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Habecks neues Energiezuteilungsgesetz und die grüne Wohnzimmerverordnung

Ich wills mal so sagen: Einem grünen Politiker die Unmöglichkeit, mit einer "irrwitzigen" Idee, das Weltklima zu beeinflussen oder gar nach eigenem Gusto verändern und anpassen zu können, ist genauso sinnlos, wie dem Frosch in seinem heimischen Tümpel die unendliche Weite der Ozeane zu erläutern. 

Man mag es kaum glauben, und dennoch ist unser grüner, quakender Ochsenfrosch in einer geradezu elementaren Erkenntnis dem Wirtschaftsminister Robert Habeck eindeutig überlegen. Denn bislang sind mir suizidal veranlagte Frösche nicht bekannt, die sich mit niedrigen Motiven daran machen würden, den eigenen Teich auszusaufen. Ich kenne nur Politiker, die sich in ihrem Sumpf wohlfühlen.

Wenden wir uns ab von der Tierwelt und unseren derzeitigen Politikern zu, insbesondere einem, der sich gerade anschickt, mit existenzbedrohenden Abgaben, Verboten, Anordnungen und Zwangsmaßnahmen den eigenen Teich trockenzulegen, weil er fest davon überzeugt ist, dass „Unken“ und „Kröten“ auch ohne ihre Biotope überlebensfähig wären. Trotz aller Warnungen und entgegen jeden gesunden Menschenverstandes hält unser grüner Robert an seinen Märchenbuchfantastereien fest, den Stöpsel aus dem energetischen Abfluss ziehen.

Jetzt geht es ins Eingemachte. Die bundesweite Ofenbestandsaufnahme sowie die lückenlose, digitale Erfassung des individuellen Energieverbrauches, das ist sein Credo aus dem grünen Fantasialand. In Vorbereitung seines Gebäudeenergiegesetzes will der grüne Staatshausmeister alle Informationen über den individuellen Wärmebedarf von Gebäuden der aktuellen und vergangenen drei Jahre einfordern. Hausbesitzer, die diese Auskunft verweigern, sollen mit einem Bußgeld bis zu 100.000 Euro gefügig gemacht werden.   

Sein nationales Ofenbauprojekt, verknüpft mit dem visionären Ziel einer Energieverbrauchsdiktatur, hat inzwischen nicht nur vollkommen irreale Züge angenommen. Sie übersteigt auch jedes Vorstellungsvermögen. Ein gigantischer Erfassungs- und Verwaltungsaufwand und astronomische Personal- und Planungskosten sind nur ein Aspekt. Es wird ein exorbitanter Bürokratiemoloch entstehen, den kein Bürger verstehen oder gar durchschauen wird. Zudem folgen für die Mehrheit der Hausbesitzer unrealisierbare Zwangsinvestitionen in Heizanlagen, Umbaumaßnahmen und Gebäudedämmungen.

Mieten werden explodieren, eine weitreichende Verarmung – auch des Mittelstandes -, wird zur unabwendbaren Zwangsläufigkeit. Auch beim Thema Fernwärme liegt die Anpassung an städtische und ländliche Strukturen bei der heutigen Finanzlage fernab jeder Realität und ist nicht einmal mit neuerlichen Milliardenkrediten umsetzbar. Mit anderen Worten, Habeck will wie eine trotzige Rotznase seine eigene, innere Märchenwelt der realen Welt überstülpen.  

Alleine der Immobilienbestand des Bundes umfasst knapp 200.000 Gebäudekomplexe, die selbstredend durchweg mit astronomischen Summen umgerüstet werden müssten. Denn nicht einmal 4 Prozent aller öffentlicher Verwaltungs- und Regierungssitze verfügen über Soloaranlagen auf den Dächern und haben oft völlig veraltete Heizanlagen. Man darf gespannt sein, ob es bald ein energetisches oder bürgersolidarisches Finanzierungsüberbrückungsgesetz geben wird, das der Steuerzahler erst vorfinanziert und im Anschluss mit Schenkungsgebüren belegt wird.  

