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Die grüne Sekte hat getagt – der Untergang Deutschlands ist beschlossen.

Der Grünen-Parteitag in Donaueschingen liegt hinter uns, die Glaubensbekenntnisse sind heruntergebetet, und wieder einmal konnten die Delegierten ein ausgiebiges Bad im eigenen Dilettantismus und der Selbstbeweihräucherung nehmen. Unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen - der sogenannten Gruppenvermummung - durften Teilnehmer wie Redner das Event begnadeter Ideengeber und ihrer gesitigen High-Potentials in vollen Zügen genießen.

 


Eines darf man jetzt schon mit Fug und Recht behaupten: Das erklärte Ziel, Deutschland kompetent, sachkundig und nachhaltig in den Ruin zu führen, ist mehrheitlich beschlossen. Zwar weiß unter den Gläubigen niemand so genau, welche Konsequenzen damit verbunden sind, aber was soll's, genauso wenig weiß man schließlich, ob beim sonntäglichen Kirchgang Gott unsere Gebete erhört und ob er uns bestehen wird.

„Friedensprävention“, der Begriff schwebte wie eine in Stein gemeißelte Metapher über der Großveranstaltung, und jeder der Teilnehmer konnte ganz genau sagen, wie unmenschlich und grausam so ein Krieg ist und wie man das Leben der Ukrainer effektiv und nachhaltig rettet. Mit Waffen. Selbstredend, da gab es kaum Zweifler. Am besten mit schweren Waffen, noch besser mit dem gesamten Arsenal, was die westlichen Waffenkammern so hergeben. Es klang, als wolle man den lupenreinen Demokraten Selenskyj modernsten Rüstungsgütern zuschütten, damit er mit empfindlichen Schlägen gleich Hunderttausende Russenangreifer den blutigen Garaus machen kann. 

Medikamente, Nahrungsmittel oder Hilfe bei der Versorgung von Schwerverletzten, die braucht der ukrainische Präsident nicht. Auch nicht Experten für den Wiederaufbau oder die Aufrechterhaltung lebensnotwendiger Versorgung wie Wasser und Elektrizität. Nein - Geld sollen die verdammten Westländer schicken, am liebsten gleich Milliardenbeträge, dann lohnt sich der Krieg wenigstens. Dass diese martialische Forderung in den Reihen kriegsbesoffener Grünen Anklang findet, wundert angesichts Annalenas Schwur für die Deutsche Unterstützung mit Ewigkeitscharakter für die Ukraine auch nicht sonderlich.

Wie nannte Karl Lauterbach das Zusammentreffen der sektiererischen  Religionsgemeinschaft? "Lagerfeuer der Vernünftigen." Zwar knisterten auf der Sprecherbühne keine Buchenholzscheite, aber der markante Bratenduft von Grillwurst und Holzkohle lag über dem Plenum, als Trettins Sohn, wie einst der Vater, Flaschenpfanderfinder und professioneller Übervater der Grünen, das Wort ergriff. Perfekt indoktriniert hilt sich Sohnemann, noch nicht ganz trocken hinter den Ohren, streng an den selbstmörderischen Solidaritätsduktus der frommen Glaubensbrüder. Welch ein Kaspertheater. 

Fragen über Fragen sollten beantwortet werden. Warum ist die Lage in Deutschland derzeit so schlecht? Liegt es am übereilten Atomausstieg? Oder daran, dass die Sonne nachts nicht scheint und viel zu oft Windstille herrscht? Was tun, wenn der Wind aus dem Osten kommt? Darf man den überhaupt für die Stromerzeugung verwerwenden? Sind gar die noch nicht erfundenen Stromspeicher schuld, weil bei uns eine Energiemangellage herrscht? Oder haben wir das ganz Dilemma den Hetzern der AfD oder CDU zu verdanken?

Antworten gabs keine, aber immerhin trat ein Redner auf, der die vielen Delegierten lobte, weil sie zahlreich erschienen seien und sich im Tagungsraum zuhauf versammelt hätten. Es gab Beifall. Dann fügt er noch an, dass Deutschland mehr tun müsse, weil zu viel Energie verbraucht würde und gleich im Anschluss den Zwischenruf einer jungen Frau würdigte, die mehr „Erneuerbares“ forderte. Wie und was sie genau wollte, blieb im Ungefähren. Eine Banalität jagte die Nächste. Und bei jeder Einzelnen brandete frenetischer Applaus auf.

