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Die 100-Milliarden-Kriegsethik in der Ukraine

Das ist doch mal wieder eine Nachricht, über die kaum jemand nachdenkt. Heute Morgen informieren „WELT“ und „ntv“ in einer 10-Sekunden-Sequenz das zumeist dumpfe Fernsehpublikum: Wolodymyr hat seit Kriegsbeginn von seinen europäischen „Unterstützern“ und der USA Waffen und Geld im Wert von über Hundertmilliarden Euro erhalten.

Welch eine außerordentliche Zahl! Welch ein außerordentlicher Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass die „Geldgeber“ – natürlich durchweg verantwortungsvolle Politiker -, diese unfassbare „Geldvernichtung“ mit dem pervertierten Alibi rechtfertigen: „Waffen retten Leben“. 

Hübsch ist auch das Argument, der Krieg sei nicht weit von uns entfernt, bedrohe mithin das eigene Land und man müsse die eigenen Bürger vor dem Aggressor bewahren. Zur Untermauerung der drohenden Gefahr wird die zutiefst "menschliche Kriegshilfe" an Selenskyj uns nicht nur als Selbstverteidigung und Überlebensgarantie, sondern überdies auch noch als humanitäres Engagement verkauft.

Unterdessen berichten die heimischen Sender heute Morgen: An der Front verrecken täglich 1.200 russische und über 2.000 ukrainische Soldaten. Sie werden mit deutscher Waffentechnik zerfetzt und verstümmelt, von Kampfdrohnen massakriert und von deutschen Raketen und Panzern  pulverisiert. Collateral werden Städte und Dörfer in Schutt und Asche gelegt, verlieren 100.000 unschuldige Bürger nicht nur ihr Hab und Gut, sondern auch ihr Leben. 

Wenige Sekunden später beklagt unser Kanzler Olaf Scholz auf der Mattscheibe, dass seine schöne Ampel nur deshalb geplatzt sei, weil sein Finanzminister aufgrund der desolaten Haushaltslage keine weiteren Milliardenkredite für die Ukraine freimachen wollte, um noch nachhaltiger ukrainisches Leben zu retten wie bisher. Unsere Unterstützung ist eine Menschenpflicht. Wir stehen als Partner fest an der Seite der Ukraine.

Wäre ich zynisch, würde ich behaupten, dass Politiker, die besagten Hundert Milliarden Euro erst bei den eigenen Bürgern in Form von Steuern erhoben und dann weitergereicht haben. Sie wurden nicht etwa zum Wohle des eigenen Landes und auch nicht aus den Taschen der Politiker ausgegeben. Die astronomischen Summen dienten vielmehr der Rettung von Menschenleben am Kriegsschauplatz in der Ukraine und dem propagandistisch und marktschreierisch inszenierten Selbstschutz von ganz Europa. Die Tatsache, dass wir als wichtigster Zahlmeister angesichts von mittlerweile mehr als 3 Millionen Kriegsopfern, mehr als einer Million verstümmelter Kriegsversehrten, nahezu klag- und kritiklos unsere Politiker weiter gewähren lassen, lässt mir offen gestanden mein Blut in den Adern gefrieren.

Was betonen doch Frau Strack-Zimmermann, Boris Pistorius, Roderich Kiesewetter und andere verantwortungs- und pflichtbewusste Polit-Samariter in jedem Interview? „Wir müssen erheblich mehr Waffen liefern. Die Ukraine braucht dringend das Taurus-System, um Russland empfindlich zu treffen. Die Grünen wollen gar den Krieg mit unseren Streitkräften nach Russland tragen, um Putin in die Knie zu zwingen und selbstredend weitere Menschenleben retten. Das Wort Frieden kommt in deren Vokabular nur als propagandistisch aufgemotzte Imagepflege vor, um sich selbst den Nimbus besorgter Volksvertreter und somit wählbare Politiker zu verleihen.

Das Sterben, das Leid, den Blutzoll endlich zu beenden, auf welchem Wege auch immer, scheint der politischen Logik folgend jedenfalls nicht mit Frieden, Waffenstillstand oder einem Moratorium realisierbar zu sein. Unsere Staatsvertreter befleißigen sich seit geraumer Zeit mit einer monströsen Dialektik, indem sie Begrifflichkeiten und die Semantik in ihr Gegenteil verkehren und danach handeln. Kredite werden zu Sondervermögen und Waffen zu Lebensrettern. Irgendetwas muss bei unseren kriegsaffinen „Friedensstiftern“ an der Spitze unseres Landes evolutionär gewaltig schiefgelaufen sein und wir applaudieren ihnen auch noch.