Denkt man die allumfassenden Eingriffe in unser persönliches Leben zu Ende, landen wir in der Konsequenz behördlicher Mechanismen zwangsläufig in einem nagelneuen Energiezuteilungsgesetz mit einer kommunalen Wohnzimmererwärmungsverordnung, die über digitale Diagnosegeräte vom Bürgermeisteramt hinsichtlich unseres Verbrauchs und persönlicher "Fröstelbereitschaft" kontrolliert und steuert. 

Ich sehe es kommen, dass wir einen fünfseitigen Antrag zur Sondergenehmigung eines Heißwasserkontigentes von 24 Litern für die Badewanne stellen müssen, sollte die Oma für eine Woche zu Besuch kommen. Damit wären in Zukunft ein für alle mal auch individuelle Hygienebedürfnisse staatlich reglementiert sowie überflüssigen oder ausufernden Reinigungsritualen ein behördlicher Riegel vorgeschoben. Das Gesuch für ein außerordentliches Wannenbad muss natürlich drei Wochen vorher gestellt werden, schon wegen des komplexen Genehmigungsverfahrens.

Wenn einige Leser diesen Alptraum totaler Kontrolle und Bevormundung möglicherweise als „absurd“ abtun wollen, sollten sie sich den folgenden Passus des Gesetzvorhabens auf der Zunge zergehen lassen: "Der Entwurf sieht vor, dass Habeck die Länder zur Wärmeplanung verpflichten will. Ohne Wenn und Aber." In der Folge werden Tausende von Sachbearbeitern in den Kommunen eingestellt werden, die eine unfassbare Menge von Daten, Fakten und Nachweisen bearbeiten, bewerten und einordnen müssen. Wer die Rechnung für diese pensionsberechtigten Bleistifte zu den ohnehin drohenden Beschaffungs-, Handwerker- und Einbaukosten neuer Öfen bezahlen wird, braucht man nicht zu beantworten.

Das von Habeck erzwungene Volksdesaster wird in die Annalen deutscher Verarmungs- und Industrie-Abwanderungsgeschichte eingehen. Denn kein Bürger, der bei Verstand ist und über ein leidliches Erinnerungsvermögen verfügt, wird ernsthaft unseren Fleisch gewordenen Ärmelschonern in den Beamtenstuben eine überschäumende Arbeitsmotivation unterstellen, ganz zu schweigen, was deren notwenige Fachkompetenz zur ordnungsgemäßen Bewältigung von Papiertürmen angeht. 

Denn sie sollen den tatsächlichen jährlichen Endenergieverbrauch der einzelnen Gebäude in den vergangenen drei Jahren, die Art der Heizungsanlage nebst Heizleistung, Jahr der Inbetriebnahme – und weitere, relevante Daten zum Gebäude selbst erfassen. Außerdem sollen Informationen zu bestehenden oder bereits geplanten Wärme-, Gas-, Strom- und Abwassernetzen gesammelt und bewertet werden. Da wird einem schwummrig.

Wenn Gesetzgeber und sogenannte „Fach“-Minister seit Jahren nicht einmal ansatzweise imstande waren, Rentenhaushalte, Flüchtlingsfragen, gesundheits- und finanzpolitische Herausforderungen solide zu lösen, weshalb sollte die komplizierteste und aufwendigste aller gesellschaftlich relevanter Herausforderungen ausgerechnet einem Herr Habeck oder gar unseren Beamten in den kommunalen Behörden gelingen. 

Der Herr möge unsere Stoßgebete erhören und Herrn Habeck seiner eigentlichen Bestimmung wieder zuführen und ihm das Schreiben von Kindergeschichten, Märchen und Fabeln wieder schmackhaft machen.

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Kommentare

  1. ...oder der Herr möge ihn bitte heim holen in sein Paradies.

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