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Klima-Karl – Ist er ein Fall für die Psychiatrie oder ein verkanntes Genie?

Klima-Karl hat mal wieder zum ultimativen Rundumschlag ausgeholt. Es ist evident! Nach zwei Jahren konsequenten, gesundheitspolitischen Einsatzes an der Virenfront, präsentiert Corona-Titan Karl Lauterbach, ausgestattet mit gestärkter, kognitiver Desorientierung seine neuen Zwangsmaßnahmen für eine nachhaltige Bekämpfung deutscher Volksgesundheit. Es geht vorwärts in unserem Land.

Abwarten macht keinen Sinn mehr, ließ er kürzlich Dutzende Pressevertreter unseres Landes wissen. Der internationale Hitzenotstand müsse sofort ausgerufen werden. Die Expertenkommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dürfe angesichts der gesundheitlichen Notlage und 60.000 Hitzetoten nicht länger zögern und müsse, ähnlich wie bei der Corona-Pandemie, sofort angemessene Maßnahmen veranlassen. Jährlich sorgten die Folgen der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Europa für 600.000 Todesfälle, führt Lauterbach aus.

Doch renommierte Wissenschaftler der ganzen Welt wehren sich mit Händen und Füßen. Karl läge mit seinen Einschätzungen komplett falsch, was die Klimabedrohung anginge und fallen ihm schnöde in den Rücken. Selbst der Weltklima-Rat hat jetzt klipp und klar festgestellt, dass es kein Klima- und Katastrophenszenario gäbe. Alle früheren Modellrechnungen basierten auf rein experimentellen Extremereignissen, die so nicht gar nicht eintreten könnten. Der weltweite Temperaturanstieg von 0,1 Grad innerhalb der letzten 10 Jahre sei daher auch kein Gesundheitsproblem für die Weltbevölkerung.

Lauterbach wäre nicht Lauterbach, würde er sich als gesundheitspolitischer Einzeller und anerkannt inkompetenter Sachverständiger für Welttemperaturfragen auch nur einen Zentimeter von seinen Überzeugungen abbringen lassen. Sein Credo: Leute: Deckt euch mit Gesichtsmasken ein, haltet eine Armlänge Abstand, bevorratet euch ausreichend mit Eiswürfeln, um gegebenenfalls rechtzeitig kalte Fußbäder zu nehmen, sollten die Temperaturen die 25-Grad-Marke überschreiten. 

Ich persönlich halte es ja für möglich, dass Karl auch ein verpflichtendes Tragen von Sonnenbrillen nicht nur tagsüber, sondern auch nachts vorschreiben und der Bundesregierung vorschlagen wird, Sonnenschutzcreme mit Milliardenbeträgen zu subventionieren. Nicht jeder Haushalt kann sich teure Sonnenschutzprodukte auf Dauer leisten. All jene, die sich noch keine Sonnencremes oder Sonnenbrillen besorgen konnten, sollten auf dem Weg in Drogerien oder zu Optikern kleine Zwischenstops oder Pausen in eigens eingerichteten Kühlzelten einlegen oder unterirdische Schutzräume aufsuchen.

Karl denkt nicht eindimensional - so viel steht fest. Er hat ein Kaleidoskop lebensrettender Vorkehrungen erarbeitet, das er als ordentliches Mitglied des WHO-Expertenausschusses der Versammlungsleitung vorlegen will. Sein Vorschlag: Der Hitzeschild. Ein "Doppelwumms" mit landesweit geförderter Verteilung von bunten Sonnenschirmen. Ex-Gesundheitsminister Lauterbach plant überdies mehrstufige „Interventionskaskaden“, um bei deutschen Hitzewellen, gewappnet zu sein. Grundlage ist ein nagelneues Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes, die auf den Wetterkarten mit neu eingefärbten Rot-Abstufungen die Aufmerksamkeit der Zuschauer erhöhen und deren Sensibilisierung steigern soll.

Auch wenn die hochrangigen Beratergruppen der WHO inzwischen ihre Fehler hinsichtlich der Beurteilung der Klimagefahren eingestanden haben und thematisch in Sack und Asche gehen, halten die Medienvertreter und unsere Regierungsmitglieder weiterhin hartnäckig an der politisch angeordneten Tatsache fest, dass unser Globus in Kürze verglühen und die deutsche Bevölkerung nur zu retten ist, wenn sie noch höhere CO2-Abgaben als bisher entrichtet.   

