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Die heiße Kanzler-Luft auf dem Kirchentag - der Weihrauch hat sich verzogen.

Kinners, welch ein Auftritt! Der Katholikentag in Würzburg nahm Fahrt auf und die Lightshow auf der Sprecherbühne des Kongress-Centrums begann, begleitet von mystischen Sphärenklängen sanft-sakraler Harfenmusik. Im vollbesetzten Saal wabert über den Köpfen der Teilnehmer der Dunst von Weihrauch und Myrre. Bläulich-transparente Wölkchen steigen empor und verbreiteten einen mystischen Thrill.

Schemenhaft zeichnen sich die Konturen einer schlanken, hochgewachsenen Gestalt ab, die wie von Zauberhand menschliche Formen annimmt. Im Dunst materialisiert sich der Leibhaftige, - Fritz der Kanzler, über dessen kärglichen Haarbürzel am Stirnansatz eine glänzende Aureole schimmert. Aus dem himmlischen Empyreum des fernen Schwedens, dort wo die heilige Greta wohnt, schleicht sich der autistische Welt-Erretungs-Geist in  den "heiligen Kongress-Saal zu Würzburg". Dennoch, ein Ärgernis für Fritz - dem die Fanfarenklänge beim Kirchentag versagt bleiben.

Würde es nach dem Wunsch des alles überstrahlenden und einzigartigen Bundeskanzlers gegangen sein, es wäre alles genauso gekommen. Gönnerhaft würde "seine Selbstherrlichkeit Fritz" die Ovationen der euphorisierten Glaubensgemeinschaft entgegengenommen und sie mit dem Segen "Urbi et Orbi" und unter Missachtung aller 10 Gebote noch ein wenig in die Irre oder gleich ganz in die Diaspora geführt haben.  

Doch völlig anders als er erwartet hatte, ist die Selbstbeweihräucherung fehlgeschlagen. Schalmeien und Engelschöre - Fehlanzeige. Im Saal erschallten wütende Proteste, frenetische Schmährufe, gellende Pfiffe und Missfallens-Bekundungen. „Verschwinde!“ erklang es vielkehlig. Unchristliche Transparente wurden emporgehoben, Ablehnung allenthalben. Frevel, Tabubruch und Sakrileg feierten beim Auftritt unseres Kanzlers fröhliche Urständ. Es ist nicht das erste Mal, dass Fritz den lautstarken Unmut seiner Untertanen tadeln musste, die seit Wochen und Monaten dessen Unfehlbarkeit in Zweifel ziehen.

Und dann hub er an, der sakrosankte Kanzler und verbreitete das Wort. Ihm zur Seite saßen Amy Kirchhoff, Generalsekretärin und die geistliche Leiterin des "Bundes der Deutschen Katholischen Jugend", Lisa Quarch und lauschten der windigen Geräusche, die wie Blubberbläschen über die Kanzlerlippen perlten. Eigentlich hatte sich Fritz, der Unantastbare, vorgenommen, über die drängenden Fragen der Jugend und ihre Zukunft zu sprechen und Optimismus, Zuversicht und Hoffnung zu verbreiten. 

Indes, es misslang. Der Gebenedeite erging sich in heißer Luft und moralisierenden Phrasen, beschimpfte beiläufig den unseligen Donald jenseits des großen Teiches, warnte unsere Kinder vor unbedachten USA-Besuchen und stigmatisierte die unzähligen ehrenamtlichen Helfer in unserem Land als überflüssige Müßiggänger. Bedauerlicherweise hatte er versäumt, rechtzeitig ein Gesetz zum Applaus- und Jubelzwang einzubringen und bei vorsätzlicher Missachtung jede Beifallsverweigerung mit einem Bußgeld zu belegen. 

Unten, in der „katholischen Manege“, tumultartige Szenen -, die Gemengelage unübersichtlich. Auf dem Würzburger Katholikentag hatte sich nicht etwa die fromme Jugend Deutschlands oder vom christlichen Glauben erfüllte Kinder Jesu eingefunden, sondern mehrheitlich Klima-Chaoten, Umweltschützer, Erdverglühungs-Experten, gendernde Aktivisten, engagierte NGO-Fluchthelfer und Antifa-Pöbler. Das ließ in Anbetracht der ohnehin schon hundserbärmlichen Beliebtheitswerte des deutschen Kanzlers nichts Gutes verheißen. Denn auch die stehen mental mit dem baumlangen Kanzler auf Kriegsfuß.

