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Joe Biden – umzingelt von Telepromptern und Notärzten

US-Präsident Joe Biden leitete den Nato-Gipfel ohne Patzer, lauteten die Kommentare nahezu aller Medienanstalten und Nachrichtenblätter. Die erlösende Botschaft an die Welt, dass der senile Heilsbringer aus den USA, mit „kraftvoller Unterstützung“ von einem halben Dutzend Teleprompter, seine markigen Botschaften unter die Bündnispartner verbreitete, verdient bereits höchste Anerkennung. Alleine: Die Frage bleibt offen, ob er auch wusste, was er sagte.

Dass Joe seine Rede dank einer ausgefeilten Technik in ganzen Sätzen vortragen konnte, ist nicht die einzige Sensation der pompösen Veranstaltung gewesen. Auch die Tatsache, dass er sich auf der Bühne nicht verirrt und ohne Betreuer das Mikrofon am Rednerpult gefunden hat, darf als Beweis angesehen werden: Hier haben wir es mit einem großen Mann zu tun, der die Werte unserer westlichen Welt verteidigen und das Böse ausmerzen wird.

Wenn Joe, dem Hohepriester des Friedens, Freiheit, der Demokratie während seiner Verkündigung eine gewisse Anspannung anzusehen war – wie unsere linientreuen Nachrichtenblätter einräumten, schien man die Sache dennoch im Griff zu haben, denn die bereitstehenden Notärzte mussten nicht einspringen. Nichtsdestoweniger schwitzten die US-Betreuer im abgedunkelten Hintergrund Blut und Wasser, stand doch zu befürchten, dass Joe sich mitten in seiner Rede möglicherweise wortlos verabschieden und den Ausgang ins Visier nehmen würde.

Es versteht sich von selbst, dass Festakte von dieser Bedeutung nur dann von der breiten Bevölkerung der westlichen Bündnispartner eine hohe Aufmerksamkeit erfahren, wenn der Rahmen und die Botschaft stimmt. Mit Waffen Frieden schaffen. Das beutet ja nicht mehr und nicht weniger. Je mehr Waffen, desto mehr Frieden. Dann aber würde das in der Konsequenz auch bedeuten: Je weniger Politiker, desto weniger Krieg und desto weniger Tote. Denn weder der Bäckermeister aus Herne, noch die Metzgerei-Fachverkäuferin in Gelsenkirchen, die Verkäuferin einer Klamotten-Boutique in der Innenstadt von Ovelgönne oder der Herrenfriseur in Oberschönmattenwag kämen auf den Gedanken, Kriege anzuzetteln oder Putin niederzuringen. Nein, das ist auch hierzulande eher die Domäne einer grünen Friedenspartei mit Hang zur Rettung von in Not geratener Meerschweinchen oder sozial-affiner und humanistischer Feindbildstrategen wie beispielsweise in der FDP, SPD oder CDU. Schwamm drüber.

Im Andrew W. Mellon Auditorium der US-Hauptstadt Washington, ein Ort, an dem am 4. April 1949 das Gründungsdokument der Nato unterzeichnet wurde, übertrugen die wichtigsten Propagandasender Amerikas und Europas den entschlossenen Willen des greisenhaften aber unermüdlichen Kämpfers, das Böse aus dem Osten – genauer gesagt – Wladimir Putin, notfalls auch unter Inkaufnahme der völligen Zerstörung Europas, endgültig niederzuringen.

Millionen Menschen an den Bildschirmen durften in vorschriftsmäßiger Ehrfurcht und wohligem Erschauern die Würdigung der größten und wirksamsten Verteidigungsallianz in der Geschichte der Welt miterleben. Der Bürger der westlichen Welt – also die Guten – sind endlich nach Joe`s Rede imstande, die medial aufgeblasene Selbstbeweihräucherung der anwesenden Staatsführer mit ihren Kriegsministern als das einzuordnen, was sie wirklich ist, nämlich der Garant dafür, dass unsere Zukunft in den Händen von Politikern liegt, die noch alle Sinne beisammen haben. 

USA, Deutschland, Rumänien, die Niederlande und Italien – kündigten die Bereitschaft an, zusätzliche Luftverteidigungssysteme und Patriot-Batterien, die von den Vereinigten Staaten, Deutschland und Rumänien gespendet wurden, dem Idioten in der Ukraine zur Verfügung zu stellen. Auch die Niederlande wollen ihm möglicherweise Komponenten liefern, um ein weiteres Patriot-System zu betreiben, hieß es. Neue Militärhilfen von 40 Milliarden Euro und weitere bilaterale Sicherheitszusagen für Kiew sollen in Aussicht gestellt werden. Immerhin, die Polen zeigen vorauseilende Verteidigungsbegeisterung, verkündeten sie doch, dass sie gerne schon mal russische Raketen abschießen würden, wenn man sie ließe. Nun ja, was tut man nicht alles für den Frieden.

Und damit dieser ukrainische Dummkopf optimal motiviert ist, den Stellvertreterkampf gegen das Böse - also den Putin -, weiterzuführen, schickte Joe noch eine unmissverständliche Drohung hinterher: „Unsere Botschaft an Moskau und die Welt ist klar: Unsere Unterstützung für die Ukraine ist stark und standhaft.“ Putin soll die Formulierung nicht nur als den unerschütterlichen Kriegswillen aller Nato-Mitglieder verstehen, die Formulierung ist sozusagen eine geballte Breitseite in Richtung Russland mit multiplem Appellationscharakter.

Westliche Bürger sollen angesichts des Treffens der politischen Schwergewichte dieser Welt das Gute, Richtige und Wahre unserer Friedensverteidiger und Demokratiebewahrer erkennen und mit tiefster Überzeugung und vollem Engagement zu Gunsten weiterer Waffenlieferungen und Geldgeschenken auf den eigenen Wohlstand verzichten. Denn wer bettelarm ist, zieht auch in den Krieg, zumal er nichts zu verlieren hat, außer sein Leben, das er fürs Vaterland und die USA opfert. Die Bürger sollen zudem davon überzeugt werden, dass die markige Botschaft panische Angst im Kreml auslösen wird und russische Soldaten an der Front die Hosen voll haben und geschlossen Fahnenflucht begehen.

Nato-Generalsekretär Stoltenberg warb derweil für Beitritte weiterer westlicher Ländern und deren Engagement. Raketen, Haubitzen, Millionen von Geschossen, modernste Kampfjets und Panzer sollen helfen, den Weg zur Integration der Ukraine in den Verbund der moralisch Guten zu ebnen und Frieden und Wohlstand über den Kontinent bringen. Es müsse „Klarheit und Entschlossenheit“ gezeigt werden.

Im Anschluss heftete der Joe, der tattrige Heilsbringer, mehrere Minuten lang dem scheidenden Stoltenberg das „große Band am Kronorden“ ans Revers, weil die Krankenbetreuer versäumt hatten, auf dem Teleprompter die Funktion des Verschlusshakens des Ordens abzubilden. Die Dankesode, bestehend aus einem Haupt und einem kurzen Nebensatz, konnte Joe, ganz gleich, in welche Richtung er blicken sollte, zur Erleichterung aller, wiederum fehlerfrei von 4 Bildschirmen ablesen.

Zum Glück, das möchte ich hier abschließend bemerken, gibt es für Stoltenberg noch keinen Nachfolger. Bleibt zu hoffen, dass im Falle des russischen Sieges, der möglicherweise noch vor der Wahl des nächsten US-Präsidenten errungen werden könnte, Joe Biden bis dahin vergessen hat, wo sich der rote Knopf im Atomkoffer befindet.  

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