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Kinners – was für eine Karriere. Lauterbach ist nicht aufzuhalten!

Professor Karl Lauterbach, von Insidern auch der Zahnlose genannt, gilt nicht nur als rastloser "High-Performer" zum Wohle der Weltgesundheit, er ist auch ein begnadeter Selbstdarsteller. Jetzt winkt ihm die akademische Inthronisierung für den Kosmos allumfassender Gesundheitsmacht. Wird er den letzten, den ultimativen Schritt wagen? Die WHO in Genf, das unumstrittene Imperium und der unangefochtene Herrschersitz über alle geimpfte und ungeimpfte Nationen, steht vor einem dramatischen Führungswechsel. Dort sucht man den neuen Imperator.

In Louis Klamroths berüchtigter Sendung „Hart aber fair“ offenbarte der Ex-Gesundheitsminister seine sorgsam getarnten Ambitionen. Mimisch interessiert, verbal abwehrend, inhaltlich eher diffus, - wie sich eben Politiker bei solchen Fragen verhalten, wenn sie wie mexikanische Aasgeier auf das Verenden der Beute warten. In der Schweizer Presse jedenfalls wird er bereits für den Spitzenjob gehandelt. Doch werfen wir zunächst einen kritischen Blick auf die Vita unseres Impf-Potentaten und was ihn für diese Aufgabe prädestiniert.

Im Februar 1963 erblickte er als Hypochonder das Licht der Welt. In Birkesdorf – ein völlig unbedeutendes Kaff bei Düren, in dem die Einwohner gewöhnlich ebenso unbedeutenden Nachwuchs großzogen, wie in irgendeinem abgelegenen Kaff im südlichen Odenwald. Nur Karl – der war anders. Ganz anders! Schon als Jugendlicher fiel er mit seherischen Fähigkeiten auf. Überall lauerten Gefahren. Selbst in der Grundschule von Niederzier, wo ihm Klassenkameraden auf dem Schulhof das Leben schwer machten und ihn andauernd verprügelten. Allgegenwärtige Risiken motivierten ihn mehr und mehr, auch über nicht vorhandene Gefahren nachzudenken und Unheil abzuwenden, bevor es ihm überhaupt drohte.

In seinem Heimatdorf nannten die Einwohner den pubertierenden Karl „Nosferatu von Birkesdorf“, der mit seinen düsteren Prognosen nicht nur bei seinen Eltern und Verwandten Angst und Schrecken verbreitete, sondern auch im weiten Umkreis seine Nachbarschaft in Panik versetzte. Für den kleinen Karl stand früh fest: Er wollte Medizin studieren, um sich selbst und die Menschheit zu retten. Die Jahre vergingen und aus dem anämischen Kerlchen war inzwischen Karl geworden, und sein Traum Wirklichkeit. Doch die Befähigung der Anamnese, Diagnose und Therapie blieb für ihn stets ein Buch mit sieben Siegeln und ihm somit die Approbation als Arzt in Deutschland für einige Jahre verwehrt. Was blieb, war seine Angst vor schrecklichen Gefahren, Weltuntergängen, Seuchen und dauerhaftem Siechtum. 

Nichtsdestoweniger: Die Wege Gottes waren schon damals unergründlich. Sein beruflicher Weg führte ihn in die „Gesundheitsökonomie“ und er wurde Professor – eher versehentlich als vorsätzlich, möchte ich hier anmerken. Im Jahr 1996 berief ihn die Universität zu Köln an den Lehrstuhl für klinische Epidemiologie, ohne dass Lauterbach Genaueres über Infektionskrankheiten, Seuchen und Wirkweisen von Viren oder Bakterien wusste. Wieder war Lauterbachs Talent aus Jugendjahren und seine angeborene Angst hilfreich. Sein Gespür für dunkle Vorahnungen und sein sechster Sinn für drohendes Unheil. 

Fortan war Karls Karriere vorgezeichnet. Er engagierte sich in der SPD und brachte seine ihm in die Wiege gelegten Begabungen als Instinkt gesteuerter Warner und laienhafter Prognostiker in die Partei ein. Sein politischer Aufstieg war somit zwangsläufig. Die Universität Köln beurlaubte leichten Herzens ihre wissenschaftliche Koryphäe und Lauterbach mutierte, ähnlich inkompetent wie sein Vorgänger Spahn, zum Gesundheitsexperten. 

