
der Diktatur und bleibt stumm, wenn dieses Regime viele tausend Bürger
umbringt. Ein Bundeskanzler bricht dreist nahezu sämtliche Wahlversprechen, für
deren Erfüllung er zwar verpflichtet ist, auch wenn er sich das Kanzleramt qua „Putsch“
gekapert hat. Und alle bleiben ungeschoren im Amt. So gesehen erscheint ein
erschlichener akademischer Titel geradezu ein lächerlicher Ausrutscher zu sein.
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