Der "geheim gehaltene Blitzbesuch" des Kanzlers in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, die, sofern wir den Informationen und Berichten unserer bewährten Qualitätsmedien vertrauen dürfen, rund um die Uhr vom Russen angegriffen, bombardiert und beschossen wird, ist mehr als nur eine heroische Geste. Ja, ich möchte sagen, mit seinem todesverachtenden Mut setzt Fritz trotz eindringlicher Drohnenwarnungen ein deutliches Fanal gegen den Aggressor. Bei schönstem Sonnenschein und umringt von Presse, Kameras und ukrainischen Regierungsvertretern, entstieg Fritz mit seiner Entourage, bestehend aus CEO’s der deutschen Rüstungsindustrie sowie unserer Wirtschaftsministerin Katharine Reiche aus dem Sonderzug. Und während Russland just bei seiner Ankunft die Umgebung mit einem Bombenhagel überzieht, schüttelt unser Bundesfritz auf dem Bahnsteig des Kiewer Hauptbahnhofs, selbstredend ohne ballistische Schutzweste, weitgehend entspannt und lächelnd die Hände des Empfangskomitees. ...
Die Grenzen zwischen Meinungsfreiheit und Rücksicht werden von der Verantwortung bestimmt. (Claudio Michele Mancini)