...nicht die Psychopaten, die Borderliner, Neurotiker oder Soziopathen sind unser Problem, es sind die Normalen, also die sogenannten Normopathen. Es handelt sich dabei um diese öden, blassen, blutarmen Gestalten mit harmlosen und nichtssagend wirkenden Gesichtszügen, an die man sich ums Verrecken nicht erinnern kann, obwohl sie uns in einem Zug der S-Bahn oder im Bus stundenlang gegenübersitzen.
Wir sprechen also über jene blutarmen, grün-angepassten Standardmenschen in unserer sogenannten „Normalgesellschaft“, die den Nonkonformisten auf den Wecker gehen. Die Bunt-Normalen frönen gemeinschaftlich dem geschmeidigen Duckmäusertum mit dem klammheimlichen Hang zur Denunziation, fürchten das Klima wie der Teufel das Weihwasser, retten mit Inbrunst gestrandete Wale und halten geflüchtete Analphabeten aus Marokko, Syrien, Eritrea und Palästina für Akademiker mit hoher sozialer Kompetenz. Und eine weitere Gemeinsamkeit zeichnet jene Spezies der Normopathen aus. Bloß nicht auffallen oder anecken und um Himmels Willen nichts Falsches sagen!
Wie kommt es nur zu solchen Entwicklungsstörungen, fragt sich der
Unnormale, oder sagen wir besser, der kritisch denkende Individualist. Die Antwort ist klar. Ein
Normopath wird bereits schon in den Windeln normiert, im Kindergarten geprägt,
in der Schule indoktriniert und pathologisiert. Spätestens beim Eintritt ins
Berufsleben hat er sich zu einem störungsarmen und stromlinienförmigen Mitmenschen entwickelt, - so möchte
man meinen. Der differenzierte Blick auf die Problematik gibt Aufschluss.
Wir kennen sie alle schon aus unserer frühesten Jugend. Schon in der Schule
waren sie als Abkömmlinge standardisierter Spießerfamilien angepasstes Mittelmaß, trauten sich nichts, redeten meist altklug
daher und waren hinterfotzig ohne Ende. Ich hab‘ solche Loser früher immer
prophylaktisch auf dem Schulhof verprügelt, danach ein zweites Mal, wenn sie
mich verpetzt haben oder mich nicht abschreiben ließen. Rückblickend verurteile ich
natürlich meine damaligen Vorurteile, obwohl ich schon damals recht hatte. Die
bleiben so, wie sie sind - bis ins hohe Alter.
Deshalb kann ich mich auch heute noch nicht für diese Daseinsformen indoktrinierter Angepasstheit erwärmen. Ich wills mal so sagen: Nach ihrer
Ausbildung finden diese nervenden Lebensformen während des Einkaufs bei
LIDL, am Tresen in der Wäschereinigung oder in einem Dritte-Welt-Laden die Frau fürs Leben.
Eine, mit der man am Wochenende nach dem Bad normalen Sex in der
Missionarsstellung hat und Sauberkeit hinterher über alles geht. Rufe, wie:
"Gibs mir Baby" hört man da eher selten, zumal Fenster, Gardinen und Rollläden hermetisch verschlossen sind. Schließlich muss die Nachbarschaft nicht alles mitkriegen.
Das Credo: Ordnung, Sauberkeit, Regeln und Anpassung ist das halbe Leben ...
Auf diese Weise machen sie auch Karriere, werden Buchhalter in der Finanzverwaltung oder Sachbearbeiter in örtlichen Gemeinde-Ämtern, widerstehen aus Schamhaftigkeit dem Bedürfnis, Ärmelschoner zu tragen, essen linksdrehenden Yoghurt und bevorzugen biologisch abbaubare Körnermischungen für das selbstgebackene Dinkelbrot. Politisch äußern sie sich nie, man könnte ja die Falschen gut finden. Außer, wenn es um Robert Habeck, das Klima und den sauren Regen geht.
Ihr Wort ist das
Evangelium, es sei denn, man ist zufälligerweise Grün, dann ist es eine Doktrin. Manche dieser Zeitgenossen können sogar ihren Namen tanzen und mithilfe anthroposophischer Bewegungskunst eurythmisch gegen rechts demonstrieren. Selbstredend wird der moralisch überlegene Normopath
ökologisch-winderzeugte Energie und Straßenblockaden von quer-gegenderten
Geschlechtsverirrten toll finden, bemerkt aber nicht, dass er als Normaler über
alle "Unnormale", also über jene, die es zu etwas gebracht haben im
Leben, vernichtende Urteile fällt.
