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Cems türkisch-schwäbisches Masterpiece - Die Wahl in Baden-Württemberg

Die Wahlen in Baden-Württemberg liegen nicht nur hinter uns, sie liegen jedem vernünftigen Wähler auch schwer im Magen. "Türken-Ötzi" hat mit dem perfektem Spracheinsatz eines biedermännischen Pseudoschwaben und unter Anwendung grün-kapitalistischen Gedankenguts den Kontrahenten aus der CDU um ein Haar niedergerungen, nichtsdestoweniger aber die Sozialisten pulverisiert. So sagt man. Nichts Genaues weiß man nicht!

Ich wills mal so sagen: Der noch nicht endgültig geklärte Wahlsieg über den CDU-Kandidaten Manuel Hagel und den noch weniger geklärten Sieg über die AfD (es gibtein paar Ungereimtheiten bei der Auszählung der AfD-Stimmen), lässt sich nur erklären, wenn man Cems osmanischen Karriereweg im Schwabenland gedanklich noch einmal Revue passieren lässt.

„Hollerö-… dill... -jööh, wie schallt es von der Höh…!“ In den Kopf drängte sich jedem Beobachter der grünen Polit-Show der berühmte Songtext "Der Watzmann ruft" von Wolfgang Ambros, als sich anlässlich der Bundestagwahl unser „Türken-Cem“ im zünftigen Bayern-Outfit, knorrigem "Schäferstock", Fernglas und Wanderstiefeln zur 1.100 Meter hoch gelegenen Sattelalm aufmachte. Hoch droben im Sudelfeld, dort warteten „Alm-Öhi“, der „Gaisen-Peter“ und die „Gailtalerin“ „mit den feuerroten Unterröcken“. Dort, am umwölkten Gipfel wollte Cem schon damals die ultimativen grünen Stimmen für seine Wahl sichern.

Das Lachen blieb einem bei der Polit-Inszenierung im Halse stecken, als sich unser ehemaliger Landwirtschaftsminister Cem Özdemir mit einem zufälligen Schnappschuss und mit einem "Griasts euch" an die Bauern seines Landes wendete und den bayerischen Ureinwohnern zeigte, was er doch für ein „gstandenes Mannsbild“ ist. Sodann präsentierte er sich den Fotografen. Der Schnappschuss sollte den in sich ruhenden Politiker zeichnen, so, wie er wirklich ist. Einer, der mit sich und der schroffen Bergwelt eins ist, der selbstbewusst das bayerische Kulturerbe zu schätzen weiß, in dem das Leben früher von harter Arbeit und Entbehrungen geprägt war. Nur gut, dass er nicht auch den bayerischen Königsjodler ins Tal gejauchzt hat.

Man konnte es ihm ansehen, diesem türkischen Louis Trenker, wie er gedankenverloren seinen Blick hinüber zum Wilden Kaiser schweifen ließ, seine Lippen schürzte und andächtig in breitestem Schwäbisch kumpelhaft murmelte: Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein. Filmschnitt: Schwenk der Kamera. Im Hintergrund schemenhaft der Hochsitz, von dem er noch kurz zuvor den majestätischen Adlerflug beobachtet hatte, der mit seinen weit ausgebreiteten Schwingen, scharf an schroffen Felskanten vorbei, ruhig seine Kreise zog. 

Die Zuschauer an den Bildschirmen zuhause konnten sich an einer türkisch-schwäbischen Schmonzette der besonderen Art ergötzen. Gämsen, Steinböcke und Murmeltiere stieben fluchtartig auseinander und suchten angesichts des gewaltigen Menschenauflaufs bei der konzertierten Berg-Erklimmung ihr Heil in der Flucht. Cem, ein grüner Influenzer, schmerzbefreit, sich jovial gebend und abgezockt. Alter Falter…! Das war schon damals Hardcore-Politik auf höchstem Niveau.

Eine perfekt inszenierte Polit-Suggestion in türkischer Tradition verwurzelt, verschmolzen im schwäbischen Timbre bayerischer Heimatverbundenheit und osmanischer Bodenständigkeit. Die Bilder zeigten die anfassbare Nähe eines zupackenden Politikers in unserer Republik und  sollten eine gelungene und vertrauenserweckende Assimilation des türkischstämmigen Cem an die deutsche Kultur vermitteln. Cem, ein Kümmerer wie aus dem Bilderbuch, der den renitenten CSU-Wählern seinen grünen Sinn des Lebens zum Garten Eden erhob, während draußen, im profan-irdischen Bunt-Leben, alles verboten wurde, was nicht niet- und nagelfest war.

Sein Besuch beim indigenen bayerischen Volksstamm auf einsamen Berghöhen im Chiemgau verbreitete, - ganz ähnlich wie bei skeptischen Urlaubern auf einem orientalischen Teppichbasar in Istanbul, eine gewisse Fraternisierungs-Penetranz, - aber egal...! Auf der berüchtigten Flaniermeile Istiklal im Herzen Istanbuls zerren die Händler auch jeden Deutschen Touristen in die Läden, um grüne Auslegwaren als hochwertige Perserteppiche zu verhökern. Im „Hier und Jetzt“ kümmerte sich Cem allerdings darum, medial aufgepeppt -, versteht sich -, dass die Magd oben in der "Hüttn" in Zukunft keine fossilen Brennstoffe im Bollerofen verheizt. Denn auch dort sollte, ganz nach Habecks Vermächtnis, eine schnucklige Wärmepumpe schnurren.

