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Bundeswehr-Stadt-Guerilla wird von der Polizei beschossen.

Wer da glaubt, in Deutschland gäbe es Grenzen beim gelebten Wahnsinn, der irrt. Was ist geschehen? Im Dunkel der Nacht schlich ein halbes Dutzend vermummter Gestalten in Tarnkleidung und mit Schnellfeuergewehren im Anschlag durch das malerische Dörfchen Altenerding, robbten im Schutz der Vorgärten durch oberbayerische Hecken und Gemüserabatten und nahmen den Feind ins Visier. Im gespenstisch anmutenden Szenario arbeitete sich der schwer bewaffnete Stoßtrupp geräuschlos von Haus zu Haus in Richtung Metzgerei Niederlechner und dessen Dorfwirtschaft.

Wie es schien, war eine islamistische Kampfeinheit aus Tripolis kurz davor, im gnadenlosen Häuserkampf die Kleinstadt im Handstreich einzunehmen. Ratternder Schusswechsel riss Anwohner aus dem Schlaf. Gewehrsalven hallten durch die kleinbürgerliche Dorfidylle. Diffuse Gestalten huschten, die Deckung von Buchen- und Eichenstämmen am Rande der Straße nutzend, von Baum zu Baum, andere Terroristen verschanzten sich dagegen hinter Mülltonnen und hinter den Ziersträuchern in Hauseinfahrten. Drei, vier Schüsse peitschten durch die Nacht, während verängstigte Bürger hinter den Vorhängen das Geschehen auf der Straße beobachteten und in Panik die Polizei alarmierten. Minuten später rückten sie an, die Ordnungshüter, mit zuckendem Blaulicht, Sirene, aufheulenden Motoren und "dem ganz großen Besteck!"

Beamte hechteten mit gezückten Waffen aus ihren Fahrzeugen, verschanzten sich erst hinter Müllcontainern und näherten sich in geduckter Haltung Meter für Meter dem Geräusch des nächtlichen Scharmützels. Die Sachlage war unklar und maximal unübersichtlich. Aus dem Garten von Alois Hinterhuber blitzte aus der dichten Ligusterhecke ein Mündungsfeuer auf, während drüben, von der anderen Seite aus der Garageneinfahrt von Sepp Obermoser der Kontrahent das Feuer mit einem wütenden Feuerstoß erwiderte. Korbinian Lechleitner, gerade zum Polizeiobermeister befördert, ballerte, bäuchlings unter einem parkenden Auto liegend, mit seiner Dienstwaffe ins gegnerische Gebüsch. Ein markerschütternder Aufschrei ertönte. Treffer, murmelte Korbinian selbstzufrieden und lud nocheinmal durch.

Eine Befehlsstimme brüllte: Stoooppp. Feuer einstellen …! Seid’s ihr wahnsinnig …! Ein Oberleutnant der Bundeswehr stürzte mit wild fuchtelnden Armen auf die Dorfstraße. „Das ist doch nur eine Übung, ihr Arschlöcher …!“, schrie er mit sich überschlagender Stimme in Richtung Polizeibeamten. Feldjäger rasten mit ihren geländegängigen Jeeps herbei. In der Ligusterhecke jammerte das angeschossene Opfer. Tumult auf Erdings Straßen. Um den Ortskern waren Straßensperren errichtet worden und Scharfschützen an den Ausfallstraßen postiert. Altenerding war hermetisch abgeriegelt. Und nein, man hält das alles im Kopf nicht mehr aus.

Denn schnell stellte sich heraus: Bei den wild herumballernden Gestalten in Tarnkleidung handelte es sich nicht um Fundamental-Islamisten und auch nicht um mehrere verfeindete Clans aus Duisburg und Berlin. Und abermals nein, die vermeintlichen Syrer wollten auch nicht den kleinen oberbayerischen Ort Altenerding einnehmen. Es waren Bundeswehrsoldaten, die mitten im „Söderland“ einen erbitterten Häuserkampf übten. Die Ostfront wurde kurzerhand ins Oberbayerische verlegt. Die Polizei freilich hatte keine Ahnung, was sich in Altenerding abspielen sollte und frönten kurz vor Mitternacht dem Weißbier am Stammtisch beim Huberwirt. Die Dorfbewohner übrigens wussten auch von nichts und schauten mehrheitlich den Tatort im Ersten. 

