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Sex auf Staatskosten?

Kein Sex auf Staatskosten! So lautet die Überschrift einer Tageszeitung in Bayern! Wie die deutsche Presseagentur dpa meldete, muss das Sozialamt für mittellose, einsame Ehemänner für Bordellbesuche nicht aufkommen.

Mit diesem Urteil hat das Verwaltungsgericht im bayerischen Ansbach letzte Woche einen entsprechenden Antrag eines 35jährigen Sozialhilfeempfängers, dessen Frau seit einiger Zeit in Thailand lebt, vorerst abgelehnt. Für die Trennung von seiner Ehegefährtin machte der Kläger die Behörden verantwortlich, die sich nicht an den Flugkosten für regelmäßige Besuche beteiligen würden.

Um seinen latenten Sexualtrieb zu befriedigen, verlangte der Franke eine Kostenerstattung für monatlich vier Bordellbesuche samt Anfahrtswegen, des weiteren die Kostenübernahme für acht Pornofilme, zwei Kontaktmagazine sowie Hilfsmittel zur Selbstbefriedigung. Die ablehnende, ja geradezu störrische Haltung unserer Sozialämter zeigt eine nie gekannte Dimension sparwütiger Beamter, die natürlichste menschliche Bedürfnisse juristisch abschmettern. Zwar ist dieser ungewöhnliche Fall nicht ohne gewisse Pikanterie, dennoch steht er exemplarisch für die Diskriminierung ganzer Gesellschaftsgruppen. Haben nicht auch »Mittellose« ein Recht auf ein wenig Lust und Liebe?

Alle wissen es! Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Robert Habeck. Unisono predigen sie seit Monaten, die Wirtschaft brauche Investitionsanreize und Unterstützung! In vielen Branchen der Wirtschaft knackt es im Gebälk. Allenthalben wird geklagt, debattiert, diskutiert und nachgedacht, wie man die Konjunktur nach der Pandemie und der grünen Ofenbedrohung beleben könne. Im Falle des nämlichen Sozialfalles hätte man parteiübergreifend beweisen können, wie ernst den Politikern Reformen sind.

Und nun verhindern deutsche Sozialämter schon kleinste Ansätze marktbelebender Maßnahmen. Immerhin denken die Grünen darüber nach, unseren Flüchtlingen monatliche Gutscheine für Liebesdienerinnen zukommen zu lassen. Selbst das freischaffende Gewerbe der Bordsteinschwalben spürt die lahmende Konjunktur.

»Sex sells«, lange Zeit Inbegriff jeder Verkaufsmetapher, ist inzwischen durch die Werbung so stark überfrachtet, dass sie kaum noch als Anreiz zum Konsum taugt. Männer, die noch vor wenigen Jahren reichlich Kleingeld in den Taschen hatten, von dem ihre Frauen nichts wussten, haben dem Rotlichtmilieu den Rücken gekehrt und sich dem Internet zugewendet. Grund! Sie sind arbeitslos und müssen ihr freudloses Dasein nun in kahlen Wohnungen fristen. Doch auch Inflation und die Pandemie hat tiefe Schneisen in Branche verborgener Lustbarkeiten geschlagen.

Der Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit, unsozialer Gesetzgebung und Diskriminierung alleinlebender Ehemänner liegt auf der Hand und bleibt nicht ohne gesamtgesellschaftliche Folgen. So sind auch die Damen des Gunstgewerbes gezwungen, sich etwas einfallen zu lassen, wollen sie einigermaßen unbeschadet den sich den abzeichnenden Niedergang der deutschen Wirtschaft überstehen. Mit dem sogenannten »Sozialswinger« könnte man unbillige Härten abfedern.

Kleinanzeigen wie: „Mona feucht und willig“ oder „Chantal, großes Herz - kleine Titten“ reichen nicht mehr aus, dem Geschäft frischen Wind zu verleihen. Spots heimischer Kosmetikfirmen lassen sich mit ein wenig Pragmatismus und Phantasie leicht in die Horizontale übertragen. »Come in & find out« scheint mir ein passendes Motto zu sein. Auch das wenig erfolgreiche »Plan & Spar-Paket« oder das "49-Euro-Ticket" der Bundesbahn böte sich an, in der Erotik-Branche mit Erfolg umgesetzt zu werden.