Fragt man den Normopathen, warum sie tun was sie tun und so sind wie
sie sind, erhält man sicher die Antwort: "Es machen alle so", oder
"das kam im Fernsehen", aber auch: "...das habe ich in der
Zeitung gelesen." Er wird deshalb die Expertisen von Karl Lauterbach,
Claudia Roth oder ZDF-Autoritäten Dunja Hayali verinnerlichen und sich an ihre
Empfehlungen halten. Auch deshalb ist so ein Normopath absolut sicher, dass wir
bald wieder eine nagelneue Hanta-Pandemie haben, die tödlicher ist als alles,
was die Menschheit je erlebt hat und wir jemals erleben werden. Nickt man
zustimmend, dann ist er glücklich, der Normale, weil "normale
Meinungen" auch stets im Trend liegen.
Der "Normalo" ist ein klitzekleines bisschen kritisch, aber nicht allzu viel, in jedem Falle aber noch so, dass er das zuvor Gesagte oder behauptete sofort wieder zurücknehmen kann, sobald er es mit einem stabilen Charakter zu tun bekommt. Sicher ist aber, dass solche unscheinbaren Tröpfe ihre Kinder beim Fahrradfahren mit Schutzhelmen ausstatten, oder sie in kleine Anhänger setzen, die mit meterhohen, roten Signal-Wimpeln versehen werden. Wenn sie unter ihresgleichen sind oder ihnen nützlich erscheint, gendern sie sogar beim Radfahren. Beim Autofahren, was sie allerdings selten tun, halten sie sich grundsätzlich an alle Tempolimits, die sie in aller Regel um etwa 3 bis 5 Stundenkilometer unterschreiten. Sicher ist sicher.
Übrigens: Sie sterben unspektakulär am Herzinfarkt, wie die meisten ihrer Freunde, und
auf deren Grabstein steht: Er lebte still und unscheinbar, weil es so üblich
war. Damit liegen sie sogar noch als Leiche total im Trend. Von außen
betrachtet ist man nicht sicher, ob sie überhaupt gelebt haben, sofern man es
überhaupt bemerkt, und wenn doch, fragt man sich wie und warum.
Diese Normalen haben allerdings, ein schwerwiegendes Problem! Sie leiden
darunter, dass sie von Kritikern und denkenden Menschen nicht gemocht werden!
Somit hassen sie all die Andersdenkenden, die Kompetenten, die Gebildeten, die
Überlegenen und die Kritischen. Nichtsdestoweniger macht es sie wütend, wenn
sie aus ihrer Sicht überall von regellosen Chaoten umgeben sind, Leute, die
falsch parken, die auf Autobahnen immer links fahren oder beim Einkaufen
während der Rotlichtphase am Fußgängerübergang einfach über die Straße
latschen.
Nie würde es ihnen einfallen, mit Leuten zu reden, die die
Gesundheits-Booster oder den Mund-Nasenschutz verweigern, obwohl es von oben
angeordnet wurde. Auch nicht mit solchen Leuten, die randalierende
Schutzbedürftige in ihr Land zurückschicken wollen oder im Falle eines
Messermordes die Schuld beim Täter suchen, sollte er hinsichtlich seines Teints
ihre 3-wöchige Urlaubsbräune von Strand in Jesolo übertreffen.
Und dass unser Klima nur mit CO2-Steuern, Windrädern und neuen Öfen zu retten
ist, liegt ohnehin auf der Hand. Dann schnappen sie sich ihre Kinder und
verfrachten sie mit Sturzhelm in ihr Lastenfahrrad oder in den bewimpelten
Anhänger und nehmen Besitz von der dreispurigen Straße in der Innenstadt. Und
wehe, man kreuzt versehentlich deren Wege mit einem SUV oder einem
Sport-Kabriolett der Marke Porsche. Dann trifft jenen Umweltterroristen der
Bannstrahl maximalen Vorwurfs.
Aber wehe, das Fass läuft über, dann bricht es aus ihnen heraus, aus den
Normalen, dann wird so ein braver Bürger zur Furie. Ich wills mal so sagen: Mir
liegt es fern, diese wahnsinnig Normalen zu diskriminieren, sie sind
schließlich der Kitt unserer Gesellschaft. Sie sind die Fleisch gewordene
Existenzbedingung grüner Umweltkriegsführung und gleichzeitig das Synonym für
Unauffälligkeit, Waffenlieferungen in die Ukraine und Verbotsbefürworter der
AfD. Die wahnsinnig Normalen sind sozusagen das Passepartout, damit sich alle
Außergewöhnlichen auch wirklich wohlfühlen können, vor allem, wenn sie gerade
ihr Geschlecht gewechselt haben.
