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Die verzweifelte Suche nach Gas – Habeck läuft die Zeit davon

Habecks Dienstwagen kommt bei der Suche nach dem wärmenden Gas derzeit ebenso zum Stillstand wie dessen Dienst-Jet. Er sucht Gas. Weltweit. Doch seine aufreibenden Reisen zu den möglichen Anbietern sind gekennzeichnet von Absagen und bedauerndes Kopfschütteln. Wo immer er anklopft, für ihn gibt es derzeit nichts zu holen.

 


Jetzt ist Robert Habeck mit den Formulierungen positiver Botschaften voll ausgelastet, zumal er andauernd in die Kloake greift. Irgendwie muss er nicht nur seine Parteimitglieder bei der Stange halten, sondern auch die Menschen ruhigstellen, sie bei Laune halten und Hoffnung verbreiten, bevor der wütende Mob auf der Straße eine Revolution anzettelt. So ist das nun mal, wenn man sich infantilen Hirngespinsten und grünen, feuchten Träumen hingibt und meint, man könne dem Russen mit Selbstkasteiung und lächerlichen Sanktionen Paroli bieten, überdies die Physik auf den Kopf stellen und bei der eigenen Bevölkerung den Anschein erwecken, die Grünen könnten allein mit Windrad, Solarzellen und Akku-Strom das vermaledeite Klima abschaffen. Blender und Hochstapler entlarven sich in der Regel verdammt schnell. Habeck ist als Adler mit ausgebreiteten Schwingen in schwindelnde Höhen aufgestiegen, nun droht ihm die Gefahr, als jämmerlicher Spatz abzustürzen.

Seine Reise an den Persischen Golf im März, medial aufgeblasen wie ein Fesselballon, erwies sich, wie nicht anders zu erwarten, als Flop. Auch Habeck weiß, ohne heiße Luft steigt so ein Ding nicht in den Himmel, aber selbst dafür braucht man Gas. Nach dem Treffen mit dem Emir von Katar nahm er eine Videobotschaft auf, in der über sein Unbehagen sprach: „In der Ukraine sterben die Menschen und hier – seht ihr ja – wie die Skyline ist“, sagte Habeck mit zusammengekniffenen Augen damals in die Kamera.

Wenn man einmal davon absieht, dass an der Ahr mehr als 200 Menschen gestorben und Trümmer, Schutt und Leid immer noch nicht beseitigt sind, fehlt bei vielen Menschen hierzulande jedes Verständnis für atemberaubende Bilder und zu Tränen rührende Profil-Pflege aus dem Wüstenstaat. Am Ende steht immer ein Ergebnis. Der angekündigte Gas-Deal mit einem totalitären Staat erwies sich als Handel mit Zitronen, wenngleich Habecks Botschaft vor der Kamera lautete: „Am Ende hat sich der Trip gelohnt. Die gute Nachricht: Katar ist kurzfristig bereit, mehr Gas nach Deutschland zu liefern." Alle Wetter!

Der Versuch, Gas in Katar zu kaufen, war geplatzt, bevor Habeck noch richtig auf dem Verhandlungsstuhl in den Gemächern des Emirs Platz genommen hatte. Doch erst jetzt an diesem Wochenende gesteht Habeck öffentlich ein: „Das war wohl nix.“ Die Unternehmen, mit denen er damals vor Ort gewesen sei, hätten sich im Moment woanders Gas besorgt, so Habeck. Die Wahrheit ist, dass die Kataris sich nicht als "Brückenlieferant" missbrauchen lassen. Im Umkehrschluss: Deutschland hat in der Welt dermaßen verspielt, dass nicht einmal mehr ein Araber dem deutschen Vizekanzler über den Weg traut. Auch eine bittere, wenngleich vorhersehbare Erkenntnis.

Nun kommt Habeck mit dem nächsten flotten Spruch um die Ecke. Trotz des geplatzten Deals behauptet er, es würde genug Energie aus anderen Ländern kommen. Woher, bitte? Und vor allem, für wen? Robert weiß nichts, auch wenn er den Medien und den Bürgern vorgaukelt, als habe er die Lösung in der Tasche. Potentielle Anbieter wie Norwegen oder Niederlande können nicht einmal einen Bruchteil der Gasmenge liefern, die Deutschland benötigte, so viel ist klar. Der Bau der LNG-Terminals für das von den Grünen so verteufelte gefrackte Flüssiggas dürfte sich bis zur Fertigstellung noch mehrere Jahre hinziehen. Und da der Bau von zusätzlich dreißigtausend Windmühlen, mit denen man Deutschland regelrecht zupflastern will, auch in den nächsten Jahren nicht zu realisieren ist, bringt sich jetzt die EU-Chaotin von der Leyen ins Spiel.

"Mit einer Absichtserklärung schlagen wir heute ein neues Kapitel in unserer Energiezusammenarbeit mit Aserbaidschan auf", erklärte sie in medial aufgemotztem Stolz. Auch hier wieder heiße Luft, genauer gesagt - ein windiges Kapitel. "Das Land sei ein wichtiger Partner in den Bemühungen der EU, sich von russischen Energielieferungen zu lösen", führt sie weiter aus. Ausgerechnet mit dem despotischen Präsidenten Aserbeidschans Ilham Aliyev, Todfeind der Grünen und aller Demokraten, wollen von der Leyen und Habeck Geschäfte machen?  Nur weil der despotische Putin so böser Bube ist?