Sieben Tage vorher buchen - bei Mona sparen. Man schafft damit solide Planungssicherheit und größere Transparenz hinsichtlich Auslastung und Kundenterminierung. Selbstredend würde eine Stornogebühr von 50 Euro fällig, ginge der Frühbucher statt zur dunkelhaarigen Mona zur blonden Chantal oder zur brünetten Anouschka mit den vollen Brüsten.

»Du kommst als Fremder und gehst als Freund« sind überkommene Werbetexte, auf die kaum noch ein Mann reagiert. »Table-Dance« mit günstigen Bierpreisen sind Ladenhüter, Eroscenter, in denen sich die leicht geschürzten Damen im Fast-Food-Stil zum hastigen Konsum anbieten, zum Lustkiller geworden. Rabattsysteme sind in! Selbst mein Friseur hat die Zeichen der Zeit erkannt und trägt den immer enger werdenden Brieftaschen Rechnung.

Für jeden Haarschnitt gibt es von meinem Friseur einen Bonuspunkt. Ist ein Heft vollgeklebt, werde ich einmal umsonst gebürstet. Kundenbindung nennt man dieses Marketinginstrument. Mona & Chantal könnten sich auf ähnliche Weise einen festen Kundenstamm sichern, auf den sie auf Dauer bauen könnten. Aber was nützen innovative Vorschläge, wenn sich die Sozialämter quer stellen.

In Anbetracht leerer Kassen und gekürzter Spesenbudgets dürften auch Gruppentarife oder Mengenrabatte kein Tabu sein. Die Lufthansa ist ein ideales Vorbild moderner Kundenwerbung. Ähnlich wie beim Viel-Flieger-Ausweis könnten Mona und Chantal dem »Frequent- Popper« ein »Card-System« anbieten. Beim Besuch der Entspannungsräume wären Serviceleistungen eingeschlossen, die es sonst nur gegen saftigen Aufpreis gäbe. Erlangt ein Dauergast die »Gold-Card«, käme er in den Genuss des »Senator-Service«.

Für den devoten »VIP-Klienten« wäre beispielsweise eine Stunde Käfighaltung mit anschließender Auspeitschung oder das Fesseln mit Handschellen am Heizungsrohr als kostenlose Zusatzleistung denkbar. Der anspruchsvolle Kunde mit hyperaktiver Libido und ausgefallenem Geschmack griffe dagegen zum »Fit for Fun-Arrangement«. Die siebzehn Stellungen des Kamasutras mit partieller »Wellness-Behandlung« oder »Tantra-Massagen« mit finaler Handentspannung sind Ansätze, mit denen man interessante Marktsegmente hinzugewinnen und Geschäftsfelder erweitern könnte.

Auch bei Autovermietern lassen sich jede Menge Anregungen aufgreifen. Schnäppchenjäger können im Internet unter www.mona&chantal.de preisgünstige Angebote und Termine auswählen. An messe- oder kongressfreien Tagen werden nur geringe Bereitstellungspauschalen fällig. Mit aggressiven Slogans wie »We try it harder« wird dem Sachbearbeiter während seiner Mittagspause ein verlockendes Preis/Leistungs-Verhältnis geboten. Für den kleinen Quicky zwischendurch, so wird die schnelle Nummer auch für den schmalen Geldbeutel erschwinglich. Will man mehr anlegen, sind Leihsklavin und Andreaskreuz im »Leistungs-Bundle« mit Handschellen, Klistierbehandlung, SM-Gewichten und Gynäkologenstuhl zusätzlich buchbar.

Ähnlich wie in der Automobilbranche, deren Zulieferer aus logistischen Gründen in unmittelbarer Nähe der Fertigungen produzieren, haben sich die Damen inzwischen im Umfeld großer Flughäfen niedergelassen. Dort sind sie auch deutlich besser positioniert. Mit DIN-zertifizierten Angeboten wird dem eiligen Manager – sozusagen »just in time« nicht nur bequemes »Relaxing« schmackhaft gemacht, sondern er kann sich dabei auch auf gleichbleibende Qualität verlassen.

»FUCK & FLY« oder »POP & WEG« böten sich als griffige Formeln an. Sie implizieren zügige Abfertigung und bevorzugten Service, die den Aufenthalt bis zum Connecting-Flight freudvoller gestaltet. In Anlehnung an „Miles & More“ könnte man auch die Variante: „zweimal zahlen, dreimal relaxen“ denken. Nun ja, ich bin ehrlich, welcher Mann bringt das schon…!

