Wir dürften uns an dieser Stelle alle einig sein: Ein weiteres "Tiergarten" ist nicht mehr hinnehmbar. Um in Zukunft "Rechtsextremen, Faschisten und Radikalen" keine Anschlagsziele mehr zu bieten, solltet ihr eure Veranstaltungen zukünftig in Syrien, Iran, Libanon oder Palästina durchführen. Dort lässt sich der Kampf für Freiheit, Demokratie und bunte Vielfalt unbeschwert und gefahrlos durchführen. Denn es gilt, auch international Haltung zu zeigen!
Setzt mit eurem Fest der Liebe endlich ein sichtbares Zeichen gegen rechts und hisst ein Fanal der Toleranz für sexuelle Freizügigkeit, ohne ständig mit der Angst zu leben, von deutschen gewaltbereiten Radikalen angefeindet, diskriminiert oder gar angegriffen zu werden. Die etwaige Anwesenheit homophober AfD-Anhänger, faschistoider Hetzer oder christlicher Gefährder gilt in den oben genannten Ländern als weitgehend unwahrscheinlich. Im Übrigen könnt ihr euch der mentalen und verbalen Unterstützung unseres Kanzlers sicher sein. Ich meine es ja nur gut!
Ich weiß, ich weiß, die Verlegung eines solchen Festes in sichere und tolerante Drittländer zieht natürlich einen hohen organisatorischen Aufwand für die Veranstalter nach sich. Auf der anderen Seite sind die Sicherheit und das Leben der Teilnehmer ein hohes Gut und sollte nicht weiter auf deutschem Boden verantwortungslos aufs Spiel gesetzt werden. Deshalb: Setzt endlich auf wirksame Alternativen!
Viele von euch werden einwenden, dass die Kosten für die Anreise in jene muslimischen Länder unerschwinglich seien. Jenen Kritikern will ich entgegnen, dass die enormen finanziellen Belastungen für den Sicherheitsaufwand an deutschen Veranstaltungsorten sich zu astronomischen Summen auftürmen. Das Aufstellen von Pollern, Durchfahrsperren oder überdimensionalen Legosteinen aus Beton, sowie die Einsparung von Hundertschaften der Polizei und Sicherheitskräften, die Installierung von Überwachungseinrichtungen und Video-Kameras sind für die Gemeinden kaum noch zu stemmen. Im Iran, Libanon, Syrien oder auch Marokko dagegen entfallen diese Kosten gänzlich und kompensieren somit die Belastungen eurer ohnehin vom Steuerzahler finanzierten Reisekasse. Die Rechnung ist also mehr als einfach.
Auch wenn die Sozialleistungen und Bürgergeldzuwendungen bei den meisten Teilnehmern, Aktivisten und glühenden Anhängern der CSD-Paraden oftmals nicht ausreichen sollten, da sie ja nicht arbeiten und somit keine Einkünfte haben, um zum geplanten Veranstaltungsort nach Jalalabad, Abu Kamai oder Beirut zu gelangen, dürfte die Solidaritätsgemeinschaft einerseits - und das ausgeprägte Sendungsbewusstsein innerhalb der CSD-Community andererseits -, so überwältigend groß sein, dass auch dieses Problem – selbstredend mithilfe von NGO-Geldern -, bewältigt werden kann. Denn immer daran denken: Tiergarten darf sich nie mehr wiederholen. Wo, so frage ich also, kann man die bunte Botschaft des queeren und schwulen Miteinanders besser und nachhaltiger verbreiten, als gerade in der muslimischen Welt, - dort, wo die Menschen auf der "Freiheitlichen Grundordnung der Sharia" stehen und ihre Gesetze respektieren und notfalls sogar mit der Machete verteidigen.
Sei
es in Bagdad, Tripolis, Aleppo oder Teheran, Zehntausende – ach, was sag ich –
Hundertausende weltoffene Islamisten, Angehörige der IS, die Hamas, die Huthis oder
die Demokratie affinen Hisbollahkämpfer werden die Straßen säumen, euch Schutz garantieren, frenetisch zujubeln und euch mit den Farben
des Regenbogens willkommen heißen. Das dürfte für all die Mühe und Strapazen, die ihr auf
euch nehmt, mehr als nur entschädigen. Und nicht nur das. Deutschland und unser aller Fritz wäre stolz auf euch.
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