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Elmau und der lächerliche Sanktionsclub – In Dubai tanzt der russische Bär

Was legen sich die westlichen Nachrichtensender ins Zeug, um die Geschlossenheit der G-7-Teilnehmer in ein solidarisch-harmonisches Licht zu tauchen. In gespielt gelöster Athmosphäre unerschütterlichen Zusammenhaltes präsentieren sich 7 Staatsführer einschließlich unserer Frau von der Leyen, die nur ein einziges Bild transportieren wollen: Wir werden Putin das Fürchten lehren.

 


Dümmliche Witzchen über Putin kursieren im kleinen Kreis der Mächtigen, ganz zum Vergnügen jämmerlich staatskonformer Journalisten, deren Angepasstheit ausschließlich vom nächsten Gehaltsscheck abhängt. Sie wollen mit Bildern einer künstlich aufgemotzten Zusammenkunft ihre aufgeblasene Überlegenheit demonstrieren, und die Welt soll an ihrem Glanz teilhaben. Doch wie klein, ja, wie unbedeutend und blass die Welt einer Handvoll profilneurotischer Machos in Wirklichkeit ist, wird schnell klar, wenn man genauer hinschaut.

Man wird den Eindruck nicht los, dass sich bei dem Stelldichein ein paar albern wirkenden Typen zusammengefunden haben, die hinter den Kulissen eher das Bild einer sich selbst beweihräuchernden Halbstarken-Truppe abgeben. Mit beeindruckenden Vokabeln bemühen sie sich mit aller Kraft, dem heimatlichen Publikum zu suggerieren, über welche weltumfassende Macht sie verfügen. Das 6. Oder 7. vielleicht sogar noch das 8. Sanktionspaket soll geschnürt werden, um Putin und seinen Oligarchen das Licht auszublasen. Doch eines darf jetzt schon als sicher gelten. Mehr als heiße Luft, wohlklingende Phrasen, geschmeidige Willenserklärungen und üppige Veranstaltungskosten werden die Berufsschwätzer nicht nachhause bringen.


Bricht man die Macht- und Marktverhältnisse auf die Länder-Population der eifrigen Sanktionierer herunter und stellt sie jenen Nationen gegenüber, die sich partout weigern, beim Monopoly des Energie- und Ernährungskampfes mitzuspielen, wird schnell klar, wie unbedeutend die westlichen Teilnehmer am Spieltisch der Ressourcen-Verteilung in Wahrheit sind. Den Vertretern von 1,2 Milliarden Bürger (einschließlich USA) stehen Staatsführer von mehr als 3,5 Milliarden Menschen gegenüber, die nichts, aber auch gar nichts mit Sanktionen gegen Putin zu tun haben wollen. Selbst in Europa bröckeln die Fronten. Alleine Indien und China repräsentieren eine Population von 2,8 Milliarden Einwohner.

Setzt man Deutschland mit seinen 83 Millionen Menschen ins Verhältnis zu den derzeit 12 aktiven Verweigerern von Sanktionen gegen Russland, spielen wir weder wirtschaftlich noch hinsichtlich der Population eine verschwindend kleine Rolle. Nichtsdestoweniger spielen sich deutsche Politiker auf, als seien sie im Weltgefüge eine Supermacht und könnten dem Rest der Welt die Spielregeln aufzwingen. 

Anstatt Putin nach Elmau einzuladen, um wenigstens die Gelegenheit zu nutzen, mit dem Mann gemeinsam zu reden, mindestens aber zu versuchen, den Blutzoll in der Ukraine zu beenden, erörtert man lieber weitere Waffenlieferungen an einen fanatischen Selenskij. Lösungen zugunsten von Menschenleben oder zur Befriedung eines Landes scheint man nur mit der Lieferung von Panzerhaubitzen, Raketenwerfern und Luftabwehrkanonen herbeiführen zu wollen. Hier offenbart sich die geballte Unfähigkeit und auch der fehlende Wille von Potitikern, die sich den Nimbus moralischer Überlegenheit verleihen, und gerade alles dafür tun, dass der Krieg in der Ukraine fortgesetzt wird.. 

Moral, Ethik, Friedfertigkeit, Augenmaß, Diplomatie, Verantwortung auf für die eigenen Bürger, die unter ihren eigenen, säbelrasselnden Staatsführern leiden müssen? Schall und Rauch! Das also soll die Politik angeblich zivilisierter Staatsführer sein...? Nein. Man gibt sich kollektiv martialisch im noblen Ambiente bei Häppchen und Champus. Da muss ein Exempel statuiert werden. Doch da ist die irreale Hoffnung Vater des Wunsches, diesem Putin zu zeigen, wo der Bartel den Most holt. Wenn die Haltung von unseren anmaßenden Politikern nur nicht nicht plötzlich nach hinten losgeht.