Die Großübung „Marshal Power“ musste jäh abgeblasen werden. Der Soldat in Alois Hinterhubers Gebüsch hatte einen Streifschuss an der Wange erlitten und war nur haarscharf einem Kopfschuss des Ordnungshüters Korbinian entgangen. Nicht nur der Soldat, sondern auch wir Bürger müssen dankbar sein und können erleichtert aufatmen, weil unser Polizeiobermeister vermutlich nicht nur die letzten Pflicht-Schießübungen geschwänzt hatte und - so hörte man, er auch von drei Feierabendbieren gehandicapt war und deshalb nicht in der Lage gewesen sein soll, mit seiner Pistole eine präzise Zielaufnahme vorzunehmen.

Nicht auszudenken, hätte der Polizist den Soldaten mit einem Kopfschuss exekutiert. Nicht auszudenken, wenn Alois Hinterhuber mit seinem Dackel, der nachts gewöhnlich pieseln muss, beim Gassigang zwischen die Fronten geraten wäre. Ich will mir auch nicht ausmalen, was angesichts der hirnrissigen Aktion hätte alles passieren können, wenn beispielsweise ein Dorfbewohner seinen bissigen Rottweiler von der Leine gelassen oder ein passionierter Jäger aus schierer Panik seine Schrotflinte aus dem Waffenschrank geholt hätte, weil er seine Familie verteidigen wollte.

In den Medien spricht man nun von einem „bedauerlichen Missverständnis“, gar von einem irrtümlichen „friendly fire“. Ich aber frage mich, was in Deutschland los ist. Die geheime Bundeswehr-Operation „Marshal Power“ endete nicht nur als wahnwitzige Groteske, die zwar glimpflich ausgegangen ist, sie macht die halbe deutsche Nation sprachlos. Die andere Hälfte der Nation nimmt diesen Vorfall achselzuckend zur Kenntnis, zumal sie Schießereien und Straßengemetzel in ihrer Heimat kennen. Behördlicherseits spricht man jetzt von einer „Fehlinterpretation“, weil ein Polizist den Kerl im Gebüsch ins Visier genommen hat, der den Feind vor Alois Obermeiers Garage mit wilden Feuerstößen außer Gefecht setzen wollte.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen, was sich in unserem Land gerade abspielt. Kriegsgefahren allenthalben, selbst Erding ist nicht sicher. Da kommt nicht nur bei der Bundeswehr aktionistische Euphorie auf, es steht sogar zu vermuten, dass Boris, Agnes, Roderich und andere kampfaffine Landesverteidiger den Russenangriff auf Oberbayern in aller Heimlichkeit schon mal prophylaktisch von Spezialkräften üben ließen. Natürlich sollte der gemeine Bürger nichts davon erfahren. Erstens wärs dann keine Überraschung gewesen, und zweitens: Was solls, wenn den Bayern versehentlich ein paar Kugeln um die Ohren fliegen.

Die Tatsache, dass unsere verantwortlichen Politiker den ungeheuerlichen Vorgang bis zur Unkenntlichkeit herunterspielen, verharmlosen, von Irrtum und Versehen sprechen, Medien gar von einem bedauerlichen Missverständnis berichten, zeigt überdeutlich, in welchem kognitiv verwahrlosten Zustand sich Regierende und ihre Behörden befinden müssen. „Wir spielen einfach mal einen russischen Überfall auf Bayern durch.“ Denn nur Übung macht den Meister. Natürlich unter Einhaltung maximaler Geheimhaltung. Sogar die Polizei darf von solchen Operationen nichts wissen. Wo kämen wir auch hin, wenn die Polizei, der Russe und vor allem auch der Polizeiobermeister Korbinian von einer hochgeheimen Kriegsübung in Wind bekommen hätten?

Und die Bürger? Ach, ich vergaß …., die geht das ja nichts an und die 8.000 Erdinger Einwohner schon gar nichts. Auch dann nicht, wenn schwer bewaffnete Bundeswehrstoßtrupps in Schulhöfen, Kleingartenanlagen und Kindergärten nächtens mit Schnellfeuerwaffen durch Grasnarben, Thuja-Hecken und Blumenbeeten robben, weil der putative Feind aus Minsk und Novosibirsk bei Oma Lechleitner in der Bahnhofstraße lauert. 

Truppenübungsplätze? Gibt es die nicht mehr? Wer weiß das schon so genau? Vielleicht findet die nächste realitätsnahe Übung in Bochum, Recklinghausen oder Berlin- Neukölln statt. Ich fürchte allerdings, dort käme es zu blutigen Missverständnissen innerhalb der heimischen Bevölkerung. Weder Polizei noch die Bundeswehr hätten auf den arabisch dominierten Straßenzügen und Schlachtfeldern nichts zu lachen. Nein, man hält das alles nicht mehr aus! Wann wird Deutschland endlich wieder normal.

                                            

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Kommentare

  1. Die deutschen Sicherheitskräfte sind eine Gefahr für sich und für andere, außer natürlich für Straftäter.

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