Das Klima verlangt eine Energiewende mit dem konsequenten Ausstieg aus Öl, Kohle, Atom und Gas, so rezitierten die Redner die Psalme aus dem grünen Katechismus. Dass Brennholz nicht auch auf der Forderungsliste landete, dürfte wohl eher ein Versehen oder eine Nachlässigkeit gewesen sein. Irgendwann werden die "Erneuerbaren" ausreichen, so die einhellige Meinung. Der neue, nachhaltige und vegane Biowohlstand, erarbeitet mit Lastenrad, Ochsenkarren, keimfreier Digitalisierung und umweltverträglichem Grundeinkommen, all das führt wie von selbst ins Grüne Himmelreich. Schwamm drüber und der Herr sei mit ihnen.  

Dann folgte ein rhetorisches Highlight nach dem anderen. Das zweifellos Wuchtigste war der Auftritt von Ricarda, bei dem zu befürchten stand, dass die Bohlen des Podiums ächzend ihren Geist aufgeben könnten. An dieser Stelle möchte ich die großartige Arbeit der Bühnenbauer hervorheben. Doch zurück zu unserem Wonneproppen. Ricardas zu kurz geratenen Speckärmchen ruderten bei jedem ihrer Sätze. Unter ihrem mitternachtsblauen Zweimannzelt wogte und wallte es bei jedem Apell. Die Teilnehmer wähnten sich auf hoher See, angesichts der Massen, die losgelößt von jedem Halt wie eine mächtige Dünung unter stabil genähtem Stoff hin und her waberte. 

Wir brauchen ein „Moriturium“, ruft die Pfundige mehrmals ins Plenum, ohne zu wissen, was sie da überhaupt von sich gibt. "Ein Moritorium" ist das einzige, was uns helfen kann", ereiferte sie sich mehrmals und lautstark. Aha..., entfuhr es mir fassungslos. Unwillkürlich fallen dem geübten Gymnasiasten einer humanistischen Schule die quälenden Lateinstunden ein, für den der Begriff "Moratorium" durchaus geläufig ist. Doch was, so würde sich der Oberschüler irritiert fragen, ja..., was im Himmels Willen, ist ein Moriturium? 

Dann klingelt es bei dem Pennäler assoziativ. Als die Gladiatoren die Arena im alten Rom betraten, grüßten sie den großen Kaiser mit den Worten: "Ave Caesar, morituri te salutant", bevor sie als Frühstück dem einem oder anderen Löwen dienten. „…Die Todgeweihten grüßen dich.“ Da wird selbst dem Oberschüler angesichts der Üppigkeit des Fleisch gewordenen Bildungsprekariats schlecht.

Wieder einmal hat Ricarda den Beweis erbracht, dass sich Fremdwörter bedingungslos an das Niveau ihrer Benutzer anpassen. In ihrem Falle ist allerdings Hopfen und Malz verloren. Dennoch möchte ich mit der Redewendung „Errare humanum est“, eine vage Möglichkeit zu bedenken geben. Vielleicht ist Ricarda, grüne Verkünderin des Paradieses, klüger als wir alle dachten und hat uns in prophetischer Weitsicht zu verstehen gegeben, dass die anwesenden Delegierten in naher Zukunft dem Tode geweiht sind. Offen gestanden, es wäre für weite Bevölkerungsteile eine Offenbarung. 

Das Festival der Selbstgerechtigkeit driftete dem Höhepunkt entgegen, auch wenn die Stimmung zwischen Zumutung und Zustimmung schwankte. Lichtblick war Carlas Abgang von der Bühne, von der sie Omid Noripur verabschiedete. Mit einer - ja, man kann sagen - grazilen Geste eines herzallerliebst angedeuteten Faustgrußes, gekrönt mit einem feenhaften Lächeln, schickte sie dankbar-triumphierende Blicke ins Publikum. Als denkender Bürger möchte man dieser Ricarda und ihren angekündigten Wohltaten mit den Worten von Bonifazius Kiesewetter begegnen. "Nur ungern nimmt der Handelsmann, statt baren Geldes Scheiße an.So auch der deutsche Bundesbürger.

Der Auftritt Claudia Roths wurde nicht nur mit ihren klaren Botschaften bereichert. Sie trug einen gewaltigen Blumenstrauß als Mantel, grellbunt, dass einem blümerant werden konnte. "Hier gibt es keinen Zwang", warnte sie die Anwesenden, gegen den Vorschlag zu stimmen, aus der Atomkraft auszusteigen. Unerwähnt schwingt über den Köpfen die Drohung, dass beim leisesten Widerstand gegen Glaubensdoktrin ein Parteiausschlussverfahren droht. Ecken sind bei den Grünen rund, Widersprüche logisch. Nützlich ist, was nicht funktioniert, und es wird sichergestellt, dass physikalische Gesetze null und nichtig sind. 

