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Backhaus im Wahlkampf beim Walkampf.

Dieser Till Backhaus – nicht zu verwechseln mit Till Eulenspiegel – beide kommen ja bekanntlich aus Mecklenburg-Vorpommern, bestätigt eindrucksvoll jedes nur denkbare Vorurteil, das frustrierte „mecklenburg - vor-, hinter, ober- und unterpommersche Bürger“ haben können. Der ehemalige „NVA-Scherge“ und LPG-Abteilungsleiter der „Kolchose Neuhaus“ und Ex-Angehöriger der DDR-Volkskammer ist zweifellos mit allen sozialistischen Wassern gewaschen, Wal-populistische Rettungseinsätze eingeschlossen, tränenrühend, - versteht sich.

Und nicht nur das! Er ist auch der Erfinder des eingängigen Begriffs: „Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetzes“ (siehe auch Wikipedia), mit dem er schon 1999 jeden klardenkenden Mecklenburg-Vorpommerer und -Vorpommererin das Fürchten gelehrt hat. Ich wills mal so sagen. Ich habe kein Mitleid mit den wählenden „mecklenburgischen Pommeranzen“. Denn jemand, der Gesetzesentwürfe mit einer solch monströsen Wortflatulenz bejubelt und deshalb immer noch SPD wählt, stellt eindeutig eine potenzielle Gefahr für seine Mitmenschen dar. 

Aber vielleicht muss man Mecklenburg-Bio-Vorpommerer sein, wenn man erst mit einer gewissen Verzögerung die unübersehbaren Warnsignale erkennt, sich aber dann, nach lägerem Besinnen doch noch auf die richtige Seite schlägt. Wie ich schon erwähnte: Die bäuerlichen Pommeranzen hätten allesamt schon im 14.ten Jahrhundert gewarnt sein müssen, bevor sie ihren Urnengang an der SPD-Box zelebrierten und diesen Till wieder haben aufleben lassen.

Wir sehen also, „Till – der Eulenspiegel“ aus Mölln, und „Till – der mecklenburger Walflüsterer“ aus dem 22 Kilometer entfernten Neuhaus (Elbe) scheinen nicht nur Namensvettern, sondern auch Brüder im Geiste zu sein. Während der eine im 14. Jahrhundert mit ausgesuchter Boshaftigkeit die Menschen narrte und an der Nase herumführte, führt der andere 700 Jahre später, in der gleichen Gegend - versteht sich, seine Wähler reihenweise hinter die Fichte. Das wiederum bringt mich zur Überlegung, ob die Möllner Nervensäge Till re-inkarniert ist und jetzt als Minister für Klima- Landwirtschaft-, ländliche Räume- und Umwelt erneut sein Unwesen treibt.

Der Verdacht liegt nahe! Denn Till, Mecklenburger nennen ihn inzwischen den „Walflüsterer“, hat just vor der Landtagswahl im Pommerschen seinen neuen Wahlhelfer als letzte Rettung entdeckt. Timmy heißt er. Ein Buckelwal, der bezeichnenderweise ebenso im Schlick feststeckt wie er selbst. Welch ein schönes Symbolbild: Zwei Ertrinkende im vertrauten Zwiegespräch. Sprechen wir doch einmal die Wahrheit offen aus: Ich erlaube mir, mich an das komplizierte "Standardvokabular des Ministers anzulehnen. Weder bei Umwelt-Till noch bei Buckel-Timmy helfen leistungsfähige Buckelwalhelfernotlagegerätschaften noch ein effektives AfD-Wahlverfälschungsvorrichtungsequipment. 

Nichtsdestoweniger hat Till am Gestade der Insel Poel unter großer medialer Anteilnahme eine herzzerreißende Nachtwache gehalten. Ob er auch ein Gute-Nacht-Liedchen gesummt hat, ist leider nicht überliefert. Klar aber ist: Im "roten Backhaus" wurde vom Backstubenbäcker alles dem SPD-Marketinggedanken untergeordnet, zumal man im gelebten Sozialismus davon ausgeht, mit Bildern von verspielten Kätzchen, niedlichen Hundewelpen und großen, schwarzen Augen hungernder Kinder in Somalia sichere Quote machen und die AfD in die Bedeutungslosigkeit zurückschicken kann. 

