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Ukrainekrieg – die letzte Rettung für die USA

Ein paar ganz einfache ökonomische Zahlen der USA und der Eurozone entlarven die wahren Motive der Amerikaner, die diesen Krieg unbedingt benötigen. Die nachfolgenden Fakten und Graphiken erklären auch, weshalb der Ukrainekrieg mindestens ebenso wichtig für den Westen ist.

Die USA

Die USA hat derzeit (Stand Jan. 2023) eine Staatsverschuldung von ca. 32 Billionen USD. Die durchschnittlichen Steuereinnahmen belaufen sich auf ca. 400 Mrd. pro Monat, also im Schnitt ca. 4,8 Bio USD auf das Jahr hochgerechnet.


die Eurozone

Die Eurozone hat zwischenzeitlich eine Verschuldung von ca 11,8 Billionen Euro. Die Einnahmen der Staaten der Eurozone belaufen sich addiert etwa auf 5,3 Billionen Euro (keine Grafik, da Addition der Einzelstaaten).

Zinsen und Inflation

Die Inflation veranlasste die FED und die EZB, die Zinsen zu erhöhen. Die Zinsen betragen ca. 3,9% in USA und 3,4% in der Eurozone.



Sowohl in den USA, als auch in der Eurozone steigen die (Staats)Schulden dynamisch weiter – ähnlich wie derzeit auch in Deutschland. Was die Situation in den USA erheblich mehr belastet, ist die Tatsache, dass die Staaten als mit Abstand größte Schuldner nun auch immer höhere Zinsen für ihre Schulden bezahlen müssen.

So werden sich die Zinszahlungen in den USA in Richtung 1,2 Billionen USD Zinsen pro Jahr bewegen. (3,9% von 32 Bio USD). In der Eurozone sind es ca. 400 Mrd. Euro pro Jahr (3,4% von 11,8 Bio Euro)

Dies entspricht einem Anteil an den Gesamteinnahmen der USA von 25% nur für Zinszahlungen! In der Eurozone sind es knapp 8%. Da nun auch Zinsen mit neuen Schulden finanziert werden müssen, befinden sich sowohl die USA aber auch Deutschland durch die Kreditierung ihres 100 Milliarden „Sondervermögens“ und gigantischer Klimaziele, die finanziert werden müssen, in einer sich immer schneller drehenden Spirale. Jeder, der auch nur ein bisschen etwas von Ökonomie versteht - Habeck und Lindner  ausgenommen -, begreift angesichts der Charts sofort, um was es hier geht.

Nicht nur die USA, auch die EU und insbesondere Deutschland befinden sich in einer nicht mehr zu beherrschenden Zinsfalle, die sich durch den sogenannten Klimadeal potenzieren wird. Dieses Dilemma führt unweigerlich zum Zusammenbruch von Währungen. Der Ukrainekrieg dient ausschließlich dem Zweck, mit letzter Kraft zu versuchen, den Dollar und in der Folge auch den Euro zu retten.

All diese Sorgen hat Russland nicht. Im Gegenteil. Putin profitiert wirtschaftlich an jedem Tag, den der Krieg länger dauert. Und letztendlich auch dann, wenn es der USA gelingen sollte, ihr grünes Papiergeld zu retten und ihre Ökonomie zu stabilisieren. Denn Putin verfügt über gewaltige Dollarreserven und jede Menge Euros. 

Somit erklären sich die Sanktionen auf die Geldflüsse russischer Banken und der Rauswurf aus dem SWIFT-System. Es musste unter allen Umständen verhindert werden, dass Putin Milliarden von Dollar von heute auf morgen auf den Markt wirft. Denn das hätte das sofortige Aus der amerikanischen Währung bedeutet, zumindest aber eine dramatische Inflation ausgelöst.

Der Krieg muss gewonnen werden, so nicht nur der ukrainische Präsident Selenskyj, sondern auch Biden. Anderenfalls kostet ihn das den Kopf. Olaf Scholz befleißigt sich des gleichen Zungenschlages, der ein ähnliches Problem wie Biden haben dürfte. „Die Ukraine muss daher den Krieg gewinnen.“ Koste es, was es wolle. Jetzt werden auf „Teufel komm raus“ Waffen an die Ukraine geliefert, um die Russen zurückzudrängen. Gelingt das, fallen den US-Amerikanern gigantische Öl- und Gasvorkommen in die Hände, die mit den Waffenlieferungen und den Dollar- und Eurounterstützungen an die Ukraine später verrechnet werden. Hinzu kommen die riesigen Getreideanbaugebiete und wertvollen Erden.

Auch deshalb musste die Pipeline in die Luft gesprengt werden, um zu verhindern, dass Deutschland und die EU aus berechtigtem Versorgungsinteresse der eigenen Bevölkerungen von „der Fahne“ gehen. Auch deshalb gibt es keinen Aufklärungsbedarf von Seiten Deutschlands hinsichtlich der Sprengung in der Ostsee. Welch ein miserables Spiel, was mit den Bürgern veranstaltet wird.

                                      

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Kommentare

  1. Interessanter Beitrag, allerdings sind es nicht die Zinsen, welche ein Mittel der Umverteilung sind, verantwortlich, sondern die Ursachen liegen im Wirtschaftssystem selbst und der Kapitalverwertung. Der Westen braucht einen großen Krieg, wie er im letzten Jahrhundert schon zwei hervorgebracht, allerdings hat sich die Lage in der Welt verändert und das nicht zu Gunsten des Westens.

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