Und während die sieben Teilnehmer des Elmauer Clubs sich gegenseitig die ungeheure Wichtigkeit der jeweils anderen Staatschefs bescheinigen und man für die Presse ein Possenspiel gegenseitiger Wertschätzung in exakt vorgeplanter Choreographie vor der Kulisse des Karwendels inszeniert, decken sich China, Indien, die Türkei, aber auch Brasilien und Argentinien mit billiger russischer Energie ein. Die wird dann über drei Ecken mit enormem Aufwand und gewaltigem Preisaufschlag an Europa, respektive an Herrn Habeck verhökert.  

Die Top-Strategen von Elmau nach einem fröhlichen Umtrunk

Gleichzeitig versammeln sich gerade Russlands 100 reichste Oligarchen im sicheren Hafen von Dubai, deren Emire absolut keine Lust haben, sich mit dem Kindergarten in Elmau zu beschäftigen. Nach inoffiziellen Angaben parken russische Superreiche bei den Emiren und Scheichs Vermögenswerte in der Größenordnung des Staatshaushaltes der USA, über die sie nach Belieben verfügen können.

Ich wills mal so sagen: Wer auf der im Persischen Golf aufgeschütteten Insel Palm Jumeirah residiert, ist unter seinesgleichen. Die Skyline Dubais zeigt: Hier ist das große Geld zu Hause. Oder anders ausgedrückt: Hier darf zu Hause sein, wer nur genug Geld mitbringt. Für wohlhabende Russen ein angenehmes Plätzchen. Denn während Scholz, Biden, Macron oder auch Boris Johnson mehr oder weniger vergeblich versuchen, russische Vermögenswerte einzufrieren und zu beschlagnahmen, beteiligen sich die Vereinigten Arabischen Emirate bislang an keinen Sanktionen. Im Gegenteil, sie bauen gerade den Finanzplatz Dubai zum sicheren Zufluchtsort für Oligarchen und andere gut betuchte Russen aus.    

Unter den mehr als 5000 russischen Staatsbürgern, die in Dubai Immobilien besitzen, sind rund 100 Mitglieder der politischen Elite. Das zeigen die Grundbucheinträge aus dem Jahr 2020, die der Forschungsorganisation Center for Advanced Defense Studies zugespielt wurden. Viele von ihnen gehören dem Kreis um Präsident Wladimir Putin an. Einer ist der Duma-Abgeordnete und frühere Regierungschef der selbst ernannten Volksrepublik Donezk, Alexander Borodai.

Das Land verteilt sogenannte "Goldene Visa" an zahlungskräftige Ausländer. Dem "Business Insider" zufolge gilt das auch für sanktionierte Oligarchen. Im Tausch für eine Investition von 2,7 Millionen Dollar in ein lokales Unternehmen oder einen Fonds gibt es eine langfristige Aufenthaltsgenehmigung - ganz unbürokratisch. Schließlich sollen die Herrschaften aus Russland keine Not leiden oder gar heimatlos werden.

Nun werden sich die Regierungspappnasen der westlichen Welt keinesfalls mit den Emiren anlegen oder gar einen Streit mit ihnen vom Zaun brechen, zumal sie dort auf Ölquellen sitzen, die man sich nicht nur beim Russen gründlich verscherz hat, nein, man sich sozusagen selbst den Hahn abgedreht, mit der Folge, dass nur noch die Scheichs aus Qatar, den Emiraten oder Saudi-Arabien für Großlieferungen in Frage kommen. 

Nun ja, immerhin dürfen die europäischen Staatslenker in Europa das überteuerte Fracking-Gas bei den Amis kaufen. So hat jeder seine Interessen. Jo Biden hat Olaf Scholz schon entsprechend gewürdigt und sich bei ihm mehrmals bedankt.  Doch wie sagte einst De Gaulle? Länder haben keine Freunde, sie haben Interessen. Olaf, der Berufslangweiler und Dauerlächler, er wird sich noch wundern.

Kommentare

  1. Sehr guter Beitrag. Selbstbeweihräucherung. Wenn ein amerikanischer Präsident einem auf die Schulter klopft, müssten in einem Freund sämtliche Alarmglocken angehen.

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  2. Nach meiner persönlichen Meinung zählt der Präsident von Russland zu den intelligentesten Strategen! Man sollte sich wirklich das Valdai-Forum anschauen! Herr Scholz wirkt danach nur noch wie ein Olaf!

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