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Die Reinwaschung des Intendanten und seines potjomkinschen Senders

 Alles Schall und Rauch? Lügengebäude? Fake-News? "Wir jubeln Ihnen keine Meinung unter", so die persönliche Reinwaschungsoffensive des ARD-Chefs Kai Gniffke. Ja, der Mann ist beeindruckend, wenn er sich mit moralisch hochwertigem Habitus, Betroffenheits-Timbre und Glaubwürdigkeitsmiene ins Zeug wirft, um die Unabhängigkeit seines Senders zu unterstreichen. Appelativ und eindringlich hat er nun seinen Redakteuren und Berichterstattern die persilweise Absolution zu erteilt. Hält der Mann uns für deppert?

Ein scheinbar harmloser Vorfall, über den die BILD heute berichtete, scheint in der Chef-Zentrale Panik ausgelöst zu haben. Der Intendant höchstselbst sah sich genötigt - wohl auch, weil seine Hütte brennt -, aufklärend einzugreifen. Zu spät, mein Lieber...! Und überflüssig dazu.

Die WDR-Produktionsassistentin und Moderatorin Hannah Mertens spielte für einen „Tagesschau-Beitrag“ über die Preis-Aktion bei Penny eine zufällige Supermarktkundin. Man wollte bei Penny abklären, ob Kunden bereit wären, den doppelten Klima-Preis für ein herkömmliches Schnitzel zu bezahlen. Selbstredend folgte Regie und Inhalt streng der „lauterbachschen Erdverglühungsrichtlinie“, indem die Pseudo-Kundin die „Weltuntergangs-Aufschläge“ gut fand.

Der Konzern verlangte „testhalber“, wie die Zentrale bestätigte, unverschämt hohe Fleischpreise, die bei der Berücksichtigung aller durch die Produktion verursachten Umwelt- und Gesundheitsschäden berechnet werden müssten. Freudig und mit selbstkritischer Stimmlage gab Frau Mertens dem Kamera-Kollegen anlässlich der Penny-Aktion zur Antwort: „Es regt zum Nachdenken an." Ach was...! Ich kann mich nicht entsinnen, jemals beim Einkauf von Putenschenkeln angesichts eines überteuerten Preises ans Klima gedacht zu haben - schon eher an die preiswertere Konkurrenz gegenüber.

"Normalerweise denkt man ja nicht darüber nach, dass Fleisch so und so viel Aufschlag hat.“ Es folgt ein naiver Augenaufschlag. Klappe zu, die suggestive Botschaft der staatlich erwünschten Propagandashow war im Kasten. Bei so viel Unverfrorenheit möchte man die Sendeanstalt mitsamt ihren Redakteuren ..., nein, ich sags jetzt nicht.

Solche und ähnliche Showaktionen sind seit mehreren Jahren keine Einzelfälle, die versehentlich passieren, auch wenn dieser staatsdienernde Fernseh-Fatzke das schäbige Theaterstück in die Kategorie „menschlicher Fehler“ einordnet. Nun ja, freche Lügen, Vergesslichkeit, Gesinnungsterror und Meinungsmanipulation sind in der ARD und dem ZDF längst feste, agitatorische Bestandteile der links-grünen Politpropaganda.

Ohne Zweifel werden heute über die öffentlich-rechtlichen Einrichtungen mehr professionelle Fakes mit enormem technischem Aufwand produziert und verbreitet, als es in den Netzwerken je möglich wäre. Man könnte Dutzende aktuelle Beispiele aufzählen, angefangen bei der Berichterstattung im Ahrtal bis hin zu dramatisierten Wetterberichten. 

Vor wenigen Tagen stieß ich auf die Headlines deutscher Zeitungen, die da lauteten: Sizilien kann nicht mehr atmen. Palermo von Großfeuern eingeschlossen – 48 Grad Hitze. Von Feuer, himmelhohen Rauchschwaden und Atemlosigkeit ist nichts zu sehen. Die furchterregenden Feuersbrünste fanden nur in den deutschen Fernsehsendern und Zeitungsblättern statt. Dort allerdings fressen sich, selbstredend klimabedingt, meterhohe Flammen in atemberaubender Geschwindigkeit in Richtung Flughafen, an dem ich gerade von Deutschland kommend hereingeschwebt bin.

