Direkt zum Hauptbereich

Olaf Scholz, Machiavelli und sein sinkendes Schiff

Niccolò Machiavelli, einer der bedeutendsten Philosophen im 15.ten Jahrhundert und Verfasser des Werkes „Il Principe“ ist allgegenwärtig, wenn man Verhalten, Vorgehensweise und Machterhalt moderner Politiker beobachtet.

In seinen Grundsätzen beschreibt er, dass ein Herrscher, um die Notwendigkeiten eines Staates zu erfüllen, die Gesetze der Moral verletzen müsse, sonst gehe er mit dem Staat unter. Will sagen: Gute Botschaften braucht das Volk, Niederlagen werden nicht erwähnt oder besser noch, als Erfolge „beschrieben“. Das ist ein Beleg, dass selbst eine politische Null nicht selten von Bürgern gefeiert wird.

Olaf Scholz, Bundeskanzler, politischer Langweiler und charismatischer Rohrkrepierer, - blass, farblos, blutarm und ohne jede erkennbare Persönlichkeit, befolgt geradezu Lehrbuchhaft und mit großer Leidenschaft die Empfehlungen des italienischen Philosophen. Er ist das klassische, unbegabte SPD–Gewächs, deren Führungsmitglieder allesamt den reflexartigen Reinwaschungsriten frönen, wenn sie inhaltlich, intellektuell oder empathisch vollkommen daneben liegen. Seit die SPD Merkels realitätsfernen Slogan "wir schaffen das" übernommen hat, darf man das Versagen als zermürbenden Dauerzustand einordnen, abzulesen an den grandiosen Wachstumsprognosen, die dem Bürger rund um die Uhr vorgegaukelt werden. Die deutsche "Erfolgsstory" würde nicht ganz so reibungslos und zügig ablaufen, wenn nicht auch "kompetente grüne Politiker" beherzt Unterstützung leisten würden.

In den heimischen Gefälligkeitsmedien lesen sich die Headlines wie folgt: „Scholz erklärt die Krise für beendet.“ Und weil der Wähler ungläubig stutzt, rügt er die Bürger: „Vor lauter Lust an Kassandra-Rufen sollte niemand mutwillig unser Land schlecht reden“, - so Olaf in der Wirtschaftswoche. Doch vorgestern setzte er noch einen drauf: „Ich trete jedem energisch entgegen, der den Wirtschaftsstandort Deutschland mutwillig schlecht reden will." Übersetzt heißt es: "Keine Ahnung, wie ihr jemals aus diesem Loch wieder herauskommt, aber das ist mir ehrlich gesagt Wurscht. Mir gehts ja gut." Doch dann reißt er sich am Riemen, bäumt sich mental auf und erneuert sein Versprechen des grünen Wirtschaftswunders.

„Es gibt keinen Anlass zu jammern.“ Doch, seit unser Ofen- und Luftpumpen-Minister im Wirtschaftsministerium das Sagen hat, ergreifen nicht nur Konzerne und Großunternehmen die Flucht ins Ausland. Immer mehr hoch qualifizierte Arbeitnehmer, Wissenschaftler, Forscher und Macher wollen ihre Zukunft in Ländern mit besseren Chancen und Bedingungen gestalten. Wir werden uns in Zukunft auf unsere hochkarätigen akademischen Zuwanderungskräfte aus dem Süden verlassen müssen.

Der DIHK schlägt Alarm. Exorbitante Energiekosten, hohe Rohstoffpreise, überbordende Bürokratie und zu hohe Steuerbelastungen haben Irreversibles in Bewegung gesetzt. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Industrie im ersten Quartal 2024 haben 19 Prozent der Unternehmen des industriellen Mittelstands Arbeitsplätze und Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagert.

Weitere rund 42 Prozent hätten bereits Absichten zur Abwanderung. Big Player wie Bosch, BASF, STIEHL, MIELE, VIESSMANN, CONTINETAL und ein Dutzend weiterer Schwergewichte haben die Nase voll. Laut BDI-Präsident Siegfried Russwurm berichten Deutschland-Geschäftsführer internationaler Unternehmen „sehr glaubwürdig“, dass „die Geduld mit Deutschland am Ende“ sei. 

Laut Deutscher Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat die Industrie die Produktionsfaktoren bei uns so schlecht bewertet wie nie seit 2008. Und während sich unser aller Olaf im wirtschaftlichen Wolkenkuckucksheim die Zukunft schönredet, ist Deutschland im Niedergang beim europäischen Rennen um das Wirtschaftswachstum und seit geraumer Zeit Träger der roten Ampel. Wenn dann Christian Lindner, Finanzminister mit solidem Konkurshintergrund, an die Bürger appeliert, sie sollten länger arbeiten, klingt das in den meisten Ohren wie Hohn oder gar Zynismus.