Mutmaßungen, inkompetente Einschätzungen und unausgegorene Ideen können Wirklichkeit werden können. Man muss es nur wollen. Wahlrecht für Ausländer bespielsweise ist ein dringendes Anliegen grüner Blumenkinder. Auch der morgendliche Muezzinruf sollte bundesweit genehmigt werden. Zu gern hätte ich erlebt, was oberbayerische Bauern in Kleindingharting mit einem Kerl machen würde, der morgens um 5 Uhr über Großlautsprecher auf dem Minarett die neun zwangseingegliederten Standardafghanen in die Moschee rufen würde.

Da hatte Claudia Roth alle Mühe, ihre Zwangsbeglückten zusammenzuhalten. Auch das Reizthema Klima bot Zündstoff und für einen kurzen Augenblick schien sich eine kleine Revolte, besser gesagt ein Glauenskrieg anzubahnen. Die Aktivistin Luisa Neubauer, Gebenedeite derer von Reemtsma, nimmt ihre Parteifreunde in den Schwitzkasten. Das Dorf Lützerath, kurz vor dem Abbaggern, erhitzte die Gemüter. Doch die Erkenntnis, dass Raketenwerfer und Panzerhaubitzen an die Ukraine geliefert werden, relativiert so Vieles. Ein überflüssiges Kaff am Rande eines Kohleabraumgebietes darf kein Anlass für einen ernsthaften Parteistreit liefern. Der Abriss ist gesichert.

Wir Grüne setzen wir auf „Erneuerbare“ statt auf Gas, Öl, Kohle, und Atom", so beschwört die buntgeblumte Claudia die Sektengemeinschaft. Auch wenn mit den zwischenzeitlich für mehr als eine Billion Euro errichteten Solar- und Photovoltaik-Anlagen nur knapp so viel Elektroenergie geliefert wurde, wie in den drei letzten noch laufenden Kernkraftwerken, erteilen die Gläubigen dem Robert die Absolution für eine kurzfristige Laufzeutverlängerung. Unwiderlegbare Fakten und Tatsachen werden jedoch grundsätzlich als Teufelszeug gebrandmarkt.

"Wir brauchen die Fossilen so wenig wie die atomaren Energien", schlussfolgert Robert Habeck messerscharf, wenn auch einschränkend, denn er räumt im Nachsatz ein: Zumindest nur noch ein bisschen. Besser ist es, man wartet noch einmal ab, man weiß ja nie so ganz genau. Dass Lindner ihm im Nacken sitzt, lässt er vorsorglich unerwähnt. Stattdessen besticht er mit dem markigen Satz: „Es braucht eine Kraft, die den Karren zieht.“ Vermutlich hat er damit die Kraft der Bürger gemeint, die in Zukunft mit strammen Waden in die Pedale treten, um mit Muskelkraft uand Ausdauer Wärmeenergie und Wirtschaftswachstum gleichzeitig erzeugen sollen.

Der Parteitag ist vorüber. Die Quintessenz? Ganz gleich, wie Deutschland über die Runden kommen soll, Energie ist faktisch kein Thema, denn das geistige Oberhaupt Robert wird’s schon irgendwie richten. Auch ohne....

                                         

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Kommentare

  1. Dieser Parteitag der grünen Spinner war wieder einmal eine perfekte Zurschaustellung von gebündelter Dummheit ,Realitätsverweigerung und Traumtänzerei . Die Laufzeit von 2AKWs wurde bis zum 15.4.23 verlängert .Aber was kommt danach ?Ist dann der Ukraine -Krieg beendet und die Energiewelt wieder in Ordnung ? Oder haben wir bis dahin genügend "erneuerbare Energien " erschlossen ? Schon an diesen wenigen , von den Grünen unbeantworteten Fragen zeigt sich ,daß diese Pfeifen nur von 12 bis Mittag denken können und oft noch nicht mal soweit .

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  2. „Friedensprävention“ von lateinisch praevenire „zuvorkommen“, „verhüten“. Also Friedensverhütung. Passt.

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    1. Den Begriffe "Prävention" kennen die Grünen nur beim Vögeln... Im Krieg in der Ukraine müssen Leben gerettet werden. Wenn man bedenkt, wie viele Leben Annalena mit deutschen Panzern, Granaten, Raketen und Munition gerettet hat, sind Lateinkenntnisse überbewertet.

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