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Baerbock und Wadephul – Hochkaräter unter sich!

Ich wills mal so sagen: Früher …, ich meine, ganz viel früher, da brauste bei dem einen oder anderen deutschen Politiker ab und zu einmal dessen Ruf wie ein Donnerhall übers Land. Da sang man noch stolz „die Wacht am Rhein“ und es tönte: „wie Schwertgeklirr und Wogenprall“. Und heute …?

In Berlin hieß es: „Johann, spann den Wagen an!“ Der umtriebige und rastlose Wadephul, unser aktueller Außenminister, traf sich mit seiner „Ex“ in New York in ihrem neuen Büro! Halt …! Nein, natürlich nicht mit jener Dame, der er sich vor Jahren schnöde entledigt hatte, sondern mit Annalena, seiner Vorgängerin im Amt. Warum, wieso, weshalb, das vermag noch niemand genau zu sagen, - ist übrigens auch völlig Banane, zumal von den beiden  politischen "High-Performern" nichts Substanzielles zu erwarten ist. 

Nichtsdestoweniger wurden fürs Publikum, genauer gesagt für die Untertanen zu Hause, von Myriaden herbeischwärmender Reporter obligatorische Hochglanzfotos für die Imagepflege gefertigt. Unsereiner hat ja noch nie ein Büro von innen gesehen. Insofern war es schon spannend, endlich einmal Einblicke ins baerbocksche Machtzentrum zu bekommen. 

Man kommt neuerdings mit der Berichterstattung kaum noch hinterher, denn Johann jettet schneller über Weltmeere, Kontinente und entfernte Inselstaaten, als sich Annalena Baerbock schminken kann. Nach Lettland, Schweden, Ukraine und Iran zog es ihn mit einem kleinen Umweg über Brüssel nach Kenia und Äthiopien, machte sich von dort aus auf nach Indien, um den Ministerpräsidenten Modi für einige Stunden zu belästigen. Ehe man sich versah, setzte er seine Dienstreise fort. 

Ziel, ein völlig unbekanntes Atoll namens Niue in pazifischen Ozean, dessen Bevölkerung die Ankunft des deutschen Außenminister erwartungsvoll herbeisehnte. Bei seiner Ankunft musste Johann Wadephul feststellen: Er war nicht der Erste aus Deutschland, dem die Ehre des winzigen Eilands mit knapp 2300 Einwohnern zuteil wurde. Das Konterfei von "Johann dem Ersten", Kurfürst von Sachsen (1468-1532), hing hübsch gerahmt in der Präsidentenhütte. Gleich danach gings ab, nach China. Dort allerdings wollte ihn niemand sehen. 

Jetzt stattete er Annalena Baerbock im UN-Gebäude in New York einen Besuch ab, um der Ex-Kollegin in ihrem Wirkungskreis die Aufwartung zu machen. Es galt, das nagelneue Büro unseres Lenchens zu besichtigen. Gut, gut, ich will hier gerne einräumen, der Terminus „Wirkungskreis“ in Zusammenhang mit Annalenas völkerrechtlicher Schaffenskraft klingt ein wenig übertrieben. Sei es drum, jedenfalls trafen sich in den fernen USA zwei politisch Seelenverwandte, die sich nicht nur gegenseitig sympathisch, sondern auch irgendwie ähnlich sind.

Wie wir inzwischen den neckischen Videoclips aus Annalenas Büro entnehmen durften, verloren sich die beiden „High-Potentials" in der gemütlichen UN-Couchecke in tiefgründigen Smalltalks. Es sind gewissermaßen die intellektuell-defizitären Gemeinsamkeiten, die die beiden politischen Hochkaräter verbinden. Hier die völkerrechtliche Randerscheinung mit Sprachfehler, dort der marginal-erfolgreiche Minister mit dem Anspruch, einmal ganz groß herauszukommen. Vergebene Liebesmüh, so mein Eindruck, aber ich kann mich natürlich auch irren.

Immerhin, so können wir konstatieren, haben unsere Qualitätsmedien über die überaus wichtige Begegnung zweier Polit-Protagonisten in Amerika berichtet. Scheinbar gehört es zu unseren Menschenrechten, mit propagandistischem Müll andauernd zugeschüttet zu werden. Anders lassen sich diese Sendungen selbst beweihräuchernder Eliten nicht erklären. 

Werfen wir stattdessen einen Blick auf Annalena Baerbock, die, das möchte hier ausdrücklich betonen, als Vorreiterin und Mutter fehlgeschlagener Diplomatie gilt und große weltpolitische Fußabdrücke sowohl in China und den USA als auch auf nahezu unbewohnten Koralleninseln wie Palau hinterlassen hat. In diese großen Stiefel muss Wadephul erst noch hineinwachsen. Sprechen wir es doch offen aus. Erst, wenn sich Johann von seinen Konfirmanden-Anzügen trennt und sich endlich bei C&A ein paar ordentliche Klamotten verpassen lässt, bestehen realistische Chancen, dass er etwas darstellt. Doch zurück nach New York und der Ex-Außenministerin.

Insider führen Annalenas permanente internationale Wirkungslosigkeit auf ihre mangelhaften Englischkenntnisse zurück, die in Wahrheit nicht ausschlaggebend waren. Es waren vielmehr die im verstümmeltem Englisch vorgetragenen apodiktischen Forderungen mit feministischem Anspruch an mächtige Potentaten wie Putin, Xi Ping oder Trump. Ihre deutliche Kritik und an die Regierungschefs der Großmächte, dieselben möglichst zügig an  Annalenas moralischen-feministischen Kurs und an die vermeintlich deutschen humanistischen Werte und Standards anzupassen, hinterließen weltweit eine Schneise diplomatischer Verwüstung.

„Es ist großartig, Sie wiederzusehen, dieses Mal in Ihrer neuen Rolle“, schrieb Johann Wadephul (CDU) via Instagram. Ich wills mal so sagen: Da haben sich zwei Repräsentanten mit hohem politischen Versagenshintergrund gefunden, die sich in ihren wundersamen Karriere-Erfolgen suhlen. Die im Netz kursierenden Bilder und Videos geben Einblicke in die neue Tätigkeit unseres Fleisch gewordenen didaktischen Unfalls in New York. Dem legasthenischen Parvenü auf High-Heels und dem Besucher Wadephul folgten Journalisten und Kameraleute beim Gang durch das „Präsidenten-Office“, wie Baerbock es nennt. Understatement - ja, so kennen wir sie. 

Scherzhaft bezeichnet sie die überdimensionalen Räumlichkeiten als „sehr klein und fein“. Personen mit 25 verschiedenen Nationalitäten würden hier für sie arbeiten. Alle Wetter. Da fragt man sich spontan, wie Annalena in dem herrschenden Sprachengewirr klarkommt, zumal sie ja schon mit der eigenen Sprache fremdelt. Fazit: „Una faccia, una razza“ - sagen wir Sizilianer. Gleich und gleich gesellt sich gern! Schön, dass über diese wichtige Begegnung und Annalenas Büroräume so ausführlich berichtet wurde. Wir haben ja sonst keine Sorgen.

                                         

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