Für Olaf Scholz kommt, wen wundert es, ein Rücktritt vom Amt natürlich nicht in Frage. Er klammert sich nahezu in jedem Interview an seine rosaroten Statements und unterscheidet sich in dieser Hinsicht nicht von seinen politischen Kollegen der grünen Glaubensgemeinschaft. Kein Flop, kein Desaster, keine Fehlleistung dieser politischen Traumtänzer kann groß genug sein, um aus einer Katastrophe, einer Blamage oder einer Bruchlandung einen erstrebenswerten Schritt in die Zukunft zu verwandeln. Die Evolution hat es einfach nicht gut gemeint mit ihnen gemeint.

So wundert es nicht, dass genau jene deutsche Politgrößen, die an Gala-Dinners teilnehmen, Heile-Welt-Fotos von sich anfertigen lassen, mit ihrer rastlosen Betriebsamkeit den Anschein von Erfolg erwecken, gute Botschaften dem Volk verkünden und eigene Leistungen wie Siege zu zelebrieren. Olafs Markenzeichen ist zweifellos der "blaue Dunst", mit dem er die Illusion der deutschen Wirtschaftsdominanz immer wieder heraufbeschwört.  

Die Wahrheit sieht komplett anders aus. Kaum ein Bürger wird von der Presse erfahren, dass Investitionen deutscher Unternehmen in nie gekannten Größenordnungen ins Ausland abfließen. Es werden Milliardensummen in China, Indien, USA und Osteuropa investiert. Selbst Länder wie Polen kaufen der alten Wirtschafts-Weltmacht den Schneid ab.

Allein in Polen haben deutsche Unternehmen jetzt schon über 37 Milliarden Euro angelegt und rund 450 000 Arbeitsplätze geschaffen. Polen liegt somit inzwischen auf Platz 5 als wichtigste Handels- und Produktionstandort in Europa. Deutschland hingegen hat sich auf Platz 16 gekämpft. Die Deindustrialisierung Deutschlands ist in vollem Gange“, sagt Harald Müller, Geschäftsführer der Bonner Wirtschafts-Akademie (BWA). 

Als Ursachen für diese Entwicklung macht der BWA-Chef „fundamental falsche Weichenstellungen in der Energiepolitik“ aus. Er sagt: „Weite Teile der Wirtschaft haben das Scheitern der sogenannten Energiewende vorausgesehen und längst Maßnahmen ergriffen, um sich davor zu schützen."

Die Abwanderung ist die ultima ratio einer Entwicklung, die schon lange absehbar war. Während Olaf Scholz und Robert Habeck bis heute weder die Zusammenhänge, noch die Bedingungen in Produktions- und Wirtschaftsabläufen begriffen haben und in ihrer Klima-Euphorie sogar den Rückgang des Verbrauchs fossiler Energieträger feiern, ohne zu reflektieren, dass die stillgelegten Produktionen die Ursache dafür sind, schließen Firmen zuhauf ihre Fabriktore und entlassen ihre Arbeitnehmer.

Werfen wir den Blick auf die „Flüchtlinge“, die in Deutschland ihren Laden einfach dicht machen. Sie gehören insbesondere zur chemischen und zur metallverarbeitenden Industrie sowie zu den Automobilherstellern, einschließlich ihrer jeweiligen Zulieferernetze. Der Leiter der Bonner Wirtschafts-Akademie illustriert den Verlagerungs-Boom anhand eines Beispiels: „Die Chemiestandorte leben davon, dass sich rund um die Großindustrie ein ganzes Geflecht kleinerer Firmen angesiedelt hat. Geht der Große, folgen die Kleinen.“

Die Autohersteller haben hierzulande ihre Planungsbasis verloren und wissen nicht mehr, welche Stückzahlen sie in welchen Schichten überhaupt noch produzieren sollen, um nicht auf ihren E-Autos sitzen zu bleiben, weil sich die E-Mobilität inzwischen als politische Einbahnstraße und zum ökonomischen Desaster entwickelt hat. Weite Teile der deutschen Wirtschaft zahlen bis zu dreimal mehr für Strom als ihre internationale Konkurrenz. 

Doch es kommt noch schlimmer: „Die meisten Führungskräfte aus der Wirtschaft stufen den Versuch einer Wasserstoff-basierten Energiewirtschaft als vollkommen unrealistisch ein. Nichtsdestoweniger schwärmen Scholz, Habeck und Konsorten von einem „Game Changer“, während gleichzeitig Energie-Mühlen oder Solarpanels deutsche Naturlandschaften verhunzen. Nach BWA-Geschäftsführer Harald Müllers Einschätzung gehen fast alle Industriemanager inzwischen davon aus, dass sich die Wasserstoffstrategie als eine „ähnliche Luftnummer“ wie die grüne Energiewende entpuppen wird. 

Nun ja, was soll man sagen? Erfreulich ist jedoch eine Tatsache, denn eine wichtige Kennzahl hat sich positiv entwickelt. Scholz, Baerbock und Habeck verbrauchen derzeit mehr Kerosin am Himmel als alle deutschen Mallorca-Urlauber im Hochsommer. Bedauerlicherweise fahren sie gleichzeitig ein politisches und wirtschaftliches Desaster nach dem anderen ein. Anschließend bedienen sich unsere politischen High-Potentials bei ihrer Rückankunft vor der versammelten Journaille in Berlin erlenter "machiavellistischer Botschaften", um sich und ihre politische Unverzichtbarkeit ins rechte Licht zu rücken.