Geht es nach Karl, soll die gesamte deutsche Bevölkerung unter Kuratel gestellt werden. Lockdown, wegsperren und bei Zuwiderhandlungen ohne Ansehen der Person sanktionieren. Ein Land wie das Unsrige, das in der weltweiten Temperatur-Rangreihe von insgesamt 217 Nationen mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 9,2 Grad auf Platz 188 liegt, muss Vorbild auch für unsere Nachbarn geben, um bei dem herrschenden Klimaproblem auch in den Highlands von England oder windigen Küstenregionen Islands und Grönlands Nachahmer finden. 

Den Einwand, dass es auf unserem Globus nur 29 Regionen gibt, in denen die Menschen häufiger frieren als in Deutschland, lässt Karl Lauterbachs nicht gelten und verweist auf die hochgradige Gefährdungslage, insbesondere in süddeutschen Regionen wie beispielsweise am Chiemsee oder Tegernsee. "Es sei ohne Relevanz, dass im Senegal im Jahresmittel 27 Grad und in den Spitzen 48 Grad gemessen werde", widersprach Lauterbach einem Kritiker und bezichtigte ihn einer fahrlässigen Verharmlosung unseres Klimas. "Wir werden uns im Hochsommer an einigen Tagen auf nie dagewesene Temperaturen von mehr als 30 Grad einstellen müssen."

„Alte Menschen, Pflegebedürftige, Vorerkrankte, aber auch Kinder, Schwangere und Menschen, die sich beruflich oder privat viel im Freien aufhalten, sind gefährdet, wenn Hitzewellen Deutschland überrollen“, sagte Lauterbach der „Bild am Sonntag“. Hitzeschutz sei „Lebensschutz“. Es müsse aufhören, „dass jedes Jahr Tausende Menschen den Hitzetod sterben - und das wird noch nicht einmal registriert“.

In der Tat, die noch fehlende Infrastruktur zur statistischen Erfassung Zehntausender Tote, die sich versehentlich oder leichtsinnigerweise und ungeschützt bei Sonnenschein in Parks, Schwimmbäder, Badeseen oder Sportplätzen begeben haben, dürften sich als echte Herausforderung erweisen. Die Annahme der Bevölkerung, man könne sich ungeschützt sicher im Freien bewegen, sei ein Trugschluss, warnt der Gesundheitsminister. Von deutschen Urlaubern, die mit suizidalem Vorsatz in Rimini oder Palermo urlauben will ich erst gar nicht reden.

Lauterbach will kein Risiko eingehen und hat unmissverständlich erklärt: „Auch Doppelt-Eingecremte, Sonnenbrillenbesitzer sowie Sonnenmilch-Geboosterte sollen zu staatszersetzenden Hitzegefährdern erklärt werden, wenn sie sich bei Temperaturen über 22 Grad vorsätzlich auf Liegestühlen oder auf Badematten der Sonne aussetzen. Lauterbach lässt derzeit prüfen, inwieweit Polizei und Sicherheitsorgane bei der Feststellung von rechtsradikalen Hitze-Verstößen mit portablen Thermometern für die Temperaturverstoß-Beweissicherung ausgestattet werden können, um spätere Bußgeldverfahren einzuleiten. Hitzeleugner und Cremeverweigerer werden wir in Deutschland nicht dulden.

Wie man mit Urlaubsreisenden umgehen soll, die im Senegal, Gabun, der Karibik oder gar in Sizilien ihre Ferien verbringen wollen, wird derzeit noch ausgelotet. Derzeit sei man bereits im Gespräch mit den Behörden der klassischen Urlaubsländer wie Spanien, Italien, Griechenland und der Türkei. Gedacht ist beispielsweise an einen "Yellow-Sun-Pass" auf dem Smartphone, mit der vor Menschen mit Sonnenbrand gewarnt wird, wenn diese sich in den gleichen Räumen wie Hotelbars oder Restaurants aufhalten.  

Auch der Hinweis, dass in weiten Teilen Australiens während der Sommermonate – so zum Beispiel in den bewohnten Gebieten von Queensland, extreme Hitze herrsche, und dort, laut der NASA im Jahr 2003 knapp 70 Grad Celsius gemessen wurden, konnte Karl Lauterbach nicht beeindrucken. „Ob 30 oder 70 Grad ist völlig einerlei - die Hitze-Gefährdung in Deutschland sei deshalb nicht kleiner, nur weil es in Australien oder Indien wärmer ist! Außerdem hätten die Leute dort Klima-Anlagen, die wir uns aufgrund des derzeitigen Energie-Engpasses gar nicht erlauben können." 