Bis kurz vorm „Touchdown“ befürchtete ich noch, ich müsste bei meiner Ankunft zu Hause in Castel di Tusa mein Hab und Gut in Sicherheit bringen. Doch beim Anflug über die halbe Insel konnte ich nicht einmal das kleinste Flämmchen entdecken. Ich schaue am gleichen Tag bei angenehmen 32 Grad Sommerwärme von meiner Dachterrasse in Richtung Palermo. Hinter mir in 2 Kilometer Entfernung haben ein paar Bauern ihre Felder abgefackelt, so, wie sie es hier schon jahrhunderte lang praktizieren.  

Kehren wir zurück zu unserem ARD-Regierungsknecht Gniffke und dessen Botschaft ans Fernsehvolk. Sein larmoyant-vorwurfsvoller Unterton in seiner Ansprache transportierte im Subtext eine klare Schuldzuweisung an die allmählich überhandnehmenden Ungläubigen und Kritiker: „Glaubt doch diesen Idioten in den Netzwerken nicht, die uns -, der ARD und ihren Journalisten permanent unterstellen, wir seien staatsgelenkt und würden Weisungen aus Berlin erhalten.“ Ja, von wem denn sonst, Herr Gniffke?  

Die Nerven liegen blank in den Sendern. Nikolaus Brender, ehemaliger ZDF-Chefredakteur, erklärte es 2012 einmal so: "Auf der einen Seite gibt es das geschriebene Recht. Es sind Sonntagsreden von Freiheit und Unabhängigkeit. Auf der anderen Seite haben wir eine Wirklichkeit, - eine Freiheit, die Handschellen trägt und sich keineswegs so gestaltet, wie sie im Grundgesetz beschrieben ist."

Ohne Zustimmung der politischen Gremien wird bei den Öffentlich-Rechtlichen kein hoher Posten vergeben. Ein Blick in die Personalliste der Verwaltungsräte und der Beiräte gibt sehr schnell Auskunft, woher der Wind weht. Dort sitzen sie, die Ministerpräsidenten und geben je nach Bundesland die Richtung vor. Da gibt es nichts zu diskutieren. Den Beinamen „Lügenpresse“ haben sich die Medien, auch dank einer monströs übergriffigen Politik, hart erarbeitet.

Nikolaus Brender arbeitete zehn Jahre als Chefredakteur des ZDF, dann durfte er nicht mehr weitermachen, weil die CDU-Mehrheit im ZDF-Verwaltungsrat ihn nicht mehr haben wollte. Es fehlte an Regierungskonformität – will heißen: Wer nicht funktioniert, muss gehen. Ein falsches Wort, ein falscher Zungenschlag oder auch ein dummes Statement reicht aus, und Karriere, Einkommen und Ruf sind ruiniert.

Das Publikum wendet sich schon lange ab, weil es kaum noch geneigt ist, irgendetwas zu glauben, was in den Sendern politisch oder gesellschaftlich vermittelt werden soll. Selbst die verkündigte Uhrzeit ist inzwischen zweifelhaft. Nikolaus Brender sagt dazu: "Die Politiker funken in unsere Programme und Inhalte hinein, so lange niemand dagegen protestiert. Die Sender geben sich dagegen unabhängig. Da kann es nur Verlierer geben.“

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Kommentare

  1. Die Vertreter des WDR und anderer entsprechender Lügenmedien werden häufig auch als Presstetuierte oder Journutten betitelt ,also mit Prostetuierten gleichgesetzt .Diese Vergleiche finde ich beleidigend und herabwürdigend ,denn die meisten Huren haben einen wesentlich besseren Charakter und sind meist moralisch noch nicht so tief gesunken.

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