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Der genotzüchtigte Fernsehzuschauer

Ganz egal, ob wir vom Genossen Lars, von Worthülsen-Fritz oder Hard-Core-Bärbel erfahren, wie sie mit künftigen steuerlichen Strafmaßnahmen, Rentenkürzungen und einem knappen Dutzend weiterer einschneidender „Wohltaten“ Deutschland auf Vordermann bringen wollen, steht eines jetzt schon fest: Der politisch gut indoktrinierte Fernsehbürger fühlt sich angesichts der nervenzerfetzenden Nachrichten nicht nur von unseren dogmatischen Berufsversagern medial missbraucht.

Politik und Journaille lassen kaum eine Minute ungenutzt verstreichen, um uns das deutsche Armageddon als Schritt in die richtige Richtung zu verkaufen. Und während im politischen Berlin die Schlacht um die Brandmauer tobt, die Wirtschaft abschmiert, die Mehrwertsteuer erhöht wird, Hunderttausende Arbeitsplätze verloren gehen, bezichtigen Fritz und Lars ihre deutschen Bürger als stinkfaule Spezies. Natürlich ist an allem der Russe und neuerdings auch der Ami schuld. Am Krieg, an der Energieknappheit, an der Migration, am Klima und an der AfD.

Geht es nach dem Willen unserer Disziplinarvorgesetzten in Berlin, heißt es in Zukunft mehr und länger arbeiten, Gehaltsabtretungen zugunsten der Finanzbehörden, zusätzlicher Verzicht für humanitäre Versorgungszwecke der Migranten, natürlich auch für die Ukraine. Rentner werden noch mit 70 Jahren eingezogen und in die Schützengräben befohlen, um den Russenangriff abzuwehren. Gebisse und Brillen finanzieren wir in Zukunft selbst, notfalls werden wir auch Prothesen selber bezahlen. Selbstredend werden wir auf Meinungsäußerungen verzichten und bei der kommenden Wahl unseren Kanzler für die nächsten 4 Legislaturperioden im Voraus bestätigen. 

Als wenn das alles nicht schon genug wäre, lassen wir uns mitten im schlimmsten Klimanotstand von mehreren Millionen hilfsbedürftigen Sozialbesuchern ausplündern, wahlweise auch niedermetzeln, während uns gleichzeitig iranische Mullahs an den Tankstellen das Fürchten lehren. Wenn wir den Buckelwal Timmi nicht hätten, der gerade in der Ostsee um sein Leben kämpft, um uns wäre es schlimm bestellt.

Bei dem Ostsee-Drama können wir wenigstens mit Chips und Nüsschen auf der Couch entspannt in der ARD kollektiv mitfiebern und dem Wasserkoloss sämtliche Daumen drücken, dass er den rettenden Ausgang zu den Weltmeeren schafft. Hilfsweise können wir in unseren Wohnzimmern auch Menschenketten bilden. Die mediale Todesinszenierung dieses bejammernswerten Wals wird nur noch mit einer Bildsequenz von Fritz übertroffen, der mit dem bluttriefenden syrischen Topterroristen vor den Kameras posiert. Zugegeben, der Vertreter der abgeschnittenen Köpfe trägt nicht gerade dazu bei, dass uns vor dem Bildschirm das Abendessen noch schmecken könnte. Aber was tut unser aller Kanzler nicht alles für den Weltfrieden. 

Unterdessen berichtet das ZDF über echte Kriege, als wären es interessierende Computerspiele. Nur, hilft uns das weiter, wenn durch die Straße von Hormus nicht ein einziger Öltanker passieren darf? Wir können von Glück sagen, dass wir auf "Empfehlung" unserer grünen, roten und schwarzen Geisteselite auch gänzlich ohne Kern-, Gas- und Kohlekraftwerke auskommen. Ich bin guter Hoffnung, dass wir mithilfe der Grünen auch bald auf Strom verzichten können.

Sprechen wir es doch offen aus. All diese Ereignisse, die derzeit Deutschland erschüttern, würden wir nicht unbeschadet überstehen, wenn es da nicht den einen oder anderen unterhaltsamen Lichtblick gäbe. Denn seit einigen Tagen liegt der Nachrichten-Fokus auf den voyeuristischen Geständnissen und obszönen Bloßstellungen drittklassiger Aufmerksamkeits-Darsteller. Deep-Fakes mit lebensechten Fotomontagen mediengeiler C-und D-Promis, die erfolgreich ihrer Opfer-Prostitution frönen, verschaffen uns ein wenig Luft, um unseren Depressionen zu entrinnen. 

Der Hauch von Pornhub und Hamster liegt in der Luft. "Damen", die uns zwecks Optimierung des eigenen Opferprestiges schockieren und mit  atemberaubenden und sexistischen Enthüllungen empören. Collien Fernandes, Cathy Hummels und neuerdings auch Verona Poth, arbeiten mithilfe unserer Qualitätsmedien engagiert an ihrer „Mission Rampenlicht“. Männer sollen einerseits in die Knie gezwungen werden, andererseits uns ein wenig von den unerträglichen Panikattacken ablenken, ausgelöst vom heutigen Diesel-Preis von 2 Euro 67 an der Tanke. 

Wenn sich sogar Ricarda Lang bei „ntv“ in die Diskussion einschaltet, um das Täterparadies deutscher Männer in einen Rechtsstaat umzuwandeln, einem Staat, der die Würde und Freiheit von Frauen in sozialen Plattformen schützt, ja dann ist wirklich Matthei am Letzten. Wie in aller Welt will man 7 Millionen Migranten in ihre Heimat zurückführen, damit hier in Deutschland wieder Recht und Ordnung einkehren? Denn dort ist in Wahrheit der Hund begraben. Nein - die Sache ist aus dem Ruder gelaufen.

Was scheren uns hunderte Gruppenvergewaltigungen oder reale Femizide, tägliche Schießereien auf unseren Straßen, Raub, Mord, Totschlag und überwiegend migrantische Gewaltverbrechen, wenn im Prozess um den Polizistenmörder die saarländische Richterin Jenniver Klingelhöver den Angeklagten wegen Schuldunfähigkeit vom Mordvorwurf freigesprochen hat. Nun ja, wenn Achmed aus Izmir mit 17 Schüssen einen Polizisten an der Tankstelle niederstreckt, gelten natürlich andere Maßstäbe, als würde Peter aus Gelsenkirchen einen Abdulla in einer Shisha-Bar rassistisch beleidigen.

Wie ausgewogen und fein ausbalanciert unsere Justiz agiert, dürfen wir auch an den "unausgesprochenen" und wenig beachteten Kriminalfällen ablesen. Da sitzt ein alter, kranker Rentner mit Putschfantasien seit über 3 Jahren ohne Urteil im Knast und wird dort vermutlich sterben - doch keinen Menschen interessiert das. Stattdessen fabuliert das Erotikjournal-Model Fernandes über ihre digitale Vergewaltigung, und schon arbeitet die Justizministerin Deutschlands an der Entmündigung und der Kontrolle aller Netzwerkbenutzer.

Vielleicht haben wir Glück und es gibt am Montag die spannende Fortsetzung mit einer deutschen Botschaftssprengung durch einen palästinensischen "Freiheitskämpfer" oder mit einem erfolgsversprechenden Attentat auf den Papst. Würden unsere Erziehungssender nicht die eine oder andere freudige Nachricht aufgreifen, in der man über Fritz und Lars berichtet, die in der Gunst der Wähler nachhaltig an Boden verlieren, müssten wir verzweifeln.  

                                         

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