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Lauterbachs Impf-Promotion – ein beherzter Griff ins Klo

Karl Lauterbach, Hochleistungs-Hypochonder und Gesundheitsminister hat letzte Woche zum großen Schlag ausgeholt. Ja, man kann sagen, es handelte sich vermutlich um sein letztes, gesundheitspolitisches Aufbäumen. Sein Werbevideo aus der gesellschaftlichen Mitte jedoch, dürfte seinen Durchbruch hinsichtlich seines Kompetenznachweises endgültig verhindern. Sein Filmchen - eine Eloge an Pfizer und Biontech, es dürfte dank seiner mitwirkenden Impf-Opfer zum echten Kloaken-Knüller avancieren.

Befand sich unser Gesundheitssystem mitsamt der deutschen Ärzteschaft vor Lauterbachs Wirken in der Diaspora steinzeitlicher Unwissenheit, rückwärtsgewandt und provinziell – so hat uns unser heutiger Gesundheitsprofessor medizinisch und auch gesundheitspolitisch dorthin gebracht, wohin die Bürger nie hinwollten. Der Aphorismus: „Manche müssen zu ihrem Glück gezwungen werden“, konnte nur mit Hilfe von Karl Lauterbach Wirklichkeit werden.

Mit ungelenken Worten kündigte er vor wenigen Tagen seinen ultimativen Impfaufruf an, in dem er ausdrücklich und mehrfach betonte, bei den Teilnehmern des Video-Clips handele es sich um ganz normale Leute, Menschen, aus der Mitte unserer Gesellschaft und keinesfalls um Schauspieler oder Komparsen, die unter Regieanweisung vorformulierte Texte rezitierten. Wer also den Nachbarn, einen Bäckermeister oder eine Putzhilfe erwartet hatte, irrte.

Immerhin, mit dem 60-Millionen-Euro-Streifen stellt das Machwerk sozusagen ein Highlight lauterbach‘schen Wirkens dar, indem Geimpfte hinsichtlich Verträglichkeit und Nebenwirkungen aus dem Nähkästchen plaudern durften. Ziel: Lauterbachs vertrauenswirkende Maßnahme, Interviewpartner vor die Kamera zu holen, die hinsichtlich ihrer Authentizität über jeden Zweifel erhaben sind, sollen der bundesdeutschen Impfbereitschaft neuen Schwung verleihen.   

Unter anderem wurde für die Impf-Promo auch Uwe rekrutiert. Ein Berliner Rentner einfachen Gemütes und schlichtem Verstand. Die Idealbesetzung für Lauterbach, zumal Uwe glaubwürdig darlegte, sich insgesamt 5 Mal einer Biontech-Testbehandlung hingegeben zu haben.

Damit erfüllte Uwe – maximal geboostert – als echter Impf-Überlebender die Kernvoraussetzung für den seichten Streifen des Bundesgesundheitsministeriums. Auch die sogenannte Lehrerin, eine nach Lauterbachs Ankündigung „echte Person“, durfte über die viermalige Verabreichung segensreicher Immunisierung berichten, wenngleich sie gar keine Lehrerin ist, wie man bei Twitter nachlesen kann.

Lauterbachs Miet-Dummy für Gesundheitsfragen

Wenngleich schon Tage zuvor die Chefin der Impfstoff-Entwicklung von Pfizer Kathrin Jansen in einem öffentlichen Interview bei der BBC offenbarte, dass die mRNA-Impfstoffe weder ein „echter“ Impfstoff sei, noch einem Versuchskarnickel – ob zwei oder vierbeinig – Schutz vor Ansteckung böte, lässt Lauterbach keinen Zweifel an der Schutzwirkung seiner nach wie vor ungetesteten und bedingt zugelassenen Substanzen aufkommen. So titelte die Schweizer Weltwoche am 27. Oktober: „Die Impf-Lüge bescherte Pfizer und Co. zweistellige Milliarden-Gewinne. Doch verantwortlich für diesen Skandal sind Medien und Politik.“

Von solchen und ähnlich Publikationen, die inzwischen zuhauf auf der halben Welt kursieren, lässt sich Karl, der Nosferatu von Birkesdorf, nicht beirren. Der PR-Film des Gesundheitsministers soll nicht nur eventuelle Zweifel unter den bereits Gesundgeimpften zerstreuen, sondern auch die Impffreudigkeit unter den an schwerwiegenden Langzeitfolgen leidenden erneut aktivieren. Doch nun droht unserem Karl schon wieder Ungemach.

Jetzt stellte sich heraus, dass Rentner Uwe, der zahnlückenbehaftete Tattoo-Star, in Wahrheit seinem eigentlichen Beruf als Pornodarsteller nachgeht und sich mehr oder weniger erfolgreich durchs Internet vögelt. Für 100 Euro ein drei-Stunden-Dreh als Mietrentner, so Uwe im Orginalton, ist so schlecht nicht. Nun durfte er mit unverfälschter Berliner Schnauze dem Gesundheitsministerium bei der Gesundheitsarbeit behilflich sein. 

Der Pseudo-Rentner schien für das Bundesministerium der Idealkandidat zu sein. Das Filmset an der Bernauer Straße, dort wo einst Uwes Freiheit begann, wollte Lauterbach bereits mit dem Drehort den Begriff Demokratie, Freiheit und unerzwungene Impf-Entscheidung als systemrelevantes Beispiel für 4-Fach-Immunisierungen den renitenten Impfskeptikern nahebringen.

Dumm nur, dass unsere Staatsbeamten bei der Rekrutierung der Komparsen ein paar wesentliche Details über Uwes seichte Leidenschaften für Pornos und dessen tatsächliche Einstellung zu Gesundheitsfragen nicht wirklich berücksichtigt haben. Es sei ihm eigentlich egal, zu welchem Dreh er engagiert wird, er sehe das als Job. Und für 100 Euro kann man auch mal sagen, dass sich jeder impfen soll. 

Dass unserem Karlchen auch noch entgangen sein muss, dass sowohl Bundestag, als auch Bundesrat Covid 19 klammheimlich aus der Liste der besonders ansteckenden Krankheiten gestrichen haben, sei hier nur beiläufig erwähnt. Für Karl ist und bleibt Covid 19 tödlich. Basta. 

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/bundestag-covid-19-liste-besonders-ansteckende-krankheiten/amp?fbclid=IwAR0M_DEoiQb1-eBHPo2YIoDzDOI8e3z6Hx7FJzC3hvD3d0x4qAdJFRLRzkg

Also...! Allez Hopp - ran an den Booster. Doch zurück zu Uwe. 

Ich wills mal so sagen. Von „Rent an Actor“ zu „Rentner“ gibt es etymologisch und semantisch zumindest eine entfernte Ähnlichkeit. Schwamm drüber… die 60-Millionen-Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit hat wenigstens der Unterhaltung gedient, – so mancher Tatort im Fernsehen ist erheblich unglaubwürdiger. Wie sagte Karl, unser Bundes-Fernseh-Professor einst so überzeugend. „Ein Politiker, der die Wahrheit sagt, dem ist nur eine kurze Amtszeit beschieden.“

Eines muss man allerdings konstatieren: Lauterbachs Weitsicht hat sich nicht nur für die Pharma-Industrie bezahlt gemacht, sie hat dort auch bedeutsame Innovationen im Bereich neuer und noch unbekannter Viren in Gang gesetzt, für die nun spektakuläre Endlösungen entwickelt werden. Wir dürfen auf die nächsten, lauterbach’schen Filmkunstwerke gespannt sein.

                                      

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