„A Hundling isser scho“, der Till, so würde es ein Ur-Bayer ausdrücken, was so viel bedeutet wie Haderlump oder auch Schlauberger. Ich dagegen würde es geschmeidiger ausdrücken. Einem Politiker darf nichts, aber auch gar nichts peinlich sein, wenn er angemessen untergehen will. Und dieser Backhaus (um ein Haar hätte ich Backpflaume geschrieben) bestätigt nahezu lehrbuchhaft meine These. Denn angesichts der versammelten Presse und der BILD zeigte Till maximalen Pseudo-Tier-Rettungs-Einsatz. 

Für einen unbedeutenden SPD-Politiker, der so garnichts zu bieten hat, bietet es sich geradezu an, am Weltruhm eines dahinsiechenden Buckelwals zu partizipieren, um die eigene Popularität ein wenig aufzupeppen. Fluchs streifte er sich im ersten Morgenlicht einen leuchtend gelben Trockenanzug über und ließ sich mit einem Boot der DLRG zu Timmy bringen. Er wäre zwar watender Weise im seichten Wasser bequem zum Ort des Geschehens gekommen, was allerdings dramaturgisch und emotional gesehen hohe Effekt-Einbußen nach sich gezogen hätte.

„Es war mir wichtig, nah beim Wal zu sein. Man nimmt ihn ganz anders wahr als aus großer Entfernung“, ließ er den irritierten BILD-Reporter wissen, sprachs und stieg todesmutig ins eisig kalte Wasser. Nun ja, so ein Buckelwal hat natürlich einen ganz anderen Stellenwert als ein gestrandeter Bürger, der von Pfandflaschen leben muss. Sogar Tils junge Ehefrau fragt täglich, wie es dem Wal gehe, anstatt sich beim Göttergatten zu erkundigen, wie es seinen Bürgern geht und ob sie noch genug Geld haben, um ihre Heizkosten und den Sprit an der Tanke bezahlen zu können. 

Da heißt es nicht nach dem gleichnamigen Film „Schlaflos in New York“, sondern „Schlaflos auf Poel.“ Das macht im Vergleich zu einem notleidenden Steuerzahler, der nichts auf die Reihe bringt und man sogar beim Wal noch einen Schnupfen riskiert, richtig etwas her. Welchen Stellenwert, so frage ich, hat dagegen schon eine Gruppenvergewaltigung oder ein heimtückischer Messermord mit einem Wal, der sich versehentlich in der Ostsee verschwommen hat?

Der heldenhafte Backhaus munterte Timmy mit drei, vier teilnahmsvolle Worte auf, tätschelte ihn an der Kimme und sprach ihm Mut zu. Tills Empathie ergoss sich, auch im Namen der gesamten deutschen SPD und des Mecklenburg-Vorpommerschen Landesverbands, über den armen Kerl in der Sandbank. Der Buckelwal hob zum Dank telegen die Schwanzflosse in Richtung Kameras, blies noch einmal eine beeindruckende Fontäne in die Luft und zwinkerte dem Minister verschmitzt zu. Das wars!

„Ich habe nur zwei, drei Stunden geschlafen“, ließ Backhaus alle abtrünnigen SPD-Wähler zuhause an den Bildschirmen noch einmal wissen, die Aura anteilnehmender Tierliebe, heroische Entschlossenheit und echte Macher-Qualitäten verbreitend. Klappe zu, Affe tot, Bilder im Kasten. Der Wahlkampf kann nun beginnen. Man möchte Tränen vergießen, angesichts seiner 5 Prozent Wählerzuspruch und vielmehr eine Rettungsmannschaft für Backhaus in Erwägung ziehen. Denn ich bin sicher - das wird nix mehr mit ihm...

                                        

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Kommentare

  1. Diese Person ist mir völlig unbekannt, dem Bild nach handelt es sich um einen alten Mann, der aussieht wie eine alte Frau.

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