Und während unser Fritz die frohe Botschaft der Sinnhaftigkeit über den Streit "seiner Demokratie" verkündete, am Rande sich selbst geißelte und seine mangelhaften kommunikativen Fähigkeiten bedauerte, darüberhinaus klagte, dass es ihm nicht mehr so richtig gelinge, die Menschen im Land zu erreichen, bemühten sich Polizeikräfte, das pöbelnde Publikum mit unchristlichen Methoden zum Schweigen zu bringen. Es dauerte Minuten, bis die uniformierte Staatsgewalt das fortdauernde Sakrileg respektloser Kanzlerschmähungen niedergeschlagen hatte. Es fehlten nur noch die Tomaten und die faulen Eier.

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob die Veranstaltung noch etwas mit den Begriffen katholisch, christlich, kirchlich, oder gar etwas mit innerer Einkehr oder geistiger Kontemplation zu tun hat. Nur so viel: Was, bitte schön, will ein deutscher Bundeskanzler bei einer christlichen Veranstaltung ungläubiger Katholiken? Und welche Rolle spielt die Kirche, die anstatt den Christenmenschen unbelehrbaren grünen Sekten-Anhängern, radikalen Sozialisten, Marxisten, Leninisten, Maoisten, ideologischen Spinnern und linkem Gesindel ein internationales Podium zu bieten.

Selbst die Kirche hat sich mittlerweile als willfähriger Büttel linker politischer Interessen entpuppt, die unter dem Deckmantel christlicher Nächstenliebe und scheinheiliger Frömmelei den gesellschaftlichen Niedergang billigend in Kauf nimmt. Schlimmer noch! Sie verheißen mit der Rettung der unkritischen Aufnahme und selbstlosen Versorgung aller Migranten in dieser Welt, sowie im Namen der gesamten Christenheit das Paradies, wohlwissend, dass dieser Wahnsinn den Suizid einer ganzen Gesellschaft bedeutet.

Man wünscht sich angesichts dieses unrühmlichen politischen Spektakels im religiösen Gewand das heilige Bimbam herbei. Politik und Kirche sind inzwischen zu konspirativen Komplizen geworden. Wenn man davon absieht, dass der Kanzler in unserem Land bestenfalls noch als zu groß geratener Pinocchio durchgeht, keinen politischen Fettnapf, keinen internationalen Affront und nicht eine einzige Brüskierung der Bürger auslässt, dürfen wir sicher sein, dass ihm irgendwann irgendein Kardinal den kirchlichen Segen erteilt und drei "Vater Unser" herunterbetet, sollte er sich der grünen und roten Ideologie weiterhin beugen.

Die undiplomatischen, verletzenden, ja sogar beleidigenden Einlassungen des Kanzlers beim Würzburger Kirchentag werden ganz sicher in den USA gehört und mit hoher Wahrscheinlichkeit unangenehme Folgen haben. Womöglich marschiert nicht der Russe, sondern Trump mit seinen Truppen in Deutschland ein. Fazit: Friedrich Merz ist, selbstredend mit dem Habitus eines großen Staatsmannes, bei Lichte betrachtet allerdings nur eine tragische Figur, der die Zeichen im eigenen Land nicht ansatzweise erkannt hat und nach wie vor bedenkenlos die eigenen Bürger nach Strich und Faden belügt. 

Ihm fehlen auch jedes diplomatische Geschick und jedes Gespür für nationale und internationale politische Untiefen. Er bringt es sogar mit spielender Leichtigkeit fertig, mit geschliffener Rhetorik und unvergleichlicher Eloquenz den mächtigsten Führern dieser Welt zu zeigen, dass er „die Hosen“ anhat. Esa kann nicht mehr lange dauern, bis Fritz, der Göttliche, den Heiligen Stuhl in Rom für sich in Anspruch nimmt und die AfD-Wähler aus der Glaubensgemeinschaft ausschließt. Der Herr möge ihm gnädig sein.

                                         

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