Würde man, wie Machiavelli, den derzeit an den Tag gelegten politischen Exhibitionismus positiv ausdrücken, müsste man subsummieren: Sie sind begnadete Nullen - aber vollkommen überflüssig.

              ICH BITTE EUCH UM EURE UNTERSTÜTZUNG

Unabhängiger Journalismus ist zeitaufwendig und bedarf solider Recherchen. Dieser Blog ist ein "one-man-business". Wenn ihr meine Arbeit schätzt und unterstützen wollt, nutzt dazu bitte den Spendenlink zu meiner Kontoverbindung. Herzlichen Dank für eure Hilfe. Ohne eure Unterstützung könnte ich meine Berichterstattung nicht in dieser Form aufrechterhalten.


HIER GEHTS ZUM SPENDENLINK

                                                          auch der kleinste Betrag hilft.

 https://politsatirischer.blogspot.com/p/spende-fur-blog.html

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Panda-Apotheke in Bielefeld – Rechtsradikale dürfen hier nicht rein!

Elisabeth Kutter, Apothekerin in Bielefeld, mit hohem Sendungsbewusstsein, "exklusivem Demokratieverständnis" und klarer politischer Positionierung machte mit einer Netzwerk-Video-Botschaft in „X“ und „Facebook“ ihrer Kundschaft deutlich, wem sie ihre medizinische Fürsorge freudig zuteilwerden lassen will und wem nicht. Nun ist die Panda-Apotheke deutschlandweit in aller Munde. "AfD-Wähler mögen ihr Geschäft bitte meiden. Sie wolle mit diesen Menschen nichts zu tun haben", ließ sie die Internetgemeinde wissen. Zwar würde sie auch dem Kunden mit der falschen politischen Gesinnung Insulin, Abführmittel oder Hustensaft verkaufen, aber sie würde ihn trotzdem nicht mögen. Nichtsdestoweniger bleibt die öffentliche Ausladung politisch missliebiger Kunden. Der Shitstorm in den Netzwerken ließ nicht lange auf sich warten. Nun beklagt sich diese Frau Kutter und es geschieht genau das, was zu erwarten war. Eine klassische Schuldumkehr. J etzt sind es Netz-User, Kritiker, emp...

Terroranschlag auf Nord-Stream, - Deutschland hat der Ukraine den Terroranschlag verziehen.

Als Reaktion auf Fragen von Journalisten zum Beginn des Gerichtsprozesses gegen den Ukrainer Sergij Kusnezow erklärte Friedrich Merz: „Ich sehe keinen Sinn darin, da das deutsche Volk der Ukraine die Sabotageakte an de Nord Stream-Pipeline verziehen habe.“ Da bleibt einem buchstäblich die Spucke weg! Friedrich Merz erteilt im Namen der gesamten deutschen Bevölkerung Selenskyj und seiner Terrorbande für den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipeline -, der „Lebensader“ zur Energieversorgung der heimischen Industrie und der Bürger - die Absolution jedes einzelnen Bürgers in Deutschland. In seiner ihm eigenen Selbstherrlichkeit führte er vor Journalisten weiter aus: „Ich spreche nicht von einem Mangel an Fakten zur Beteiligung der Ukraine an den Vorfällen. Die gibt es“, so Fritz, der Allmächtige. „Ich spreche von der Zweckmäßigkeit des Prozesses selbst. Das deutsche Volk hat der Ukraine verziehen. Ich kann das im Namen jedes Deutschen erklären. Dieser Prozess hat keinen Sinn, keine Notwen...

Happy Birthday, Dear Mr. President – Trumps Geburtstagsgeschenk an Putin - verheerend für unseren Fritz.

Nun ja, um ein Missverständnis zu vermeiden, muss ich meine Headline ein wenig präzisieren. Trumps "warmherziges Geschenk" an den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu dessen 74.sten, verbunden mit den herzlichsten Grüßen aus dem Weißen Haus, ist für den alten russischen Haudegen ein Segen, für die EU-Vasallen dagegen ein hundsgemeiner Tiefschlag. Es handelt sich in Wahrheit um ein geradezu sardonisches Signal aus den USA in die Richtung der „Weltvereinigung engagierter Sanktionsfetischisten.“ Der in der westlichen Welt „geächtete“ Wladimir, den unsere ehemalige „Außen-Legasthenikerin“ Annalena einst verhaften lassen und unser heutiger bedeutungsarmer „What-a-Fool“ diesen verfluchten Russen mit martialischem Kampf-Geschwurbel in die Knie zwingen wollte, wurde gestern von Donald Trump -, nennen wir es:, - einem präsidialen Reinwaschungs- und Rehabilitierungs-Ritual unterzogen. Ab sofort ist Wladimir Wladimirowitsch Putin wieder international salonfähig. Zum Entsetzen deu...