Fast könnte man meinen, dass sich die Geschichte in Deutschland gerade wieder einmal wiederholt. Als der Stasi-Chef Erich Mielke in seiner Rede am 13 November 1989 vor der DDR-Volkskammer den Abgeordneten zurief, „Ich liebe alle Menschen!“, schlug ihm höhnisches Gelächter entgegen. Es dauerte genau noch 4 Tage, dann war Erich nach seinem grotesken Auftritt weg vom Fenster. Heute hat Fritz, unsere semantische Hochleistungshülse, vor dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbund eine ähnlich amüsante Wortwahl gefunden, um seinem staatsmännisch vorgetragenen Reformstuss eine substanzielle Note zu verleihen. „Das ist alles keine Bösartigkeit von mir“, so die Umschreibung für seine Forderungen an die Bundesrepublik, die selbstredend Bürger, Steuerzahler, Leistungsträger und Gebühren-Entrichter auszubaden haben. Die gefloppte Spritpreis-Entlastung, die gescheiterte 1000-Euro-Prämie und die grün-rote Heckenschützen-Politik dürften ebenso in die Analen einer bejammernswerten Kanzler-...
Die Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und Rücksicht werden von der Verantwortung bestimmt. (Claudio Michele Mancini)