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Caren Miosgas trauriges Tribunal

Die Vorsitzende Richterin Miosga und ihre beiden Chefankläger, bewaffnet mit ihren Anklageschriften auf Handzetteln, während es der vorgeladene Delinquent vorzog, sich in freier Rede zu verteidigen. Das klassische Show-Gedöns, in dem drei oder vier Polit-Hyänen auf ein Opfer losgelassen werden, um den Zuschauern, gemäß dem schwarz-rot-grün-gelben „Sende- und Erziehungsauftrag“ zu demonstrieren, was, wie und wann sie gefälligst zu denken oder nicht zu denken haben.   

Ich wills vorwegnehmen. Das Echo der Medien und die Kommentare strammer Lummerland-Ideologen aus dem grünen Saftladen fiel vernichtend aus. Auch die Enttäuschung schreibender Triebtäter und grüner Hardcore-"Humanisten" mit Hang zum Kreuzzug gegen Andersdenkende ließ nicht lange auf sich warten. Die Headlines der renommierten Schmierblätter machten keinen Hehl daraus, dass sie Tino Chrupalla am liebsten am Ast einer stämmigen Eiche hätten baumeln sehen. In Ermangelung an einer entsprechenden Baumflora im Studio wurde nichts draus.

Caren Miosga dagegen hat sich den Zorn aller grünen Hardliner der ideologischen Glaubensbrüder und -schwestern zugezogen, weil sie nach deren Geschmack mit der Ausgeburt rechtsextremen Gedankengutes zu freundlich umgegangen sei. In den Netzwerken bekam die Moderatorin folgerichtig ihr Fett weg. Der Journalismus-Professor Tanjev Schultz kommentierte kurz und knackig: „Geplänkel, Wohlfühltalk, Chrupalla kann locker parieren, weil es ständig um Krah geht (der gar nicht in der Runde sitzt).

Der Prozessverlauf, auch das darf man konstatieren, glich eher einer "Mach-mich-nicht-nass-Veranstaltung", denn sie war geprägt von der Tatsache, dass einerseits der abwesende Beschuldigte Dr. Maximilian Krah (AfD) an den Pranger gestellt und der ersatzweise Angeklagte Tino Chrupalla dafür angeklagt wurde. Nur diese Berufs-Giftspritze Nadine Lindner, Journalistin, Hoftrompete und ultragrüne Prokuratorin, schoss sich mit ihren haarspalterischen Vorwürfen auf Chrupalla ein. Wie schon gesagt: ersatzweise. 

Denn die alimentierte „Staats-Flöte“ Lindner zitierte mit dem Impetus der verbalen Sippenhaft verbissen aus Maximilians Krahs Buch „Ein Manifest“, der sich dort auf die „Einwanderung“ von sogenannten Fachkräften bezieht. Sie beugt sich über ihren schriftlichen Diskreditierungsleitfaden und suchte nach einem schwerwiegenden Anklagepunkt. Dann legte sie Chrupalla zur Last, dass Dr. Krah auf Seite 47 etwas von "Remigration nicht Integrationswilliger und -fähiger Menschen" und „vom Volk als Schicksalsgemeinschaft" geschrieben habe.

Das inhaltliche Niveau könnte man mit einer Matapher in etwa so beschreiben: Eine phobische Reinlichkeitsfanatikerin tadelt die Ehefrau ihres Nachbarn wegen unmöglicher Tischmanieren, weil der Ehemann vor zwei Jahren in einem Restaurant beim ungestümen "Einzutscheln" seiner Spaghetti eine heftig wirbelnde Nudel aufgrund unkontrollierter Zentrifugalkräfte die Bluse einer 5 Meter entfernt sitzenden Tischnachbarin mit Tomaten-Sugo besudelte.

„Fragen Sie doch Herrn Krah", respektive den Kerl mit den Spaghetti und der Tomatensauce! Chrupalla macht dann unmissverständlich seinen Standpunkt klar. Fachkräfte ja! Bessere und intensivere Aus- und Weiterbildung deutscher Nachwuchskräfte, ja! Mehr Frauen in Arbeit, ja!  Sozialbesucher und einwandernde Bürgergeld-Experten, nein!“

Gleich darauf entwickelt sich auf der Seite der Grünfaschisten eine Art Werbe-Veranstaltung für Mitarbeiter-Marketing in Afrika, bei der sich auch Joe Kaeser, früherer Siemens-Chef und heutiger Aufsichtsratsvorsitzende der Siemens Energy AG, einschaltete. „Wir wollen ein weltoffenes Land sein, in dem sich Fremde und zukünftige Arbeitskräfte, die wir dringend benötigen, auch wohlfühlen und bleiben wollen.“ Doch der implizite Vorwurf in Richtung Chrupalla, bei dem ein weichgespülter Kaeser dem anwesenden AfD-Politiker Fremdenfeindlichkeit vorwarf und überdies menschenfeindliche „Remigrationsbestrebungen“ unterstellte, geriet zum veritablen Eigentor.

„Deutschland befindet sich in einer wirtschaftlich prekären Lage und treibt ungebremst auf eine De-Industrialisierung zu“, so der gewiefte AFD-Vorsitzende. „Wenn es in Deutschland so weiter geht, wird es bald soweit sein, verehrter Herr Kaeser, dass auch Sie keine Arbeitskräfte mehr benötigen. Immerhin haben Sie bei der Siemens Energy gerade 7.800 Mitarbeiter weltweit und 3.000 Mitarbeiter an den Standorten Erlangen, Görlitz und anderen Betriebsstätten entlassen.“ Doppelwumms! Das hatte gesessen.

