„Wie der Herr, so das Gescherr.“ Das Lars Klingbeil ständig intellektuell oder fachspezifisch irgendwo strandet, ob nun in seinem Ministerium oder in einer Talkshow, das ist nichts Neues. Doch dieses Mal wars der Regierungsflieger. Mittlerweile darf man sogar behaupten, dass unsere Luftwaffenjets für die unheilvolle Metapher der gesamtstaatlichen Insuffizienz in Deutschland steht.
Es ist ja nicht so, als hätten deutsche Kanzler, Minister und sonstige politische "Geistesgrößen" mit fluguntauglichen Reisegerätschaften hinreichend Erfahrung sammeln dürfen. Aber mit dem neuerlichen Zwangsaufenthalt wegen eines Schadens an der Regierungsmaschine scheint es mir inzwischen etwas Symptomatisches zu sein, sozusagen etwas Charakteristisches, was auch den derzeitigen Zustand Deutschlands erklären könnte.
Nun wissen die Deutschen, dass Höhenflüge noch nie Sache sozialistischer, grüner oder scheinschwarzer Politiker waren, - weder intellektuell oder mental, noch faktisch. Vielmehr bewegt man sich in Berlin auf bequemer und weicher Sesselhöhe, aus Angst man könnte zu tief abstürzen. Doch kommen wir zurück zur Flugzeugflotte der Bundesregierung - ein düsteres Kapitel, wenn ich das so sagen darf.
Es ist offenkundig, dass nicht nur in der gesamten Flugzeugflotte der Bundesregierung der buchstäbliche „Wurm drin“ ist. Bündelt man in den vergangenen Jahren die unplanmäßigen Ausfälle der Bundesflieger mit den wegweisenden Regierungsentscheidungen früherer und heutiger Kanzler und Minister, korreliert die Summe der schwerwiegenden Flugpannen des Lufttransportgeschwaders der Bundesregierung mit der Anzahl ernst zu nehmender intellektueller und fachlicher Fehlschläge der reisefreudigen Regierungsstümper. Da macht unser aller Lars keine Ausnahme.
Seit gestern sitzt der minimalkompetente Finanzminister mitsamt seinem desolaten Flugzeug im Flughafen Greenville-Spartanburg in South Carolina fest. Nun ist es, wie ich bereits gerade andeutete, nichts Überraschendes, wenn man bedenkt, dass auch die jahrelang dilettierende Annalena die Kamikaze-Flotte unserer Bundeswehr nutzte und den einen oder anderen unvorhergesehenen Zwischenstopp einlegen musste. Und da ich bereits den Begriff symptomatisch benutzte, war es geradezu zwingend, dass es jetzt auch den schlichten Lars erwischte.
Eigentlich wollte der Finanzminister bereits am Dienstagnachmittag (Ortszeit) vom Flughafen Greenville-Spartanburg in South Carolina aus zurückfliegen. Dann wäre er am frühen Mittwochmorgen in Berlin gelandet - rechtzeitig zur Kabinettssitzung der Bundesregierung. Wieder einmal ein Defekt am Regierungsflieger "Konrad Adenauer". Nach monatelanger Generalsanierung des Kanzlerjets müssen nun in New York qualifizierte US-Bio-Hände an die Maschine gelegt werden.
Mittlerweile darf man behaupten, dass die deutschen Regierungsjets prinzipiell für Flugreisen ungeeignet sind und für die unheilvolle Metapher gesamtstaatlicher Defizite stehen. Wenn man bedenkt, dass Ryanair seit Jahr und Tag mit über 650 Flugzeugen tagein und tagaus eine halbe Million Billigtouristen, Geizhälse und Knauser ohne Probleme erst abholt und dann in ihren Zielflughäfen "abschüttet", muss man sich irgendwann die Frage stellen, ob man für anspruchsvolle Regierungsmitglieder nicht doch besser auf repräsentative Ballonfahrten umstellen sollte, zumal man in Regierungskreisen viel Erfahrung mit heißer Luft hat. Zugegeben, dann müssen natürlich die Winde günstig stehen. Auf der anderen Seite verhält sich dieser Umstand auch so bei unserer Energie-Erzeugung.
Aber zurück zum Thema und den aktuellen Geschehnissen. Denn was sich im Januar dieses Jahres abspielte, bestätigt mein innovatives und auch preisgünstiges Reise-Reform-Konzept für unsere "unverzichtbaren" Politiker, die Termine einhalten wollen. Nur so viel, ich kann mich beim besten Willen nicht entsinnen, dass bei der Lufthansa oder einer sonstigen deutschen Fluglinie beim Lande-Anflug einmal ein Rad abgefallen wäre und der Vogel nach der Notlandung mit schwerem Gerät zum Terminal geschleppt werden musste. Beim Regierungsflieger schon. Schwamm drüber - Ex-Außeminister Heiko Maas kann ein Lied davon singen. Schauen wir besser nach vorn ins Jahr 2026.
Denn für einen Tagestrip nach Rom am 23. Januar 2026 waren drei größere Jets vom Typ A350 VIP, A321 und A319 VIP sowie drei Business-Flieger der „Global“-Baureihe im Einsatz, um unseren Kanzler Fritz und sein Kabinett zu den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen zu transportieren. Insgesamt benötigte die Bundesregierung also gleich sechs Regierungsjets, um zu vermeiden, dass wegen einer defekten Landeklappe, eines funktionsunfähigen Fahrwerks, fehlender Luft im Reifen oder einer tropfenden Toilettenspülung ein wichtiges Regierungsgespräch ausfallen könnte.
