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Die Panda-Apotheke in Bielefeld – Rechtsradikale dürfen hier nicht rein!

Elisabeth Kutter, Apothekerin in Bielefeld, mit hohem Sendungsbewusstsein, "exklusivem Demokratieverständnis" und klarer politischer Positionierung machte mit einer Netzwerk-Video-Botschaft in „X“ und „Facebook“ ihrer Kundschaft deutlich, wem sie ihre medizinische Fürsorge freudig zuteilwerden lassen will und wem nicht. Nun ist die Panda-Apotheke deutschlandweit in aller Munde.

"AfD-Wähler mögen ihr Geschäft bitte meiden. Sie wolle mit diesen Menschen nichts zu tun haben", ließ sie die Internetgemeinde wissen. Zwar würde sie auch dem Kunden mit der falschen politischen Gesinnung Insulin, Abführmittel oder Hustensaft verkaufen, aber sie würde in trotzdem nicht mögen. Nichtsdestoweniger bleibt die öffentliche Ausladung politisch missliebiger Kunden. Der Shitstorm in den Netzwerken ließ nicht lange auf sich warten. Nun beklagt sich diese Frau Kutter und es geschieht genau das, was zu erwarten war. Eine klassische Schuldumkehr.

Jetzt sind es Netz-User, Kritiker, empörte Bürger und auch Kunden, die ihr mehr oder weniger höflich, aber bestimmt den Spiegel vorhalten. Jetzt sind es die Netz-User, Kritiker, empörte Bürger und Kunden, die für ihren Umsatzeinbruch und die Kündigungen zweier ihrer Mitarbeiter verantwortlich sind. Und selbstverständlich wird Frau Apothekerin plötzlich von Hunderten AfD-Gesinnungstätern telefonisch und digital bedroht. Einen Nachweis hierfür gibt es nicht, wie zumeist in diesen Fällen. 

Es macht das Verhalten dieser Frau Kutter nicht harmloser, nur weil sie jetzt der Not gehorchend ihre Formulierungen relativiert und gewaltig zurückrudert. Denn inzwischen, wie man hört, hat nicht nur die Polizei, sondern auch der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Tausende von wütenden Posts werden jetzt durchforstet und auf strafrelevante und justiziable Inhalte überprüft. Da kommen schlimme Erinnerungen auf.

Ich wills mal so sagen: Im Jahr 1933 riefen die Nazis dazu auf, jüdische Geschäfte, Warenhäuser, Banken, Arztpraxen, Rechtsanwalts- und Notarkanzleien zu boykottieren. Inhabern von Ladengeschäften wurden genötigt, Juden nicht zu bedienen. Nun ja, Frau Kutter muss man weder drängen noch nötigen, es ist ihr ein inneres Anliegen, Andersdenkende mit angeekeltem Unterton abzuweisen. Zum Glück leben wir im Jahr 2026, in dem "noch" keine Hinweisschilder in den Schaufensterauslagen zu sehen sind, auf denen zu lesen steht: Hunde, Ungeimpfte, Klimaleugner und ekelerregende AfD-Wähler müssen draußen bleiben. In Berliner Apotheken stünden auf solchen Schildern vermutlich auch wieder die Juden.

Bei Lebensformen wie Frau Kutter muss man fast befürchten, dass demnächst ein SPD- oder CDU-wählender Rettungsarzt zum Unfallort eilt und den Schwerverletzten, - der versehentlich von einem Bus überrollt wurde -, erst einmal auf seine Gesinnung überprüft, bevor er ihn wiederbelebt. Und nein, das ist nicht weit hergeholt! Rigorose und schamlose Ausgrenzungen begannen bei der sogenannten Corona-Pandemie. Ungeimpfte und reflektierte, kritische Bürger mussten die schlimmsten Diskriminierungen, Beschimpfungen und Verfemungen ertragen und wurden systematisch gesellschaftlich gedemütigt.

Die Politik hat eine Saat gesät und die Triebe reichlich gedüngt, die dank eines „fruchtbaren Bodens“ nicht nur aufgegangen, sondern in unserer Gesellschaft zum undurchdringlichen stachligen Dickicht gewuchert ist. Und jeder, der einen Garten hat, der von wilden Brombeerhecken durchzogen ist, der weiß auch, dass er mit einer kleinen Gartenschere nicht weit kommt, um sich von dem dornigen Gestrüpp zu befreien. Das kann zu einer Lebensaufgabe werden.

Die Inhaberin der Panda-Apotheke in Bielefeld ist geradezu das Paradebeispiel für unsere zutiefst gespaltene und zerrissene Gesellschaft, die sich logisches und kritisches Denken abgewöhnt oder ganz eingestellt hat. Die Millionen gehirngewaschenen „Impflinge“ oder ideologisierten „Klima-Retter“ erweisen sich abermals im verbissenen Lagerkampf der Altparteien gegen „Falschwähler“ und „Gesinnungssympathisanten“ der falschen Partei, als angepasste und in vielen Fällen als rigorose Erfüllungsgehilfen einer vollkommen entfesselten Politik, die den Bürger zu ihrem Feind erklärt hat. Und nun solidarisieren plötzlich auch sich vermeintlich harmlose Apotheker mit diesen Demokratiefeinden.  

Erinnern wir uns: Während der Corona-Zeiten waren es nicht etwa nur die niederträchtigen und infamen Politiker, es waren die harmlosen Nachbarn, die netten Bekannten oder Arbeitskollegen, vermeintliche Freunde, der spießige Biedermann ohne Hirn und die selbsternannten Blockwarte und bösartigen Denunzianten, die das Leben der „Normaldenkenden“ zum unerträglichen mentalen Hürdenlauf machten. Die Welt wäre ein besserer Platz, würde man Menschen wie Frau Kutter zum Um- Nach- oder Überdenken bewegen können. 

Hier fehlt mir leider der Glaube! Denn Dummheit wuchert mindestens ebenso unmäßig wie wilde und alles überwuchernde Dornenhecken in Gärten, um die man sich nicht kümmert. Alternativ: Zur schnellen Herbeiführung von Aggressionen oder strafbewehrten Ideen lesen Sie auf keinen Fall die Packungsbeilage, sondern gehen sie direkt in die Panda-Apotheke, denn ein Arzt kann Ihnen in diesem Fall auch nicht weiterhelfen...

                                         

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