Nach dem Willen Lauterbachs sollen nicht nur jüngere, noch in Saft und Kraft stehende Schattenverweigerer und renitente Gesellschaftsschädlinge, die das Auftragen von Sonnenschutzcreme kategorisch ablehnen und damit sich und andere gefährden, an die Gesundheitskandare genommen werden. Vor rund zwei Wochen hatte Lauterbach einen nationalen Hitzeschutzplan angekündigt, der unterschiedliche Schweregrade einer Hitzewelle festlegt und die konkreten Maßnahmen je nach Temperatur staffelt. Es solle in einer „konzertierten Aktion“ in den kommenden Wochen an einem Hitzeschutzplan gearbeitet werden, hieß es.

Bereits letzte Woche haben unsere öffentlich-rechtlichen Medienanstalten über 7 Hitzetote in Frankreich berichtet und davor gewarnt, sich dem Sonnenlicht auszusetzen. Zwar waren unter den sieben Toten fünf Menschen, die bei Badeunfällen umkamen; die beiden anderen traf es beim Sport. Kann es einen besseren Beweis für die Prognosekraft Karls geben, wenn Menschen zuhause oder auf der Straße wie die Fliegen tot umfallen oder beim Wasserballsport klimabedingt ertrinken, weil sie überall Hitzeschläge erleiden? 

Daher werden in aller Eile bei der SPD Arbeitskreise mit Wissenschaftlern, Meteorologen, Experten und Hellsehern eingerichtet, die ab nächster Woche einen evidenzbasierten Stufenplan für eine skalierte Sonnenmilchverordnung und einer validierfähigen Eincreme-Pflicht ausarbeiten sollen. Eine Sonderkommission wird in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut die Zulassung von „Rettungscremes“ mit unterschiedlich wirksamen Lichtschutzfaktoren prüfen und in Bälde freigeben. "Die Entwicklung läuft hervorragend und ich bin zuversichtlich, dass wir bald ein zulassungsfähiges Präparat ohne Nebenwirkungen auf dem Markt haben werden", so Lauterbach im Interview.

Flankierend für die Bewältigung der solaren Gefährdung wurde im Auftrag unseres Gesundheitsministeriums für 6,8 Millionen Euro eine breit angelegte Werbekampagne von einer bekannten Werbeagentur evaluiert. 

„Wer sich eincremt schützt sich und andere!“ 

Dies gilt – wie Karl Lauterbach gestern im ZDF erklärte, selbstredend auch in Innenräumen. Man dürfe kühle Räume nicht unterschätzen. Auch dort gäbe es schließlich Fenster und verglaste Balkontüren, durch die schädliches Sonnenlicht eindringen könnte. Der Appell soll nun bundesweit, jeweils vor den Wetternachrichten, als warnende Botschaft ausgestrahlt werden soll. Damit will Professor Lauterbach die Bürger sensibilisieren, um dem vermeidbaren Hitzetod vorzubeugen.

Auf die Frage eines Journalisten antwortete Lauterbach, es sei an solare "Interventionskaskaden" gedacht. Für Sonnschutzcremes je nach Sonnenstand, Einstrahlungsintensität und Temperaturen muss es Vorschriften geben, die ein mehrschichtiges Auftragen dickflüssiger Schutzsubstanzen regeln, die von Hausärzten oder in eigens eingerichteten Schutzräumen von klinisch geschultem Personal überwacht werden. In den Hochsommermonaten Juli und August ist an Schutzmasken gedacht, die man nachts im Gefrierfach herunterkühlen kann. 

In der SPD-Parteispitze wird noch diskutiert, ob man das Tragen sogenannter Kühlmasken im Gesundheitsgesetz als verpflichtende Maßnahme verankern soll. Bei solaren Extremereignissen - beispielsweise in den Sommermonaten Juni bis August, könnten auch beidseitige Augenklappen für Blinde angeordnet werden, um die Netzhaut vor klimabedingter Sonneneinstrahlung wirksam zu schützen. In diesem Sinne ein fröhliches Hollerödillieu!

                                        

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