Die Widerstandskräfte eines waidwund geschossenen Keilers sind enorm, zumal die Wild spürt, es geht ums Leben. Im Todeskampf mobilisiert das angeschossene Wildtier seine letzten Kräfte, wenngleich es ahnt, dass es vorbei ist. Wollen wir es doch offen aussprechen: Ein angeschossener Eber kann kreuzgefährlich werden, wenn man ihn lässt.
Auch deshalb erklärt sich, weshalb seine Rotte sowohl vor dem Keiler als auch vor dessen Jägern in heilloser Flucht das Weite sucht, um nicht selbst als Braten auf einem SPD- oder AfD-Teller zu landen. Immerhin beteiligen sich ganze Heerscharen grüner Treiber an der Jagd und blasen mit Inbrunst die Jagdhörner.
Das Szenario ist vergleichbar mit der CDU, die instinktiv spürt, dass sie - angeführt von ihrem Chef, - in einer Falle sitzt, aus der es kaum noch ein Entkommen gibt. Fritz, der Keiler kämpft bereits mit allen Fasern seines Überlebenswillens gegen sein unausweichliches Ende. Zu allem Unglück musste er nun vorgestern feststellen, dass die eigene Rotte ihn nicht nur im Stich lässt, sondern sich in höchster Not auch noch gegen ihn stellt.
Die jungen Wilden versagten vorgestern Friedrich Merz im Freizeitpark Rust die Gefolgschaft. Was dort geschah, könnte die Überschrift „High Noon“ im badischen Erlebnispark tragen, in dem Sherif „the lonesome Fritz“, ohne Bewaffnung für Recht und Ordnung sorgen wollte. Sagen wir es einmal so: Die JU empfing den Kanzler mit Eiseskälte, versagte ihm jeden Applaus und verabschiedete ihn mit einer schallenden Ohrfeige. Die Reaktion? Ja, eben genau die eines in die Enge getriebenen Keilers. Angriffslustig, arrogant, anmaßend, überheblich und mit aufgeblasenen Backen.
Kommen wir zurück zur Jagdgesellschaft. Ein geflügeltes Wort heißt: Viele Hunde sind des Hasen Tod. Im Falle Friedrich Merz handelt es sich um eine gnadenlose Treibjagd, bei der auf dem einen Hochsitz seine Jäger Lars und Bärbel und auf dem zweiten Ansitz hinter einer Brandmauer Alice und Timo lauern. Und nicht nur das! Und während Franziska und Felix mit ihren Schrotflinten im Anschlag im grünen Unterholz liegen, ertönt aus allen Himmelsrichtungen das Kläffen der hechelnden Meute.
Fritz - der Keiler, geschwächt von zu falschen Versprechungen, Unvermögen, dummen Fehlern und zu häufigem Versagen sucht das Wunder, ach, was sag ich, den rettenden Ausweg und das rhetorische Schlupfloch, durch das er entwischen und das rettende Ufer der Legislaturperiode erreichen könnte.
Dummerweise hat sich Merz durch sein fehlendes Gespür für die Bedürfnisse der eigenen Parteigenossen den maximalen Unmut zugezogen, da sie nicht mehr bereit sind, ihr eigenes Fell zu opfern. Nennen wir die Dinge doch beim Namen: Was sich Friedrich Merz in den letzten Wochen leistete, würde man nicht nur in Gerichtskreisen als Bankrottverschleppung bezeichnen. Das bewerten auch 72 Prozent der wählenden Bürger nicht anders. Ganz gleich, ob es sich um die Migrations-, Energie- oder Zeitenwende, den Bürokratieabbau, den Rentenumbau oder Stärkung der Wirtschaft handelt, nichts von alledem zeigt auch nur im Ansatz die Auswirkung einer Verbesserung. Im Gegenteil.
Unternehmen fliehen zuhauf ins Ausland. Steuereinnahmen brechen signifikant ein. Gleichzeitig legen sich die Behörden richtig ins Zeug und werden bis zum Jahresende mehr als 40.000 Migranten eingebürgert haben. Die Firmen-Insolvenzen in Deutschland erreichen nie gekannte Höhen. Knapp 400.000 Arbeitsplätze wurden im Jahr 2025 durch eine katastrophale Energie- und Steuerpolitik vernichtet. Über 2 Billionen Euro Kredite belasten den Staatshaushalt. Und nun drohen bei einer Verschleppung der Rentenreform nicht nur weitere 140 Milliarden Euro Kreditaufnahmen, sondern möglicherweise 500 Milliarden, sollte die rote Bärbel unserem Fritz den Blattschuss verpassen und ihr Rentenpaket durchsetzen, ohne die massiv verfehlte Ausgabenpolitik zu korrigieren.
Ich wills mal so sagen: Es hat sich ausgemerzt. Fritz dürfte als deutscher Bundeskanzler mit der kürzesten Amtszeit in die Analen der Bundesrepublik eingehen und damit das Prädikat "Volkspartei" verloren gehen und für die CDU zur Geschichte werden. Jetzt schon kursiert bei den Regierenden als lebensrettende Idee der Begriff „Minderheitsregierung“, zumal im Osten der Republik für die AfD Zustimmungswerte zwischen 30 bis 40 Prozent prognostiziert werden.
Machiavellis
Schriften werden sich in Bälde bestätigen: je schwächer der Anführer, desto mehr
Gegner finden sich und desto massiver und abrupter wird der Sturz des großen Zampano. Es ist
vorbei, Herr Merz, auch wenn Sie sich mit letzten Kräften an ihr Amt klammern. Aus dem Jagdhorn ertönt längst das Halali. Wünschenswert wäre der sofortige Rücktritt des Kanzlers ohne "Fortune", ohne Kompetenz und ohne Glaubwürdigkeit, denn die hatte er bereits mit Antritt des Amtes komplett verspielt. Alles was jetzt folgt, bedeutet Siechtum der Industrie und Leiden für die Bürger.
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Nach dem Peter-Prinzip steigt in einer Hierachie jeder bis zur Stufe seiner Inkompetenz. Merz ist jedoch ein lebender Beweis dafür ,daß dieses Prinzip zumindest in der Politik nicht stimmen kann ,denn er ist bereits weit über die Stufe seiner Inkompetenz hinaus aufgestiegen .Gleiches gilt sinngemäß für die meisten "Eliten" der Kartellparteien.
AntwortenLöschenNach Machiavelli ist auch all diesen Luschen kaum noch zu helfen ,denn ein dummer Fürst wird selten klug beraten.