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Was macht eigentlich dieser Scholz? Brauchen wir den noch?

Schaut man sich heute die Schlagzeilen unserer ach so zuverlässigen Presse an, wird dem denkenden Bürger, der auch zwischen den Zeilen lesen kann, einfach nur noch schlecht. Weisungsgemäß malträtieren angepasste Lohnschreiber mit maximaler Realitätsverweigerung ihre Tastaturen. Das Böse muss noch bedrohlicher und daher angeprangert, das Gute noch angemessener, ja, euphorischer gewürdigt werden.

 


Schwarz-Weiß in seiner humanistischsten Form, gespickt mit Beschwörungsformeln und finalen Samariter-Aufrufen, das ist das Gebot der Stunde. Die Nachrichtensender und ihre Moderatoren übertreffen sich im nervenzerfetzendem Wettbewerb Seelen rührender Schicksale, indem sie gleichzeitig in der Ukraine die satanische Unmenbschlichkeit eines von allen guten Geistern verlassenen Antichristen verdammen. Kein Attribut, das nicht noch steigerungsfähig wäre, um Deutschlands Hilfsbereitschaft für die Ukraine bis zum Exzess zu erhöhen, um die Leidensbereitschaft der Bürger als selbstlose Menschenpflicht zu optimieren.

Und im Zentrum der Ereignisse ein Kanzler, von dem man so gut wie nichts hört und sieht und daher auch nicht braucht. Nur manchmal, da taucht er mit einer Botschaft wie Phönix aus der Asche auf, um uns Deutsche mit medial getunten Allgemeinplätzen darauf vorzubereiten, dass wir uns sehr warm anziehen müssen. Als Speerspitze schickt er die grüne Sprachzwergin Annalena Baerbock an die Bürgerfront. Und dann legt sie los - die Fleisch gewordene Zumutung: „Wir sind bereit, für die Sicherheit der Ukraine einen hohen, wirtschaftlichen Preis zu zahlen“ – so ihre öffentliche Verlautbarung.

Da stellen sich gleich mehrere Fragen: Wer ist eigentlich „wir“ und wer genau muss bezahlen? Vor allem aber: „Wie viel?“ und „wie lange?“ Und während Deutsche Hilfsorganisationen mit Heerscharen gutherziger Unterstützer warme Decken, Nahrungsmittel und Kleidung für Hunderttausende ankommender Flüchtlinge sorgen, unternehmen unsere Politiker alles, um bei den eigenen Bürgern für radikale Einschnitte bei der Energieversorgung zu sorgen. Strom, Gas, Treibstoffe stehen zu Disposition, schon aus Mitleidserwägungen und beispielloser Solidarität.

Nun ist es ja nicht so, dass wir Deutsche nicht in mühsam erworbener Sparsamkeit und Konsumenthaltung geübt wären. Corona mitsamt ihren staatlich initiierten Begleiterscheinungen wie Firmenpleiten, Existenzvernichtungen, Arbeitslosigkeit und Geschäftsaufgaben, sie haben uns abgehärtet. Da werden wir auch locker mit Benzinpreisen jenseits von 3 Euro fuffzig und saukalten Wohnungen fertig. Dass unsere Exkanzlerin Merkel höchst vorsorglich bereits die Kernkraftwerke hat abschalten lassen, dürfen wir heute als grandiose Weitsicht verbuchen. Doch die Grünen wären nicht die Grünen, würden sie jetzt nicht verstärkt auf Wind, Sonne und Muskelkraft und beim herkömmlichen Grünen-Bürger auf Denkvermeidung setzen.

Selbst auf Kohlekraftwerke, die uns bislang wenigstens noch eine gewisse Restwärme in unseren Wohnzimmern garantierten, können wir aufgrund unserer solidarischen Haltung zur Ukraine einerseits, und der Rettung des Weltklimas andererseits, verzichten. Auch wenn unsere Kinderbuch-Robert sich noch ziert, ein allgemeines Sonntagsfahrverbot zu erlassen, scheut sich Olaf, der Schwurbelkanzler nicht, seine Führungsrolle als politischer Manager nur noch mit äußerster Zurückhaltung auszuüben.

Aber das kennen wir schon von früher – damals, - 2017 -, als in Hamburg der G-20-Gipfel stattfand und das Hamburger Schanzenviertel vom schwarzen Block, kriminellen Autonomen und der Antifa in Schutt und Asche gelegt wurde. Und während Autos brannten, Geschäfte geplündert und Polizisten von den Dächern mit Steinen und Molotow-Cocktails angegriffen wurden, glänzte Olaf Scholz mit Abwesenheit. Er geruhte mit wichtigen Vertretern der Wirtschaft und Politik in einem Nobelrestaurant zu speisen, während Dutzende Polizisten um Leib und Leben fürchten mussten.

Freilich hat er sich hinterher entschuldigt. Er habe die Entwicklung und das Ausmaß der schweren Krawalle unterschätzt. Wir dürfen sicher sein, dass Olaf seine bewundernswerte Haltung wiederum demonstrieren wird, wenn er sich nach dem wirtschaftlichen Untergang Deutschlands bei seinen Bürgern entschuldigen wird. Darauf können wir uns verlassen. Mehr wird da nicht kommen.

Mit beneidenswerter Naivität arbeitet unsere politische Top-Elite am zügigen Untergang unseres Landes. Selbst der FDP-Lindner lässt es sich nicht nehmen, an weiteren Sanktionen gegen Putin und seine Oligarchen zu arbeiten, wohl in der sicheren Überzeugung, den Endsieg über das rohstoffreichste Land mit einer weit überlegenen, militärischen Schlagkraft zu erzielen. Alles, wofür er vor den Wahlen stand ist null und nichtig. Politik at its best!

Immerhin hat er uns vor zwei Tagen wissen lassen - ZITAT: "Hohe Energiepreise machen uns ärmer. Wir werden vielen Firmen, die wegen der Sanktionen in Existenznot geraten, helfen müssen.“ Ach, was, Herr Lindner...! Das halten wir doch aus! Schließlich identifiziert sich jeder deutsche Bürger mit der Notsituation im Osten. „Je suis ukrainien“, schallt es vielkehlig auf unseren Straßen und Gassen und wir schwenken kollektiv die Nationalflaggen des gebeutelten Landes, derweil uns hier sanktionsbedingt der Arsch abfriert. Ah - ehe ichs vergesse, für alle, die mit Heizöl ihr Eigenheim wärmen: Hundert Lieter Öl kosten inzwischen 215 Euro, schlappe 154 Euro mehr als im letzten Jahr.

Man wird inzwischen das Gefühl nicht los, dass wir uns auf Geheiß des Staats zu einer suizidalen Nation entwickeln. Erst lassen wir uns von Lauterbach spritzen, bis uns der Saft aus den Ohren läuft, dann solidarisieren wir uns auf Anraten von Annalena Baerbock und nehmen freudig hin, dass wir uns totsparen. Karneval, Urlaube, Autos, Weihnachten, Party und Sylvester oder gar ein Besuch im Nachtclub - alles überflüssiger Firlefanz. Das Volk braucht nur noch eines: Die Selbstkasteiung bis zur Selbstentleibung. Und der Olaf? Der entschuldigt sich im Anschluss. Ein drei Mal Hoch auf unsere Regierung.

 

Kommentare

  1. Ich lese dich ganz gern mal. Deine Sichtweise ist zwar teilweise eine andere als meine (nicht immer!), aber rhetorisch finde ich dich ganz grosse Klasse. Was ich schon gelacht habe ... :-)

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