Ja, da wird der Hund in der Pfanne verrückt. Aserbaidschan ist eine frühere Sowjetrepublik am Kaspischen Meer und wird von Aliyev extrem autoritär regiert. Das Land unterhält enge und außerordentlich freundschaftliche Beziehungen zu Putin und Russland. Da heißt es tief durchatmen und Ruhe bewahren. Absichtserklärungen sind Absichtserklärungen, obwohl sich jeder normal denkende Deutsche bei Habecks Bemühungen um Gas aus Aserbeidschan an den Kopf greifen müsste. Genauso gut könnte man beide North Stream-Pipelines bis zum Anschlag aufdrehen und weiter auf Aserbeidschan und dessen Präsdenten schimpfen.

Fassen wir einmal die Regierungsleistung zusammen: Habeck und Konsorten lassen die eigenen Bürger für den Frieden frieren, enteignen sie mit massiver Inflation, spielen mit dem Gedanken der Energiezuteilung, gefährden den Industriestandort Deutschland, setzen ohne Not Millionen von Arbeitsplätzen auf Spiel, riskieren einen Russlandkrieg auf deutschem Boden und verhandeln mit Terrorstaaten über Gaslieferungen – wenngleich bis jetzt erfolglos. Gleichzeitig kaufen unsere intellektuellen High-Potentials in den USA drei Mal so teures Fracking-Gas, für die es in den nächsten Jahren weder ausreichende Transportschiffe, noch fertiggestellte Gasterminals gibt. 

Immerhin, die Schlote der Kohlekraftwerke werden demnächst wieder mächtig rauchen, die schöne, grüne Umwelt versauen, das beinahe gerettete Klima noch mehr verhunzen und der Bürger zum Dank für die bahnbrechnede Entscheidung die erhöhte CO2-Umlage bezahlen. Ob dann etwas für die Begleichung der Gasrechnung und die Miete für die Wohnung übrigbleibt, darf für die meisten Bürger bezweifelt werden. Zwar hätten wir noch ein paar laufende Atomkraftwerke, aber Habeck zieht es vor, lieber den Atom-Strom in Frankreich einzukaufen. Glaubt er allen Ernstes, von der besseren Moral wird jemand satt oder könnte damit die Wohnung heizen?

Sei's drum. Wenigstens werden bald alle Dieselfahrzeuge verboten und durch Elektro-Autos ersetzt, für die es keine Energie und bundesweit keine autorisierte Entsorgung gibt, wenn die Karre in Flammen aufgeht. Als wenn das Maß hanebüchenen Wahnsinns nicht schon längst ausreichte, kündigt Lauterbach eine Art landesweite Impfpflicht über die Hintertür an und will demnächst für Milliarden von Euro orgiastische Impfhappenings veranstalten.

Ist das die ganze Leistung unserer Politik? Oder gibt es noch Luft nach unten? Ach ja, ich vergaß unsere Annalena Baerbock, die während einer der schlimmsten deutschen Krisen in der Südsee kleine Atolle rettet, Staatssekretäre für polynesische Hochwassergefahren ernennt, China mit ernsthaften Konsequenzen droht, gleichzeitig Taiwan verteidigen will und dem Türken Erdogan in Ankara vors Schienbein tritt. 

Damit nicht genug. Sie nennt Putin einen Verbrecher und unterstützt einen ukrainischen Gauner mit schweren Waffen. Den diplomatischen Flurschaden dieser außenpolitischen Hülsenfrucht könnte man mit der Brandrodung des brasilianischen Urwaldes vergleichen. Jetzt fehlt Baerbock nur noch der Subkontinent Indien, mit dem sie bei ihrer nächsten Reise Schlitten fährt. 

Allmählich keimt das Gefühl auf, Baerbocks hat den Befehl der römischen Kaisers Marcus Porcius Cato des älteren ihr persönliches Leitmotto missverstanden und ihre eigene Entscheidung getroffen.: Ceterum censio Germaniae esse delendam. Ganz offenkundig sitzen in Berlin Leute, die man vor gar nicht allzu langer Zeit in die Klapsmühle gesperrt hätte. Oder träume ich das nur alles?


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Kommentare

  1. Hallo Herr Mancini,es ist Ihnen wieder einmal hervorragend gelungen, die grüne Energiepolitik als das darzustellen ,was sie in Wahrheit ist. Nämlich eine hervorragend gelungene Mischung aus totaler technischer Unkenntnis ,unrealistischen Wunschvorstellungen und verlogener ,scheinheiliger Doppelmoral . Wenn man Öl ,Gas und Kohle auf dem Altar der Klimareligion opfern will ,bleibt eigentlich fast nur noch elektr. Strom übrig. Die dann benötigten gigantischen elektr. Energiemengen ausschließlich aus den sogenannten "erneuerbaren Energiequellen " erzeugen zu wollen ist beim derzeitigen Stand der Technik ,insbesondere ohne hinreichende Speichermöglichkeiten ,unmöglich.

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    1. danke für ihr freundliches Kompliment. Und ja, genau das wollte ich auch in meinem Artikel darlegen...

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  2. Werter Herr Mancini, ich gebe Ihnen gerne in Vielem recht. Aaaber: wer steckt denn hinter den Karikaturen, die Sie so trefflich charakterisieren? Sie wissen es, ich weiss es, andere auch. Nur- alle, die das Maul aufmachen würden, wären morgen gelöscht, gecancelt, arbeitslos, was weiss ich.
    Mit besten Grüssen

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