Direkt zum Hauptbereich

Wehrpflicht – die Kriegstreiber kommen aus ihren Löchern

Allmählich kommt der Ruf nach der Rückkehr zur Wehrpflicht in Fahrt. Angesichts des euphorischen Kriegsgerassels in Berlin und insbesondere bei den Grünen und der SPD, nicht weiter überraschend. „Pflichtdienst an der Waffe“ heißt jetzt die Devise in der Ampelkoalition, zumal die Waffenressourcen knapp und die Munitionvorräte in der Ukraine nicht der Rede wert sind.

                     

Jetzt plötzlich haben Kanzler Scholz (SPD), Verteidigungsminister Pistorius (SPD), hohe Militärs und selbstredend auch Jeanne d’Arc-Zimmermann (FDP) die Abschaffung der Wehrpflicht als Fehler bezeichnet. Die gelbe Verteidigungsexpertin betonte, dass das Ende der Dienstpflicht ausschließlich in Friedenszeiten gelte. »Im Spannungs- oder Verteidigungsfall kann sie wieder aktiviert werden«. 

Sieh an, sieh an..., es geht nach dem gleichen Muster weiter. Da wird eine Forderung in den Raum gestellt und geschaut, was in der Bevölkerung passiert. Scheinbar demokratisch abgehaltenen Pseudodebatten werden geführt, Alibi-Argumente hervorgebracht, auf "passende" Statistiken und Umfrageergebnisse verwiesen, um die längst feststehende Entscheidung für den Waffendienst zu legitimieren. Wir erinnern uns gerne an die hohlen Floskeln von Politikern, die irgendetwas sagen, was sie gar nicgt meinen, um danach umzusetzen, was ihnen persönlich nutzt. Denn noch vor einem Jahr war das FDP-Wesen aus Transsylvanien noch strikt dagegen. 

Nur Christian Lindner phrasiert noch taktisch, befindet sich seine Partei in der Gunst der Wähler doch auf einem unaufhaltsamen Sinkflug. Da zählt jeder verlorene Wähler. Daher widerspricht er seiner säbelrasselnden Amazone kategorisch. »Die Wehrpflicht steht für die FDP überhaupt nicht zur Debatte«, so sein Statement gegenüber dem SPIEGEL. »Das ist eine Gespensterdiskussion. Alle Kraft muss darauf konzentriert werden, die Bundeswehr als hochprofessionelle Armee zu stärken.«

Nun ja, wie jeder Wähler aufgrund leidvoller Erfahrung längst weiß, sind politische Statements, Ankündigungen oder Versprechungen unserer Regierung Schall und Rauch, wenn die berechtigte Chance besteht, Absichtserklärungen nicht einhalten zu müssen und Bürger ohne Folgen zu hintergehen.

Ich wills mal so sagen: Es vergeht kein Tag, an dem sich nicht irgendein Blinder oder auch Blinde der SPD, der FDP, der Grünen und auch der Union findet, der mit einem neuen, kriegsfreudigen Eskalationsvorschlag um die Ecke kommt. Den Stahlhelmen, der Munition und den Raketenwerfern folgten Panzerlieferungen. Man redet bereits munter über Kampfjets und U-Boote. Und nun setzt eine scheinheilig inszenierte Debatte ein, die uns Schritt für Schritt zur Wiedereinführung der Wehrpflicht führen soll.

Geradezu romantisch muten die Argumente unseres neuen Verteidigungsministers an, wenn er erklärt, dass „unsere Parlamentsarmee in die Mitte der Gesellschaft gehört.“ Sodann führ er aus: Früher saßen an jedem zweiten Küchentisch Wehrpflichtige. Auch dadurch gab es immer eine Verbindung zur Zivilgesellschaft.“ Das Thema solle offen besprochen werden, „da wir gerade eine Entfremdung zwischen Teilen der Gesellschaft und dem Staat wahrnehmen.“ Dass das ganze Geschwätz über die Wehrpflicht ganz unromantisch enden kann, erwähnt er nicht.

Ein Land, das aufgrund permanenter Provokationen, ihrer suizidalen Sanktionspolitik, und massiven Waffenunterstützungen einen Weltkrieg riskiert, und in dieser Situation die eigene Verteidigungsfähigkeit durch Panzer- und Waffengeschenken aus Bundeswehrbeständen einen regelrechten Aderlass vollzieht, redet jetzt über Wehrpflicht? Ihre Wiedereinführung könnte in der jetzigen Situation von Russland durchaus als „Mobilmachung“ missverstanden werden oder als solche der Einfachheit halber ausgelegt werden. Kriege wurden schon aus wesentlich banaleren Ereignissen angezettelt. 

Aber halten wir fest: Deutschland mit der heutigen Bundeswehr ist  keine Bedrohung. Nicht einmal für Liechtenstein. Beim Blick auf das Potential zukünftiger Wehrpflichtiger, kann einem ohnehin angst und bange werden. Der Gedanke, dass Baumhocker, Hausbesetzer, Straßenkleber oder Umweltaktivisten Wehrdienst leisten, im Notfall gar unsere Republik verteidigen sollen, ist nicht nur obsolet, es ist vollkommen abwegig. 

Die Ausbilder der Bundeswehr dürften mit den neuen Zwangsrekruten aus Verzweiflung Fahnenflucht begehen, Denn es ist ebenso unvorstellbar , dass unsere vollkommen verweichlichte, wohlstandsverwahrloste FFF-Generation sich gemeinsam mit transgegenderten Truppenverbänden, bunten Diversen und sonstigen, skurrilen Lebensformen mit Gebrüll und Kampfeslust dem Gegner entgegenwerfen.

