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Wir haben ihn gewählt – jetzt müssen wir ihn ertragen!

... Oder sollte ich sagen: Wir haben ihn nicht gewählt und dennoch haben wir ihn am Hals? Kaum anzunehmen, dass Paul Mustermann, 52 Jahre alt, subalterner Cheflagerist bei Müller & Co, nicht besonders helle im Oberstübchen, aber mit einer großen Klappe gesegnet und daher bei seinen Kumpels in der Firma beliebt, dass man ausgerechnet ihn in die Führungsspitze als Vorstandsvorsitzender eines deutschen Autokonzerns berufen würde.

Iris, Mathilde und Rosi, Sachbearbeiterinnen bei Müller & Co allerdings lieben „ihren“ Paul, weil er mit seinen 1,95 etwas hermacht, immer einen guten Spruch auf Lager hat, stets Erwartungsfreude vermittelt und bei Betriebsversammlungen gerne das große Wort führt. Was also lag näher, dass Iris, Mathilde und Rosi den unbelehrbaren aber unverdrossenen Pausenclown bei den Wahlen zum Betriebsratsvorsitzenden gekürt und ihn gar zum Chef ernannt haben, auch wenn er nicht viel mehr kann, als einen Plausch mit den Damen zu halten und sich den Kaffee an den Schreibtisch bringen zu lassen.

Man will es kaum glauben, jetzt sitzt Paul als leibhaftiger Fritz auf dem Kanzlersessel und tut genau das, was er schon immer getan hat. Nichts! Genauer gesagt: Er kündigt an! Er verspricht! Er versichert! Er prognostiziert! Kritiker und Skeptiker, aber auch die Schlaueren bei Müller & Co hatten immer vor ihm gewarnt. Aber was soll ich sagen? Jetzt geschieht das, was alle befürchtet haben. Nichts! Obwohl, – ich muss mich korrigieren, die große Klappe hat er immer noch. Gewiss, den einen oder anderen in der Belegschaft kann er immer noch überzeugen und, - das jedenfalls steht fest, - Iris, Mathilde und Rosi haben immer an ihn geglaubt und tun dies auch in Zukunft. "Er spricht doch immer so schön", das ist die feste Meinung der Damen im Vorzimmer des Vorstands.  

Was hat Fritz uns nicht alles zugesagt! Wenn wir die Situation herunterbrechen auf das Niveau eines Automobilkonzerns, hat er seinen Kunden versprochen, in die neuen Fahrzeuge gegebenenfalls auch einen Motor einzubauen, ja, sogar zusätzlich ein Lenkrad zu spendieren. Und als besonderes Bonbon – zur Kundenbindung, versteht sich, kündigte er die neuen Serienfahrzeuge mit kostenlosem Getriebe an. Und die Verbraucher? Sie haben Zehntausende „Bestellungen“ in die Wahlurnen geworfen und begeistert den vollen Preis bezahlt. Bei den grünen Händlern allerdings konnten sie lediglich eine verbeulte Motorhaube abholen, und die auch nur mit einem nachträglichen Aufpreis.

Schuld an dieser gigantischen Mogelpackung haben die notorisch sozialistischen SPD-Mitarbeiter an den Montagebändern, die Russen, die Mullahs, die Israelis und selbstredend auch Donald Trump. Ich wills mal so sagen: Was bitte, soll ein Kunde mit einer Motorhaube anstellen, wenn nicht nur der Rest der Blechkarre auf irgendeinem Schiff in der Straße von Hormus ankert? Und da auch der Sprit fürs Auto immer noch dort herumschwimmt, wo er herkommt und man jetzt an der Tanke zum Wohle der "Firma" ihn kaum noch bezahlen kann, bleibt den düpierten Kunden nichts anderes übrig, als wütend zu protestieren oder mit ihrem alten Auto auf bessere Zeiten zu hoffen.

Nein, solange Fritz noch Vorstandsvorsitzender eines „Bürger-Konzerns“ ist und den Kunden versichert, dass mit dem Abriss aller Produktionsstätten bald wieder wundervolle Produkte ausgeliefert werden, sofern sie noch vor ihrer Neubestellung bezahlen, sich alles wieder zum guten wenden wird. Dann würde sich auch alsbald eine allgemeine Kundenzufriedenheit einstellen. Ich rate allerdings zur Vorsicht. Wir sollten als pozenzielle Käufer alle Hoffnungen fahren lassen und uns von dem Scharlatan abwenden. 

Das wird nix mehr! Weshalb sollten wir Fritz und seinen Versprechungen Glauben schenken, der bei einer Bestellung eines Autos mit teurer Vollausstattung bestenfalls Motorhauben oder ein Reserverad liefern kann? Weshalb sollten wir seinen Ankündigungen trauen, solange auch noch der dicke Lars als Capo an der heruntergewirtschafteten Industriebrache weiterhin das Sagen hat. Da hilft nur eines: Die Automarke schnellstens wechseln oder die desolate Bruchbude mit einen neuen und kompetenten Betriebsführer zu besetzen. 

                                         

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