Gerade in Zeiten großer Verunsicherung bei Konsumenten und Investoren, würde ein positives Signal seitens des Verwaltungsgerichtes Ansbach einen Wirtschaftsimpuls ausgelöst haben, wäre man dem Sozialhilfeempfänger hinsichtlich seiner Grundbedürfnisse entgegengekommen. Ein entsprechendes Kostenübernahme-Konzept, am runden Tisch mit Vertreterinnen des »Gunstgewerbeverbandes (GGV)« und des Sozialministeriums erarbeitet und ratifiziert, hätte möglicherweise zur Folge, dass eine große Anzahl perspektivloser Arbeitsloser neue Motivation durch Lustgewinn würden schöpfen können.

»Jetzt vögeln, später zahlen« würde nicht nur – davon bin ich überzeugt -, enormen Zulauf auslösen und die Zufriedenheit einer ganzen Gesellschaftsschicht verbessern, sondern auch zu entspannteren Bewerbungsgesprächen führen und Einstellungschancen erhöhen. VW-Manager haben es doch längst vorgemacht. Hier höhere Arbeitszufriedenheit, dort höheres Selbstwertgefühl, eine Kombination, die zukunftsweisende Ansätze geboten hätte. Aber diese Chance hat das Verwaltungsgericht leichtfertig vertan!

Aber wie steht es eigentlich um unsere Frauen? Haben sie nicht ebensolche Bedürfnisse wie die Männer? Gibt es unter ihnen nicht auch eklatante Sozialfälle? Von Männern verlassen, alleinerziehend, arbeitslos? Wie mir scheint, sind Wirtschaft und Politik auch in diesen Fällen aufgerufen, gangbare Lösungen anzubieten. Männliche Arbeitslose in gutem gesundheitlichem Zustand und solider Vitalität gäbe es genug. Bei ein wenig gutem Willen seitens des Gesetzgebers und vernünftiger Koordination beidseitiger Grundbedürfnisse könnte das Arbeitsamt – kostenredundant -, wie ich meine, mindestens 30% aller männlichen Erwerbslosen unbefriedigten und vernachlässigten Frauen zuführen.

In Frage kämen alle gut gebauten, junge Männer im Alter zwischen 28 und 42 Jahren, denen ein 8-stündiger Arbeitstag nicht zumutbar wäre. Stattdessen böte sich an, das Selbstwertgefühl jeder perspektivlosen Menschen dahingehend zu unterstützen, sie regelmäßig in Fitness-Studios mit anschließender Solarbestrahlung zu schicken. Ich befürchte nur, solch wegweisende Ideen, seien sie auch noch so naheliegend, würden wie so oft im Dschungel der Bürokratie sang und klanglos scheitern.

Kehren wir zurück zu den Ungerechtigkeiten dieser Welt und zur Elite der Gesellschaft, die jene Art Lustbarkeiten nach wie vor von der Steuer absetzt. Sozialverträgliche Vorgehensweisen bedeuten in einem intakten Gesellschaftsgefüge eine sozial gerechte Verteilung. Dies kann den Damen im Rotlichtgewerbe nicht egal sein, und so haben sie sich längst dem Druck des Marktes gebeugt und an allen Flughäfen Deutschlands ihre Arbeitszentren eingerichtet.

Durchaus verständlich, wie ich meine. Aus dem Blickwinkel der Gewinnmaximierung bestechen geringer Arbeitsaufwand und effiziente Abläufe, zumal der eilige Kunde auf dem Inlandflug ohnehin keine großen Ansprüche an Ausstattung und Accessoires stellt. Die Preisgestaltung beim Spontan-Popper kann verständlicherweise nicht so flexibel gestaltet werden, wie im „Long-Term-Sex-Booking-System“ – kurz „LSBS“ genannt.

Immerhin könnte der Kunde auf diese Mosaiksteine einer durchstrukturierten Leistungspalette bauen, ohne seinen Bausparvertrag zu beleihen. Mona & Chantal machen den Weg frei, vorausgesetzt, das Konto auf der Volksbank ist gedeckt oder das Sozialamt übernimmt die Kosten.

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