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Deutscher Marine-Einsatz vor Jemen – Das passt wie die Faust aufs Auge

Die Fregatte „Hessen“, die von der Admiralität der Bundeswehr als ein wahres High-Light der Gefechtstechnik ausgewiesen wird, war am Montag im Rahmen der EU-Marinemission „Aspides“ zum Schutz der Handelsschifffahrt mit 240 Soldatinnen und Soldaten an Bord in See gestochen.

Ziel: Das Rote Meer und der Golf von Aden einschließlich einer fest umrissenen Region entlang der jemenitischen Küste. Die Fregatte wurde nicht etwa in einen aktiven Kampfeinsatz geschickt, um den Huthi-Rebellen mit der „Very High Ready Joint Taskforce of Maritime“ zu zeigen, wo der deutsche Bartel den Most holt. Der furchterregende "terminus technicus" für den operativen Einsatz sollte wohl schon ausreichen, die vom Analphabetismus geschlagene Wüstenbande in Angst und Schrecken zu versetzen.

Daher reichte es wohl aus deutscher Sicht auch vollkommen aus (wir sind, was die Optik des Schiffes angeht, ja eh unschlagbar), wenn die bis an die Zähne bewaffnete "Hessen" die Passage durch die Meerenge zwischen Eritrea und Jemen mit einem „defensiven Verteidigungsauftrag“ den freien Handelsverkehrs sichert. Doch kaum hatte unser gefechtsbereites Kriegsschiff das jemenitische Gewässer erreicht, schwebten plötzlich und unerwartet zwei Aufklärungsdrohnen der Huthis heran.

Selbstredend nahm man die Flugobjekte mit modernster Lasertechnik geführten Kanonen ins Visier, feuerte mit den 22-Millimeter Geschützen bedauerlicherweise zwei Mal daneben. Dann traf man aber doch noch eher zufällig als vorsätzlich eine der feindlichen Spionagedrohnen. Vermutlich aber erst, nachdem die Positionsaufnahmen und Koordinaten der "Hessen" von den Drohenkameras längst an den Leitstand der Huthis übermittelt waren. Kann ja mal passieren.

Seit etwa 2 Monaten leisten englische und amerikanische Kampfjets in den Rebellennestern radikale Arbeit. Mit Raketen, Bomben und Drohnen stürzen sie sich so ziemlich auf alles, was dort nicht lesen, schreiben und rechnen kann. Und das sind sehr viele! Allerdings, das möchte ich an dieser Stelle bemerken, sind die Huthis wiederum mit modernsten Raketensystemen aus amerikanischer (woher auch sonst) und iranischer Produktion ausgestattet und könnten den US-Soldaten mehr als nur gefährlich werden. Die Waffenarsenale der Rebellen sind mehr als gut gefüllt und können sich nicht nur sehen lassen, sie sind auch beängstigend effektiv.

Seit mehreren Monaten greift die pro-iranische Huthi-Miliz, die viele Gebiete im Norden des Bürgerkriegslands Jemen kontrolliert, Schiffe im Roten Meer an, einer wichtigen internationalen Handelsroute. Die USA und Großbritannien reagierten mit Angriffen auf Huthi-Stellungen im Jemen und wollen weitere Attacken auf Frachtschiffe damit verhindern. Doch wenden wir den Blick auf die schlagkräftige Bundesmarine.

Die Entsendung der Bundeswehrfregatte gehöre zu den gefährlichsten Einsätzen der Bundeswehr, wie Boris Pistorius bei der Verabschiedung der Soldaten vor einer Woche das werte Fernsehpublikum wissen ließ. Und damit sollte er recht haben. Denn als das kurze Scharmützel zwischen unserem „High-End-Kriegsschiff“ und den jemenitischen Drohnen trotz Luftraum-Überwachungsradar und digitaler Sensortechnik - verteidigunstechnisch ausgedrückt -, nicht so richtig glückte, ortete die hervorragend geschulte Besatzung im Computerraum ein neues unbekanntes Flugobjekt.

So kommentierte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Stempfle gestern: Wir haben den Drohnenangriff erfolgreich bekämpft. Das deutsche Kriegsschiff habe eine Drohne im Einsatzgebiet gesichtet, die jedoch keiner der verbündeten Nationen zugeordnet werden konnte. Daraufhin habe die „Hessen“ versucht, diese Drohne abzuschießen, was aber nicht gelungen sei. Natürlich verhielt sich die Sache mit dem "UFO" ein wenig anders, – sagen wir besser „vorhersehbar und weniger geschmeidig“.

Die Besatzung feuerte nämlich versehentlich auf eine bewaffnete US-Drohne vom Typ Reaper. Durch einen technischen Defekt der deutschen Flugabwehrraketen war der Abschuss nicht erfolgreich. Beide Raketen stürzten ins Meer und sorgten für eine Menge toter Fische. Allerdings ist nicht bekannt, ob die Küchen-Smutjes der Fregatte im Anschluss in der Offiziersmesse Tunfischsuppe gereicht haben. Zu irgendetwas müssen die 150-Tausend-Euro-Raketen schließlich nützlich gewesen sein.

Ich möchte ja nicht unken, aber nachdem nun zu allem Überfluss auch noch ruchbar wurde, dass die Munition der hochgerüsteten "Hessen" nach ihren spektakulären Kampfeinsätzen und etwa 5 Schuss bereits zur Neige geht, musste irgendjemand im deutschen Verteidigungsausschuss auch qualifiziert Stellung nehmen. "Wir haben völlig überraschend festgestellt, dass es erhebliche Munitionsprobleme gibt."

So bestätigte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Florian Hahn, am Mittwoch: “Wir haben jetzt erst auf Nachfrage erfahren, dass offensichtlich ein Teil der Munition der Fregatte "Hessen" nicht mehr nachzubeschaffen ist, weil es die entsprechende industrielle Kapazität nicht mehr gibt.“ Man fragt sich, ob diese politischen Kommentatoren alle erst ein paar Runden Schnaps hinter die Binde kippen, wenn sie einen "gefährlich Verteidigungseinsatz" ohne Munition planen. Insofern versteht der Bürger auch den Hinweis unseres Verteidigungsministers, wenn er von einer gefährlichen Mission sprach. Klar, wenn man alles der Ukraine schenkt....

Wenn jetzt irgendein Leser glaubt, ich würde den Sachverhalt des Sonderkommandos im Roten Meer und ohne Munition weiter kommentieren, der irrt. Denn mir hat es die Sprache verschlagen. Schwamm drüber, – dann fahren sie eben wieder nach Hause – regenbogenfarben beflaggt, versteht sich. Ich würde mich übrigens auch nicht darüber wundern, wenn die Soldaten unserer Marine-Kampftruppe in Ermangelung korrekter Uniformen in Emden mit rosaroten Baströckchen, Strapsen und High-Heels wieder an Land gingen. Aber immerhin, wir haben im Jemen wenigstens einmal Flagge gezeigt.

Allmählich begreife ich, weshalb unsere deutschen Soldaten sich Hals über Kopf aus Afghanistan unter Hinterlassung aller Waffensysteme und Fahrzeuge zurückziehen mussten. Aber ich erspare es mir, das Thema weiter zu vertiefen.

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Kommentare

  1. So wahr, aber bitte nicht zu Ungunsten der Ukraine, die können nichts dafür, dass unsere Politiker so blöd sind

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