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Generaldebatte im Bundestag – Merkels maximaler Stuss

Wie lautete doch gleich das Thema der Generaldebatte im Bundestag? Haushaltspläne, Geld für Verteidigung, Entwicklungshilfe und Soziales. Merkels geistigen Totalausfall könnte man mit einem Schüler vergleichen, der in einer Mathematikprüfung stattdessen einen Deutschaufsatz vorträgt.




Phasenweise hatte ich den Wunsch, Merkels Redenschreiber – sofern es den gibt, einer mittelalterlichen Bäckerschupfe zu unterziehen. Eine solche Strafe wurde damals verhängt, wenn ein Bäcker Brotlaibe mit zu geringem Gewicht verkaufte. Man sperrte ihn in einen Käfig und tauchte ihn mithilfe einer Seilwinde solange in eine Jauchegrube, bis er Besserung gelobte. Diese Strafe würde allerdings, und das steht für mich nach der Debatte fest -, weder beim Verfasser ihrer Rede noch bei unserer Kanzlerin eine Wirkung zeitigen.

„Wir wollen in Zukunft vom Bürger her denken und nicht umgekehrt“, begann sie. Ein Satz, dessen Semantik mir schon morgens um 9 Uhr die erste Flatulenz bescherte. Gleich darauf die Interpretation des TV-Moderators. Ich kam mir vor, als würden -, wie einst die Herolde, mit Tröten von den Schlosszinnen herab dem Volk verkünden: Seine Majestät der König hat einen Furz gelassen. 

Zunächst zählte ihre Durchlaucht eine lange Reihe der Wohltaten für die Bürger auf, geschickt in verschwommene Konjunktive verpackt, und stets mit dem Impetus – „Das macht uns keiner nach“. Schlag auf Schlag gings weiter. Kindergelderhöhung, Digitalisierung, Beschleunigungsgesetz für Brückenteilzeit, Steuerungsverordnung für Flüchtlinge, Sammelklagengesetz, Stabilisierung des Rentenniveaus, Allianz der Pflege und Sicherheit für den Klimawandel. Es darf vermutet werden, dass sich angesichts der epochalen Leistungen unterbelichteter Staatspfeifen die Geringverdiener unseres Landes vor Freude auf die Schenkel klopfen. 

Die putativen Erleichterungen für das arbeitende Volk bringen allmählich jeden Bürger auf die Palme, vor Allem, wenn eine Kanzlerin sich in vorgetäuschten eigenen erfolgen suhlt und unten kaum ein Euro ankommt. Dafür sorgen schon Sozialämter, Finanzämter, Gebührenordnungen, kommunale Verrechnungsmodalitäten, Mieterhöhungen, Inflation und weiß der Teufel, wie viele Gesetzesnovellen unserem Geldbeutel dauerhafte Ebbe bescheren.   

Ein Highlight jagte das Nächste. Schwurbel-Angie ließ den Bürger wissen, dass die Kommunikation mit den Behörden durch den virtuellen Zugang unsere digitale Zukunft mit den Behörden perfekt gestaltet wird. Der Bauer in der Digital-Diaspora Bayerisch-Eisenstein dürfte gejubelt haben, dass er theoretisch einen Antrag zum Bau eines Güllebeckens virtuell erledigen kann, theoretisch, versteht sich. Mehr als fünfhundert Anwendungen solls in Zukunft geben. Mir schwant Übles. Du kriegst etwas geliefert, was du gar nicht bestellt hast. Die Rechnung folgt prompt.

Selbstredend widmete sich die Kanzlerin auch dem Flüchtlingsthema, legtimierte die humanitäre Grenzöffnung damit, weil schon anno dunnemals Zigtausende europäische Migranten von Land zu Land pilgerten, um sich neue Lebensperspektiven zu schaffen. Kann sich diese Frau nicht mehr daran erinnern, dass zur Zeit der großen Bevölkerungswanderungen die Europas Population gerade mal 10 Prozent gegenüber der heutigen erreichte? Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass mir mein Geschichtslehrer damals erzählte, dass Millionen von Schwarzafrikanern Europa mit dem Ziel überfallen hätte, westliche Kulturen auszurotten. Schwamm drüber.

Es folgte das Stichwort Industrie Vier Punkt Null. In „unserer globalen Welt“, - doch, das sagte sie wirklich, suchen wir den Anschluss an die internationale Digitalausstattung. Ja, lieber Herrgott, da darf man nur hoffen, dass sie auch fündig wird. In der Annahme, es könne nicht noch schlimmer kommen, schlug sie zu, die Angela.

Gnadenlos malträtierte Angie meine Toleranzresistenz. Wir haben aus der Geschichte gelernt, haben die wichtigen hundertsten Jahrestage mit Würde und im Andenken der Verbrechen 1945 gefeiert. Sie ließ mich weiter wissen, dass aus den damaligen Verbrechen die deutsch-französische Freundschaft erwuchs, salbaderte weiter, indem sie multilaterale Ordnung rühmte und Fluchtursachen in unserm nationalen Interesse stünden.  „Wir wollen, dass die Welt besser wird“, so appellierte sie an das Anwesende Plenum. „Patriotismus heißt, wenn man an alle Länder dieser Welt denkt und nicht in nationalen Dimensionen verbleibt“.

Es bleibt zu konstatieren: Solange es einer Kanzlerin wichtiger ist, einem Gedenkstein in Frankreich minutenlange Redezeit zu schenken, darf man ihr auch getrost unterstellen, sich selbst dem Bürger entfremdet zu haben. Sodann klärte sie sie mich mit dem wohl markigsten Satz des Vormittags weiter auf. „…und wir sind hier im deutschen Bundestag.“ Mir dagegen schoss durch den Kopf: Spaß im Glas mit Nervengas. Will die Frau mich verarschen? Über was redet „Angie die Entgeistigte“ überhaupt und vor allem mit wem? Was um Himmels Willen hat das mit dem Thema der Generaldebatte zu tun?

Mir bleibt an dieser Stelle nur aus dem Buch „der gute Mensch von Sezuan“ zu zitieren: „Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“


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