Dennoch, aus Sicht Russlands bleiben die feindlichen Bemühungen von unserer Regierung und nicht zuletzt auch von Kanzler Scholz, südamerikanische Länder wie Brasilien oder Chile in eine Art Bündnis gegen Putin hineinzureden, weder unbeobachtet, noch unbewertet. Gerade jetzt wird im Osten jede Aktivität und jede Maßnahme in seiner Gesamtheit und des Bedrohungspotentials genau beobachtet. 

Zwar war Olafs Reise in die südamerikanischen Länder ähnlich erfolglos wie Habecks Kniefall bei den Saudis, nichtsdestoweniger verbaut sich Deutschland mit jeder weiteren Verteufelung Russlands jede weitere Möglichkeit, jemals in Friedensgespräche einzutreten.

Das Kind ist längst in den Brunnen gefallen. Auch dank einer grün-militanten Außenministerin, die weder weiß was sie spricht, noch weiß, was sie tut. Man kann nur noch hoffen, dass sich der Herr erbarmt und unsere jetzige Regierung bald Geschichte sein wird.

                                         

Für eine Patenschaft mit einem monatlichen Betrag bin ich sehr dankbar. Selbst die kleinste Spende hilft mir, diesen völlig unabhängigen Blog stets aktuell, spannend und informativ zu halten. 

Auch ein einziger Klick auf einen der Werbebanner im Lesetext oder das Teilen in anderen Netzwerken (FB oder TWITTER) hilft mir bei der Arbeit und der Finanzierung meines Blogs.

Herzlichen Dank - euer Claudio Michele Mancini
SPENDENKONTO
Claudio Michele Mancini
Unicredit Santo Stefano
IBAN IT03S0200882540000106185335

BIC/Swift: UNICRITM1892 

 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wer ist der große Energie-Gatsby? Was steckt hinter dem 3-Euro-Dieselpreis?

Immer mehr Autofahrer bezweifeln, dass es an den Tankstellen mit rechten Dingen zugeht, ja, nicht zugehen kann, erinnert sich das mobile Volk noch zu genau an die vergangenen Corona-Zeiten, als man von Merkel, Spahn, Lauterbach und Konsorten mit täglichen Seuchenwarnungen und Corona-Inzidenz-Märchen in Schach gehalten wurde.  Jetzt erfolgt wohl der zweite Anlauf. Wie es scheint, ist die Politik mit uns noch nicht ganz fertig! Das jedenfalls werden sich Millionen Bürger denken, zumal sich unsere gewählten Politiker in den letzten Jahren redlich und erfolgreich bemüht haben, ihre Glaubwürdigkeit vollkommen zu verspielen. Eines ist klar: Bei dauerhaften 3 Euro für einen Liter Dieselkraftstoff wird Deutschland endgültig zum Dritte-Welt-Land. Wir erinnern uns: Mit Maskenzwang, Abstandsregeln, Versammlungs- und Feierverboten bis hin zu "bundesweiten Hausarresten" (Lockdown) legten vor 4 Jahren unsere Regierungspolitiker nicht nur die Republik lahm, sie beraubten die Bürger auc...

Ein Ruck muss durchs Land gehen – Friedrich Merz macht ernst!

„Diejenigen, die arbeiten, die fleißig sind, die sogar vielleicht bereit sind, ein bisschen mehr zu tun, für die wird am Ende des Monats auch etwas mehr übrigbleiben.“ Das waren die Ostereier, die “Worthülsen-Fritz“ den Bürgern ins Nest gelegt hat. Während sich aufgrund der grassierenden Pleitewelle  mehr und mehr Bürger fragen, ob sie morgen noch einen Arbeitsplatz haben, die Energie- und Spritpreise durch die Decke gehen, die CO2-Abgaben demnächst explodieren und damit zehntausende Existenzen vernichtet werden, möchte Merz, dass am Monatsende für Fleißige mehr rausspringt. Etwa mit Entlastungen oder Steuersenkungen? So weit käme es noch. Jetzt heißt es: „Ärmel hochkrempeln.“  Schon unser ehemaliger Bundespräsident Roman Herzog sagte einst: Es muss ein Ruck durch Land gehen. Fritz hat diesen Apell von damals aufgegriffen und ihn mit allerlei  Ankündigungen und Versprechungen verknüpft. Friedrich Merz hat überdies mehrfach den Aufschwung angekündigt und nun soll er wahr...

Wir haben ihn gewählt – jetzt müssen wir ihn ertragen!

... Oder sollte ich sagen: Wir haben ihn nicht gewählt und dennoch haben wir ihn am Hals? Kaum anzunehmen, dass Paul Mustermann, 52 Jahre alt, subalterner Cheflagerist bei Müller & Co, nicht besonders helle im Oberstübchen, aber mit einer großen Klappe gesegnet und daher bei seinen Kumpels in der Firma beliebt, dass man ausgerechnet ihn in die Führungsspitze als Vorstandsvorsitzender eines deutschen Autokonzerns berufen würde. Iris, Mathilde und Rosi, Sachbearbeiterinnen bei Müller & Co allerdings lieben „ihren“ Paul, weil er mit seinen 1,95 etwas hermacht, immer einen guten Spruch auf Lager hat, stets Erwartungsfreude vermittelt und bei Betriebsversammlungen gerne das große Wort führt, was auch einige "helle" Mitarbeiter am Band und in den Büros beeindruckt. Was also lag näher, dass Iris, Mathilde, Rosi und einige andere den unbelehrbaren aber unverdrossenen Pausenclown bei den Wahlen zum Betriebsratsvorsitzenden gekürt und ihn gar zum Chef ernannt haben, auch wen...