Selbstredend war der Tross von 32 hochbezahlten Fotografen und das 5-köpfige Kamerateam des BR, sowie die knapp 600 keuchenden Menschen im Schlepptau, die während der jährlichen Sattelalmbegehung in spektakulärer Bergkulisse die Abgeschiedenheit unberührter Landschaften aufsuchten, um dort den ganzheitlichen Sinn ihres grün-kontaminierten Daseins zu erfassen. Sodann erfolgte der politische Viehabtrieb, hinunter ins Tal. Allerdings, dem Zuschauer an den Bildschirmen vorenthalten, mit geländegängigen Fahrzeugen. Türken-Cems Fiktion, Illusion und Trugbild vereinigten sich für potenzielle Wähler im heimischen Wohnzimmer zur wählbaren Wahrheit.

Gleich nach dem unschönen Empfang in Chieming, bei dem Cem und Katharina von wütenden Chiemgauer Ureinwohnern aus dem Festzelt gepfiffen wurden, machte sich Cem seiner grünen Mission folgend auf -, zeitgleich mit dem „Bayernkönig Markus dem Ersten“ -, die steilen Pfade über unwegsames Gelände die urige Sattelalm zu erklimmen. Um ein Haar hätten die beiden auf dem Weg nach oben eine Edelweißblüte gefunden, (Der dafür zuständige Requisiteur des BR konnte keine rechtzeitig auftreiben).

Die Überraschung auf dem Berg dagegen war perfekt und erinnerte an das Märchen vom Hasen und dem Igel, denn der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber waren vorher da. Nur die grüne Katharina Schulze fehlte. Sie hatte Rücken, wie wir später erfuhren.

"Die da oben auf der Hüttn" waren an diesem regnerischen Mittwochmorgen ausnahmsweise einmal nicht Politiker, Ministerpräsident oder Bundeslandwirtschaftsminister. Es waren Simulanten mit schauspielerischem Geschick, bei dem der schlichte Bürger die echte Volksnähe unserer Berg-Elite körperlich erdulden durfte. Beim kritischen TV-Konsumenten regte sich allerdings eher der Brechreiz. "Bewundernswert, wie die Minister die Sattelalm bei Brannenburg erklommen haben", erklärt ein zünftig aussehender Wanderer dem "zufällig" anwesenden Reporter der Süddeutschen Zeitung, der ebenfalls ganz „zufällig“ seine Fotografen mitgebracht hatte.

"Es sind die Almbauern, die ihre Chance nutzten, mit der Politik und ihren Vertretern ins Gespräch zu kommen", schrieb ein Journalist später in der "SZ", ohne dabei zu erwähnen, dass in der Hütte „hoch droben“ schon seit Jahren keine Sau mehr war, auch kein Bauer, nicht einmal eine Sennerin. Von roten Unterröcken will ich erst gar nicht reden. Denn die Hütte wird seit Jahr und Tag, genauer gesagt seit 2003, nicht mehr bewirtschaftet. Aber das wiederum wissen nur Einheimische. Was erfinden Politiker vom Schlage Cem oder der Hofreiter-Toni heutzutage nicht alles, um sich Entschlossenheit, Bodenständigkeit und Volksnähe zu verleihen, um Wählerstimmen zur Sicherung ihrer Existenz und ihrer Diäten einzuheimsen. 

Die schön ins Bild gesetzten Schimären wurden an jenem Tag der Bergbesteigung für die Wähler Realität. Hier in der unberührten Natur gilt nur das Wahre und Echte, das war Cems Botschaft. Und hoch droben erwartete den Naturburschen Izmir-Ötzi eine zünftige Brotzeit, - bei der "Gailtalerin" - so die Anlehnung an die Legende. Cems rehbraune Augen und sein sanfter Blick verloren sich in der entfernten Zinnen-Kulisse der gewaltigen Gebirgskette. Jetzt galt es nur noch, trockenen Fußes über den Eisbach zu kommen. Dafür hat die Partei-Regie in aller Eile mit frisch geschlagenem Holz eine nagelneue Brücke bauen lassen, während bayerische Hochalpen-Sherpas zentnerweise Foto-Equipment hinterherschleifen. 

"Der Wolf ist eine Herausforderung", sprach Özdemir mit ernster Miene in die Micros und zu dem nicht anwesenden Bergbauern-Publikum. Er will sich dem Abschuss nicht in den Weg stellen, wenn Wölfe Probleme machten. Ließ er die beifällig nickenden Medienschleimer wissen. Dann wendete Cem gedankenverloren seinen Blick zurück in Richtung Almhütte. "Ich werde euch nicht daran hindern, den Wolf abzuschießen", ruft er den Almbäuerinnen und Almbauern zu und winkt hinüber ins Ungefähre, wo gerade unbeteiligt eine Kuh zufrieden im Gras liegend wiederkäute. Das leise Rattern von Dutzenden Schnellauslösern der Kameras durchschnitt die Alpenruhe und fing die unverbrauchte und unberührte Landschaft mitsamt den schwäbelnden Özdemir gekonnt ein.

Ich wills mal so sagen: So einem, wie diesem Ötzi, dem darf man jederzeit zutrauen, auch in Baden-Württemberg, vor den Ruinen der abgewrackten Porsche-, Mercedes- und Bosch-Werke, eine perfekte grüne Welt zu inszenieren. Klappe zu, Affe tot. Trotz der Vermischung türkischer DNA mit schwäbischer Landsmannschaft wissen wir noch nicht, welche ethnischen Besonderheiten in naher Zukunft dominieren werden, um das Ländle endgültig niederzuringen. Ich sehe es kommen, Stuttgart wird bald pleite sein.

                                        

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