Es gibt jede Menge Typen, die unter ihren merkwürdigen oder gar lächerlichen Vornamen zu leiden haben. Ein Name jedoch schlägt alle traurigen Rekorde: Sören.
Wenn du ein richtiger Kerl bist und bei der Nennung des Namens
zusammenzuckst, obwohl du gar nicht Sören heißt, dann wird dir auf jeden Fall
klar: So zu heißen muss die Hölle sein. Sprechen wir es doch offen aus: Wer von
seinen Eltern, vermutlich dunkelgrün, klimasensibilisiert und Sojamilch trinkende Veganer, mit dem Namen Sören
gebrandmarkt wurde, der ist zweifellos eine arme Sau, zumal ihn dieser Name ein Leben lang verfolgen wird. Fest steht: Sören wird man nicht aus Versehen genannt, das ist Vorsatz von Hafermilch konsumierenden Bunt-Religiösen.
Und es wird für das allerärmste Schwein im Universum
auch nicht gerade leichter, wenn er sich bewusstmacht, dass es viele
Leidensgenossen gibt, die diesen unseligen Namen möglicherweise 80 Jahre lang als Bürde mit
sich herumschleppen. Und wenn er dann noch wie Hallervorden aussieht, dann
wird’s schwierig, besonders bei attraktiven und lebensfreudigen Frauen. Ehrlich gesagt, lieber würde ich eine
Kettensäge umarmen, als einem solchen Prachtexemplar mit Haar-Dutt und dem
Vornamen Sören die Hand zu schütteln.
Das Elend ist so groß, dass es sogar Psychotherapeuten
für Leute gibt, denen man bei ihrer Geburt den Namen Sören verpasst hat: Den sogenannten „Pränominal-Therapeuten“.
Und dass der von seinem Job gut leben kann, sollte allen „Sörens“ zu
denken geben und Anlass genug sein, umzusteuern, sich schnellstens einen unverfänglicheren Namen zuzulegen und die Haare schneiden zu lassen! Aber was ist die eigentliche Tragik dieser Namensträger? Allerdings trauen sich in letzter Zeit immer weniger dieser Sörens auf die Straße. Grund: Sie werde von sogenannten Normalos, also Menschen wie du und ich gemieden, wie die ansteckende Krätze.
Wer Sören heißt, kann sicher sein, dass seine Eltern
durchgeknallte Psychopathen sind, denen es eine satanische Freude bereitet,
Kinder schon im Säuglingsalter bis aus Blut zu quälen und ihnen jede zukünftige Lebensfreude zu nehmen.
Mit dem Namen Sören sorgen sie dafür, dass die armen Kleinen nie auch nur so
etwas Ähnliches wie Selbstbewusstsein entwickeln, geschweige denn
Anschluss an eine Jugendgang oder gar eine frühreife Freundin finden. Der Einzige, der
einem Sören zuhört und sogar manchmal mit ihm redet, ist der
Pränominaltherapeut – und das auch nur gegen Bezahlung.
Nachdem wir unserem Sören jetzt die traurige, von den buntaffinen Eltern verschuldete Ist-Situation vor Augen geführt haben, kommen wir nun zur Soll-Situation. Warum sollte ein Sören nicht ganz normal leben können wie andere Menschen auch? Selbst wenn er mit einem Dutt durch Leben geht oder mit einem Lastenfahrrad sämtliche Verkehrsteilnehmer in blanke Wut versetzt. Sören ist zweifelsfrei ein Omen, etwas, was man nicht mehr abschütteln kann. Es ist ein düsteres Vorzeichen, ähnlich, wie ein zerbrochener Spiegel oder wie eine schwarze Katze, die um Mitternacht vor einem den Weg kreuzt.
Die Frage steht im Raum: Gibt es Hoffnung für solche Lebensformen wie Sören? Ich sage nein! Die Zeit heilt keineswegs alle
Wunden, auch wenn man alternativ mit den Namen Torben, Detlev oder gar Malte bedacht wurde, und schon gar nicht dann, wenn man später einmal grün wählt. Selbst Namen wie Torsten oder Kevin sind Anlass genug, beim Umgang mit solchen Personen zurückhaltend zu sein, da auch in diesem Fall frühkindliche Prägungen und erworbene Charaktereigenschaften durch indoktrinierende Weltanschauungen der Namensgeber verheerend sind.
Warum lassen sie sich von Leuten, die mit Vornamen wie
Paul, Erwin oder Karl auch nicht gerade gesegnet sind, ewig ins Abseits
schieben? Zur Entlastung solcher Namensträger möchte ich Anfügen: Sören kann nichts für sein Kainsmal, das ihm ungefragt aufgebürdet wurde. Dagegen kann man durchaus sagen, dass sie sich durch ihre indoktrinatorisch
erworbene Angstprägung vor Klima-Ereignissen und ihre anerzogene Besserwisserei
geradezu prädestiniert sind, im Erwachsenenleben für lebhafte und angeregte und kontroverse Konversation zu sorgen. Ihre feinsinnige Humorlosigkeit verknüpft mit dem renitenten
Verzicht auf Schweineschnitzel oder saftige Rindersteaks ist besonders bei jenen Frauen sehr
beliebt, die mit Vornamen Dörte heißen und wegen ihrer ungünstigen Ausstrahlung und den vielen Kleintieren in ihren unzureichend gepflegten Rastalocken unter Ausgrenzung leiden.
Dies alles gepaart mit egomaner Weltrettungsmentalität bringt jeden klimaresistenten Sören-Hasser auf die Palme. Also, liebe
Normalnamenträger, seid auf der Hut im Umgang mit diesen Sonderlingen. Es soll schon
Fälle gegeben haben, in denen ein Sören sogar seinen Pränominaltherapeuten in
den Wahnsinn getrieben hat …
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