Ich will nicht missverstanden werden, wenn ich an dieser Stelle einmal die Entwicklung in unserem Land aus der Langfristperspektive beleuchte und somit auch zwangsläufig auf die Lernkurven unserer späteren Leistungsträger und Stützen der Gesellschaft eingehe. Erziehung ist das halbe Leben, so lautet nicht nur die Maxime von Eltern, die ihre Nachkömmlinge fürs richtige Leben vorbereiten wollen.
Dass wir unser ganzes Leben lernen, gehört sozusagen zu den Binsenweisheiten, von denen allerdings nicht besonders viele Zeitgenossen freudigen Gebrauch machen. Deshalb intervenieren seit geraumer Zeit mit großem Engagement die Politiker in den bislang geschützten privaten Lebensbereichen ihrer Untertanen. Dass wir schon seit etwa 10 Jahren in einem Umschulungs- und Kontrollstaat leben, ist auch nichts Neues. Insofern überrascht es nicht, wenn unsere verantwortlichen Politiker sich berufen fühlen, die mentalen und intellektuellen Fehlentwicklungen, insbesondere die ihrer Wähler zu korrigieren. Natürlich wird dabei keine Altersgruppe ausgelassen. Denn früh krümmt sich, was ein ordentlicher Linker oder ein Grün-Wähler mit Gebläse-Ofen werden will.
So verwundert es nicht, wenn schon unsere Kleinsten in den Kindergärten von ideologisch qualifiziertem Personal betreut und geschult werden, damit sie später nicht vom woken Pfad des bunten Lebens und ihrer grünen Zukunft abweichen. Da werden in Sandkästen keine Burgen mehr gebaut, sondern kleine Windmühlen. Die gewaltaffinen Märchen der Brüder Grimm stehen auf dem Index, weil Rotkäppchen und der aufgeschlitzte Wolfsbauch möglicherweise eine Nachahmungstat beim 5-jähringen Peter provozieren und er mit seinem Schäufelchen im Streit ums Eimerchen auf die dreijährige Helga losgehen könnte.
Selbstredend verbietet es sich, so harmlose Lieder wie beispielsweise „Zehn kleine Negerlein …“ oder „Auf der Mauer, auf der Lauer, liegt ne kleine Wanze …“ anzustimmen, um das frühkindliche Bewusstsein für Diskriminierungen oder Herabwürdigungen zu schärfen. Mir ist schon klar: „Zehn kleine Rechtsradikale“ reimt sich nicht und wäre bei drei- bis vierjährigen Kiddies im hehren Kampf gegen die AfD ein wenig holprig. Nichtsdestoweniger verlieren wir damit – und das bedauere ich ausdrücklich -, ein kleines Kulturgut.
Statt des diskriminierenden Kinderspiels „Blinde Kuh“ steht „Lotti Karotti und der Obstgarten“ auf dem Programm, in besonders progressiven Kindergärten anstatt Ringelrein oder Versteckspielen „die Lust am eigenen Körper entdecken“ und „Dinge in den Mund nehmen.“ So sollen unsere Kleinen „ihre Körper kennenlernen“. Auch Doktorspiele und intime Berührungen stehen dort auf dem Programm, wie kürzlich NIUS und die Südwestpresse berichteten. Gut, gut, die „sexualpädagogischen Konzept“ haben da und dort auch für Empörung gesorgt. Ich wills mal so sagen: Ein Messermord oder eine Gruppenvergewaltigung treibt hierzulande auch kaum jemanden noch auf die Straße.
Allerdings überrascht es mich, dass unsere Kleinen zum Ausgleich nicht mit Holzgewehren auf vermeintlich russische Eindringlinge schießen dürfen. Ein Versäumnis, wenn ich das so sagen darf. Dass die kleinen Racker von nachgewiesenermaßen rechten AFD-Sympathisanten-Eltern in Kindergärten keinen Zutritt haben, versteht sich in diesem Zusammenhang von selbst. Das Reinheitsgebot der grünbunten Vielfalt hat höchste Priorität und soll später einmal in eine solide Versagerkarriere münden.
Ganz nach dem essenziellen Erziehungsansatz: „was Häns’chen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, werden bereits im Sandkasten unter billigender Einbeziehung befindlichkeitsgestörter Eltern die ideologischen Weichen gestellt, damit der Nachwuchs später einmal als angepasstes Weichei die SPD oder die Grünen wählt. Kaum sind die Kleinen den Förmchen und bunten Eimerchen entwachsen, durchlaufen sie in unseren Lehranstalten die harte Schule islamischer Anpassungsprozesse, lernen den richtigen Umgang mit Taschenmessern und die deutsche Sprache mit türkischer oder arabischer Grammatik.
Doch von all dem kann und will der buntgedrillte und grün durchwokte Bürger nichts sehen und hören, zumal er gelernt hat, seinem Fernseher im Wohnzimmer und den 5 Millionen Sozialbesuchern in Deutschland blind zu vertrauen. Phlegmatisch sitzt er vor der Mattscheibe und adaptiert denkbefreit das staatsverordnete Weltbild anhand aufgehübschter Tatsachen, relativierter Fakten oder euphemistisch getunter Wahrheiten. Derweil durchforsten die von uns gewählten Bevormundungsberechtigten in Berlin die WhatsApp-Accounts und sozialen Netzwerke die Nachrichten von jung und alt. Denn irgendwo könnte ja "Schwachkopf", "Lügen-Fritz", "rote Pausbacke" oder der "Trampolin springende Sprachfehler" stehen.
Welch wundervolle Perspektiven, in der wir unsere Kinder zu Heloten oder zu bildungsbefreiten und somit gemeingefährlichen Sozialisten erziehen dürfen und unseren
Politikern die Erlaubnis erteilen, bis tief in unserem Privatleben und unserer Meinungsbildung herumzufuhrwerken.
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