Werfen wir einen scheuen Blick zurück in die Vergangenheit. Joschka Fischer war im Januar 2005 auf dem Weg nach Thessaloniki, um an einer Holocaust-Gedenkfeier teilzunehmen. Etwa fünf Minuten nach dem Start waberte Rauch durchs Cockpit und die Kabine. Immerhin gelang gerade eben noch die Umkehr und die Landung in Berlin-Tegel. Auch unseren Bundespräsidenten ereilte im September 2008 das Pannenschicksal des Bundesfliegers. Er hatte vor, die Paralympics in Peking zu besuchen, was dank des defekten Luftwaffen-Airbus‘ „Konrad Adenauer“, nicht gelang. Köhler und seine 50-köpfige Delegation nahmen ersatzweise eine Linienmaschine der Air China.
Auch unsere ehemalige Kanzlerin hat hinreichende Erfahrung mit Verspätungen sammeln können, wenn sie ausnahmsweise einmal unseren Regierungsflieger benutzen wollte. Ihr Jet gab im August 2011 in Frankreich den Geist auf. Nachdem man im Rahmen einer unzureichend durchgeführten Reparatur unserer Angela mitteilte, dass die neue „Konrad Adenauer" in diesem Zustand nicht weltweit auf jedem Flughafen landen kann. Sie zog einen beleidigten Flunsch und soll sehr verärgert gewesen sein, weil die Flotte der Luftwaffen-Flugbereitschaft gerade erst für Milliardenbeträge modernisiert worden war.
Kurz
darauf, – im November des gleichen Jahres -, war Angela unterwegs nach Argentinien und machte sich
erneut zum Obst, als sie mit unserem Vorzeige-Jet "Konrad Adenauer" auf dem Flug
nach Buenos Aires wegen defekter Bauteile in der Bordelektronik einige Stunden
nach dem Abheben wieder umkehren musste. Möglicherweise war es dieses Mal ein Hamster, der es sich an den Kabeln gütlich machte. Jedenfalls war die Kanzlerin gezwungen, mitsamt
ihrer Delegation mit dem Linienflieger einer spanischen Airline weiter zu düsen, kam
allerdings erst einen Tag später an.
Ich halte es durchaus für möglich, dass schon damals unbemerkt eingereiste und hurtig eingeschulte Ingenieure aus dem schwarzen Kontinent die komplexen Wartungsarbeiten der Bundesluftflotte in die Hand genommen hatten, um bei den routinemäßigen Wartungsarbeiten der Flieger unserer politischen „Elite“ ihr Bestes zu geben. Eine Mutmaßung, wie ich hier gerne einräumen will. Denn auch Olaf Scholz versuchte es einmal mit einer pünktlichen Abreise aus Bali nach Deutschland, - was allerdings nicht gelang.
Olli, der Schweigsame, hatte auf der beliebten Urlaubsinsel an einem internationalen Finanztreffen teilgenommen. Ein unbekanntes, nichtsdestoweniger hungriges Nagetier, vereitelte die Rückreise. Angeblich habe eine Ratte oder ein Marder, – so genau weiß das keiner (man forscht noch), – die Kabelverbindungen im Frachtraum angefressen. Das Flugzeug blieb auf einer entfernten Nachbarinsel zurück, Finanzminister Scholz musste auf einen Linienflug ausweichen. Die Chinesen erwiesen sich auch hier wieder als zuverlässige Helfer.
Selbstredend hatte auch Köhlers Nachfolger Christian Wulff ebenfalls Probleme mit der „Konrad Adenauer“: Sie nämlich strandete 2011 in Brasilien. Die Pannenserie unserer Luftwaffenflieger gleicht seit über 20 Jahren der Lachnummer einer billigen Daily-Soap im RTL, die jetzt zum 37 Mal wiederholt wurde. Schon 2004 konnte man den Bundeswehrfliegern nicht so richtig über den Weg trauen, was meine heutige These mit den Regierungs-Ballons ein weiteres Mal unterstützt.
Als der damalige Verteidigungsminister Peter Struck sich auf eine Ägypten-Reise begeben wollte, schlug erneut das besagte Nagetier zu und verhinderte einen Abflug. Da kein Ersatz verfügbar war, musste eine Notlösung gefunden werden. Struck flog schließlich in einer Luftwaffen-Challenger, der Journalisten-Tross folgte in einem Medivac-Airbus. Während der damalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz die Anschaffung eines Regierungsfliegers ablehnte und prinzipiell Linie flog, gönnt sich bei uns sogar die zweite Garde das Privileg, die regierungseigene Flotte zu nutzen. Dann müssen sie eben auch heute mit gefräßigen Ratten oder Murmeltieren leben. Wir einfachen Bürger müssen das schließlich auch!
Nur
mit dem Ankommen und dem pünktlichen Abfliegen privilegierter Regierungspolitiker hat man es nicht so, - weder intellektuell noch mit dem Regierungsflieger. Aber inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt.
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Unicredit Santo Stefano


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