Karls große Stunde war gekommen. Die SPD gewann die Bundestagswahl und inthronisierte ihren aufsteigenden Stern als Gesundheitsminister. Binnen kürzester Zeit schaffte der begnadete Epidemiker Fakten, ja, man könnte sogar sagen, er etablierte sich als "Jeanne d’Arc" der Pharma-Industrie. Nichts und niemand konnte ihn bei der millionenfachen Bestellung von Impfdosen aufhalten. Und dann ging es rund. Millionen gesunde Impflinge ließen sich in Turnhallen, Impfzelten, Gemeindesälen, in Apotheken und Rathäusern für eine Bratwurst mit Senf immunisieren. Gut, gut, man war hinterher zwar nicht immun, hatte aber ein gutes Gefühl, wenn man seine Nachbarn mit Corona anstecken konnte.

Endlich hatte Deutschland wieder einen überragenden Politiker von Rang und Namen, einen, der das pandemische Armageddon ganz im Sinne der umsatzaffinen Hersteller mit wunderwirkenden, aber noch nicht ganz ausgereiften Vakzinen und rheinländischem Galgenhumor in die richtigen Bahnen lenkte. Man kann mit Fug und Recht behaupten: Karl Lauterbach – Verfechter des Guten, Schönen und Geimpften, profilierte sich als unermüdlicher Virenbekämpfer mit übersinnlichen Fähigkeiten. 

Befand sich unser Gesundheitssystem mitsamt der deutschen Ärzteschaft bislang in der Diaspora steinzeitlicher Unwissenheit, rückwärtsgewandt und provinziell – so hat uns Professor Dr. Lauterbach medizinisch und auch gesundheitspolitisch dorthin gebracht, wohin die Bürger nie wollten. Der Aphorismus: „Manche müssen zu ihrem Glück gezwungen werden“, konnte nur mit Hilfe von Karl Lauterbach Wirklichkeit werden, und auch hier gaben ihm die Erfolge recht. 

Die Volksimmunisierung avancierte dank konsequenter Bürger-Internierungen, Maskenzwang, Sozial-Distancing und Dreifach-Boostern zum Erfolgsmodell. Lauterbachs Weitsicht hatte sich nicht nur für die Pharma-Industrie bezahlt gemacht, sie setzte auch eine enorme Innovation im Bereich neuer unbekannter Viren in Gang, für die spektakuläre Endlösungen entwickelt wurden.

Wir erinnern uns: Hunderttausende Bürger leiden oder verstarben an, mit, ohne, während, trotz oder aufgrund der Folgen des bundesweiten Gesundheitseinsatzes durch die Spritze. Doch auch diese Unannehmlichkeiten sind nahezu überwunden. Mittlerweile wurden die Studien und Forschungsbemühungen auf Affen, Leoparden, Giraffen, Schildkröten und Nilpferde prophylaktisch ausgeweitet. Dieser medizinisch innovative Quantensprung erinnert uns wieder an die Kindheit Lauterbachs, versetzt er uns doch zurück an den Ort seiner hypochondrischen Jugend und seinen Spitznamen. 

Der Nosferatu von Birkesdorf. Es scheint, als sei „Die Symphonie des Grauens“, ein Spielfilm von Friedrich Wilhelm Murnau in fünf Akten aus dem Jahr 1922, wie die Fleisch gewordene Re-Inkarnation deutscher Gesundheitspolitik durch ihn, den Karl, wieder auferstanden. Wie bereits eingangs erwähnt, soll nun der nächste Karrieresprung Karls Medizinerleben krönen. Ich bin in dieser Hinsicht optimistisch. Gut, dass es Männer wie ihn gibt. Mit Lauterbach hat die WHO eine Zukunft und eine beispiellose Perspektive.

Bei der WHO würden zukünftige Pandemien zu Karls zentralen Kompetenzfeld zählen, beschreibt „BILD“ und äußert zwischen den Zeilen Zweifel an Lauterbachs Eignung. Reiner Populismus, wie ich meine. Denn auf Unterstützung der eigenen Partei kann Lauterbach unterdessen offenbar bereits jetzt bauen. „Angesichts des Rückzugs der Vereinigten Staaten aus der WHO ist es sinnvoll und notwendig, dass Deutschland sein Engagement nun ausbaut.“

Bei der WHO steht im Mai 2027 ein Führungswechsel an, dann übernimmt ein neuer Chef die Weltgesundheitsorganisation mit weltweit rund 8000 Mitarbeitenden in 150 Regionalbüros und einem Budget von fünf Milliarden Euro. Sollte Lauterbach den Zuschlag bekommen, stünde dem früheren Minister als WHO-Chef eine vollkommen neue Impf-Welt offen, in die er seine wertvollen Erfahrungen zum Wohle der Menschheit zur Geltung bringen könnte. Ziehen wir uns warm an, wenn die WHO uns Bürgern den Krieg erklärt und gesund spritzen will. Bleibt zu hoffen, dass es wieder Bratwürste gibt.

                                       

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