Einhundertmilliarden Euro! Das ist bei genauer Betrachtung nicht einmal annähernd die Wahrheit. Denn sollte Selenskyj den Krieg gegen Putin „unglücklicherweise“ gewinnen, würden Wiederaufbauhilfen von mehr als einer Billion Euro aufgebracht werden müssen. Unbezahlbar! Da fragt man besser nicht nach, wer das Geld für die Beseitigung der Ruinen und den Neuanfang aufbringen soll. Fast wäre man angesichts dieser Perspektive geneigt zu sagen: Dann soll doch lieber Putin die Ukraine übernehmen. Dann wäre das sein Bier.

Tatsache bleibt Stand jetzt: Knapp zwei Millionen Ukrainer haben sich nach Deutschland abgesetzt und werden hierzulande alimentiert, – wiederum mit Steuergeldern. Nun ja, könnte man lapidar sagen: Wenigstens diese Menschen haben ihr Leben gerettet. Doch welches Fazit soll man ziehen? Krieg zetteln ausnahmslos Politiker an, nicht etwa die Steuern zahlenden Bürger, die Lehrer, die Handwerker oder die Putzhilfen bei Aldi. Krieg ist menschlich gesehen auch immer das Desaster für die Bevölkerung und nie das der Politiker.

"Waffen retten Leben?" "Aufrüstung sichert den Frieden"? "Verhandeln nur aus der Position der Stärke?" Klar, jeder unserer bunten Vögel im Bundestag würde diese schwachsinnigen Metaphern im Brustton ernsthafter Überzeugung behaupten und verteidigen. So gesehen müssten unsere Politiker angesichts der überbordenden Ausländerkriminalität konsequenterweise jeden Bürger mit einer Pistole und drei Magazinen voller Dumdum-Geschosse ausstatten, um sie gegenüber den bärtigen Messerbesitzern auf Deutschlands Straßen eine bessere Verhandlungsposition zu versetzen. Sollte also ein "Hilfsbedürftiger" im Blutrausch seine Machete schwingen, nähme nach der Politikerlogik ein bedrohter Deutscher mit seiner Knarre die Position der Stärke ein und könnte den Angreifer dazu bewegen, friedlich wieder in seine Heimat zurückzukehren. 

So wenig wie sich ein Messerverbot in Deutschlands Straßen durchsetzen lässt und unsere Politiker die Bürger im Regen stehen lassen, so wenig lässt sich Selenskyj von seinem Vorhaben abbringen, den Krieg gegen Putin zu gewinnen. Er wird weitermachen bis zum letzten ukrainischen Soldaten, solange wir ihm Geld überweisen und die Munition liefern. Übrigens, unsere Regierung auch!

Längst herrscht auch bei uns Krieg, nur keiner nennt die Ausländergewalt so. Ich habe das leise Gefühl, mit den "Friedensthesen" und dem Mythos "Waffen stiften Frieden" stimmt etwas nicht. 

Ich erinnere in diesem Zusammenhang an Kurt Tucholski, der einst so treffend schrieb:

Sie lagen vier Jahre im Schützengraben.

Zeit ..., große Zeit!

Sie froren und waren verlaust und haben
daheim eine Frau und zwei kleine Knaben,

weit, weit …

Und keiner, der ihnen die Wahrheit sagt.
Und keiner, der aufzubegehren wagt.

Monat um Monat, Jahr um Jahr …

Und wenn mal einer auf Urlaub war,

sah er zu Haus die dicken Bäuche ...

Und es fraßen dort um sich wie eine Seuche
der Tanz, die Gier, das Schiebergeschäft.

Und die Horde alldeutscher Skribenten kläfft:
„Krieg! Krieg! Großer Sieg!
Sieg in Albanien und Sieg in Flandern!“
Und es starben die andern, die andern, die andern …

Ich füge hinzu: 

Und den Krieg von Selenskyj, 

den finanzierten die Menschenfreunde und Retter ...,

doch niemand bezahlt die Bestatter ...

                                     

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Kommentare

  1. Schon der Philanthrop Josef Stalin wusste: Ein Toter ist eine Tragödie, eine Millionen Tote sind eine Zahl für die Statistik. Und wie fast alle Politiker, die ihr Volk ins Schlachthaus treiben, ist er friedlich im Bett gestorben.

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