Sofort schaltet sich Hard-Core-Nadine ein und warf Chrupalla in perfektem Grün-Sprech vor, „dass man eine gleichförmige, dass man eine homogene Gesellschaft haben möchte, die idealerweise - ich sage es jetzt einfach mal so - idealerweise weiß ist, und das kommt an allen Stellen in Ihrer Partei durch.“

Man sieht vor seinem geistigen Auge, wie die Regie auf den Knopf der Applausmaschine drückt. Denn angesichts solcher Argumente käme kein lebendiges Publikum auf die Idee, aus eigenem Antrieb zu klatschen.

Nicht nur ich bekomme Bauchgrummeln, wenn jemand „einfach mal etwas so sagt“. Der Zusatz "einfach mal so" weist nahezu immer darauf hin, dass sich in solchen Oberstübchen nicht besonders viel abspielen kann. Vor allem dann nicht, wenn die Person in freier Interpretation dessen, was sein Gegenüber vielleicht gedacht haben könnte, als „gesagt“ in den Mund legt.  

Von weißen Menschen habe er gar nicht gesprochen, konterte Chrupalla, der kurz zuvor die Zuwanderung von Afrikanern kritisiert hatte. Er habe prinzipiell nichts gegen Ausländer. Viele Mitglieder und Wähler seiner Partei seien Migranten. Lindner hätte gerne geantwortet. Leider ist es bereits 22.45 Uhr, und die Sendung ist vorbei. Zum Glück, möchte ich hinzufügen.

Auch hier wieder das ernüchternde Fazit: Am Ende dieser einseitigen Schwurbelshow ist wieder einmal eine Chance vergeben worden, über die AfD fair, aber auch kritisch zu informieren. Wirklich heiße Eisen wurden weitgehend vermieden. Kein Wunder, wandeln sich doch die Zeiten. Und was, wenn die AfD die nächsten drei Landtagswahlen gewinnt und Ministerpräsidenten stellt? Da heißt es jetzt in den Sendern und bei den Moderatoren: Einen Gang zurückschalten! Wer weiß schon, was uns dann blüht?

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Kommentare

  1. Was macht es für einen Spaß, solche Kommentare von dir zu lesen,einfach herrlich!!!Mit Witz und Intelligenz, vielen Dank dafür!!!

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  2. Bravo, Claudio Michele Mancini.

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  3. Bravo, Claudio Michele Mancini.

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  4. Der Auftrag von Medien ist eine an die Allgemeinheit gerichtetes, inhaltlich vielfältiges Programm sowie eine möglichst flächendeckende Übertragung sicherzustellen. Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks leitet sich aus Art. 5 Abs.1 Satz 2 des Grundgesetzes ab, der die Presse- Rundfunk- und Filmfreiheit regelt. Der öffentliche-rechtliche Rundfunk ist zur Ausgewogenheit verpflichtet, um Meinungspluralität zu erzeugen.
    Stattdessen wird uns seit Jahren einen grünneutralen ÖRR geboten! (Achtung: Ironie)
    Ich kann jeden verstehen, der sich weigert, Zwangsgebühren zu zahlen. Begründung: Der Vertrag wird von staatlicher Seite nicht eingehalten.

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  5. Der eigentliche Sinn und Zweck dieser erbärmlichen Veranstaltungen ist doch nur: "Quote machen". Mit den üblichen Wohlfühlquenglern, die in sicherer Runde - mit sichtbarem Schaum vor dem Mund - eingeblendete Bilder und Statements angeifern, ist eben kein Staat mehr zu machen. Aber wenn der Gottseibeiuns höchstpersönlich erscheint, wird das treue, gut erzogene, gläubige Zuschauervolk wachgerüttelt. Das MUSS man doch gesehen haben ... nich wahr?
    Miosga: Kinn hoch, die Augen halb geschlossen, von ganz oben herab, spuckt ihre Thesen zum Gegenüber - genauso(!!) sieht es aus, wenn man an einer Meinung interessiert ist. Ich gebe mir diesen Schmutz nicht mehr. Ist mir längst vergangen. Die " Welt"-Veranstaltung hat da völlig ausgereicht.
    Aber sicher bekommen alle Schmutzfinken, "Herausfinder" und "Nazi-Steller" eine fette Prämie vom Sender - endlich haben einmal mehr als trölfundzwanzig Zuschauer eingeschaltet ...

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  6. Meines Erachtens hat sich Chrupalla viel zu sehr in die Defensive drängen lassen. Diese dämlichen TV-Duelle mit AFDlern laufen doch immer nach Schema F ab .1 AFDler muß gegen 3 oder mehr Gegner antreten und wird von den Moderatoren pausenlos mit Aussagen von anderen Parteimitglieder konfrontiert ,die sich oft erst einmal schräg anhören. Ich würde mich zunächst einmal weigern, allein dort hinzugehen und dann den Moderatoren sofort unmißverständlich klarmachen ,daß ich nicht bereit bin derartige Aussagen öffentlich zu kommentieren. Allgemeine Umgangsformen verbieten es im Arbeits- und Geschäftsleben schließlich auch über Aussagen von eigenen Gruppenmitgliedern ,Kollegen oder Vorgesetzten öffentlich Kommentare abzugeben .Denn in Wahrheit interessieren die Moderatoren nicht die Meinungen des AFDlers zu den scheinbar schrägen Aussagen anderer Parteimitglieder (sie könnten diese ja auch direkt befragen ) ,sondern sie wollen lediglich den Befragten verunsichern und in die Defensive drängen. Ich meine, daß alle Führungskräfte der AFD sich dessen mal bewußt werden müßen und sich diesbezüglich auf eine Linie im Umgang mit diesen Schmierenkomödianten der ÖRR einigen sollten.

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