Formulieren wir es einmal so: Wahnsinnig Normale fallen zwar nicht auf,
aber sie können jederzeit und unvermittelt unberechenbar werden. Neulich hat
ein Mann in einer Kleingartenanlage eine dreiköpfige Nachbarsfamilie
erschlagen, weil er erst einen Migranten beleidigt hat und dann auch
angekündigte, er wolle das nächste Mal die AfD wählen. Alles spricht dafür,
dass dieser Mann wahnsinnig normal war. Man könnte sagen, etwa so normal wie
Böhmermann und sein Gagschreiber El Hotzo, der es sogar öffentlich bedauerte,
dass Donald Trump den Mordanschlag überlebt hat - nur eben früher grün und umweltschonend.
Und weil er kein Blut sehen kann und deshalb seinen andersdenkenden
Nachbarn auch nicht gleich erschlagen will, wird er ihn im Schutze der
Anonymität und unter Zuhilfenahme eines Pseudonyms in Netzwerken aus dem
Hinterhalt diskriminieren, diskreditieren und denunzieren - folgenlos, versteht
sich. Damit wird über die Hintertür das Mittelalter – also, der Pranger wieder
eingeführt, nur viel effektiver! Hat er sein Vorhaben umgesetzt, dann taucht er
wieder ab, der Normale und frönt seinem freudlosen Leben auf dem Sofa, ergeht
sich seiner normgerechten Lust und schaut sich die Talkshow von Markus Lanz,
Maischberger oder Illner an.
Ach,
was waren das noch Zeiten, als man solche pädagogisch geschulten
Umweltschädlinge noch auf dem Marktplatz für ein paar Stunden in einem Käfig
zur Schau gestellt, und sie nach Herzenslust beschimpfen konnte. Heute begegnen
uns diese harmlos wirkenden Zeitgenossen schon in den Klassenzimmern teurer Privatschulen. Alle aus gutem Elternhaus mit zumeist grünem
Erziehungshintergrund. Sie stacheln ihre Mitschüler dazu an, dem Lehrer,
Reißzwecken auf den Stuhl zu legen, um sie anschließend zu verraten. Dabei haben sie eine
diebische Freude daran, wenn der Täter zur Rechenschaft gezogen wird.
Heute ist ja alles viel schwieriger geworden. Die bedauernswerten „Abweichler“ von
der Norm, also AfD-Wähler oder Klimaleugner, sie werden mittels elektronischer
Medien immerhin schon weltweit geächtet – gewissermaßen mit Ewigkeitscharakter.
Irgendwie habe ich das Gefühl, die buntgrünen Normalen haben Freude an der Inquisition und
bemerken gar nicht, dass sie monströser sind, als gemeingefährliche Psychopathen. Ein Hoch der Normalität! Deshalb
auch ein Hoch auf die angepasste Presse und die braven
Gefälligkeits-Journalisten und ihre Leser. Mögen sie in der Hölle schmoren.
Normabweichendes ist für den „Normopathen“ ein einziges Ärgernis. So wandelt sich
jeder nicht ausgelebte Ärger in Aggression. Nach oben ducken, nach unten treten
und aus ihrer Anonymität heraus angreifen, das können sie. Sie halten es sogar
für ihr Recht. Sie schießen zwar nur mit Worten, aber mit Worten wie aus einer
Knarre. Und erst wenn klar ist, was ihre normalen Nachbarn so denken, sagen sie
in wohliger Atmosphäre von Gleichnormalen, was sie alles so Normales denken!
Ausländer müssen unbedingt menschenwürdig aufgenommen werden. Ohne Ausnahme. Alle. Und
Abschieben geht gar nicht, selbst wenn sie kriminell werden oder anderen auf
den Sack gehen. Schwamm drüber, der Normale geht sogar einen Schritt weiter.
Einheimische sind selber schuld an ihrem Scheitern. Im Zweifelsfall kennen sie
solche Leute gar nicht.
Ach, eh ich‘s vergesse, solche Leute würden natürlich auch nicht zu McDonalds gehen. Schließlich muss man sich gesund und glutenfrei ernähren. Nun ja, heimlich machen schon auch mal eine Ausnahme, - kurz vor Mitternacht steigen sie im Schutze der Dunkelheit in ihren Diesel-VW -, dann, wenn kaum noch jemand unterwegs ist und sie nicht Gefahr laufen, gesehen zu werden. Tja, was soll man sagen: Gegen die menschlichen Versuchungen und fleischlichen Bedürfnisse ist eben kein Kraut gewachsen.
Die Welt ist bunt und irgendwie
müssen wir uns mit den Normalen abfinden. Auch dann, wenn aus Richard jäh und
unvermittelt eine Ricarda werden sollte, oder aus einem hummeldummen
Nichtskönner ein Spitzen-Politiker. Und nun wissen Sie, verehrte Leser, weshalb
wir, die faulen Säcke und Work-Live-Balance-Fetischisten, von unseren
Regierenden und Parteifunktionären permanent gequält und belästigt
werden.
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