Kaum nennt ein Politiker die Tätergruppe randalierender und marodierender Straftäter, die plündernd und brandschatzend unsere Städte in Schlachtfelder verwandelt haben, unverblümt beim Namen, rast die Empörungswelle der selbsternannten Verbal-Gestapo in maximalem Betroffenheitsschmerz auf.
Boris Pistorius, unser „Bierkasten-Sänger“ mit Sprach-Betreuungsauftrag, wand sich angesichts des ihm zugefügten Sprachschmerzes wie eine Blindschleiche in der Falle, als Bundesinnenministers Alexander Dobrindt von „migrantischen Chaoten“ und „Links-Extremisten“ sprach, die in der Nacht zum Sonntag mit maximaler krimineller Energie und blinder Zerstörungswut durch Frankfurt, Stuttgart oder München zogen. Wie konnte dieser Mann so fürchterlich entgleisen? Selbst bei den Moderatoren der links-grün verseuchten Staatssender brauste ein kollektiver, mimischer Empörungssturm über die weichgespülten Physiognomien, als der ubiquitär grenzüberschreitende Tabubruch die Bürger in ihren Wohnzimmern zutiefst verstörte.
Welch ein Glück für Millionen sensible und verletzliche Fernsehkonsumenten, dass Alexander Dobrindt aus dem deutschen Wortschatz getilgte Unworte wie „Neger“, „Bimbo“ oder den rassistischen Begriff „Kuffnucke“ vermieden hat, die heile Welt realitätsabsenter Gutmenschen und berufener Hochleistungsmoralisten wäre ins Bodenlose gestürzt. Ich wills mal so sagen: Wo kämen wir auch hin, wenn plötzlich hoch alimentierte Vorbilder an der Spitze unserer Republik mit rassistischen Sprachentgleisungen unsere sorgsam vernebelten Hirne aufklaren würden und uns grob fahrlässig einen Blick auf ungeschminkte Realitäten, Fakten und aufklärende Zusammenhänge gewähren würden.
Jetzt ist die Regierungskoalition vollkommen aus dem Häuschen. Ausgerechnete unser Bierkasten-Politiker mit Hang zum Absingen der verpönten National-Hymne und martialischen Aufrüstungsfantasien geißelte den Terminus "migrantische Extremisten". Jahrelang und mit großem propagandistischem Engagement hat die Politik darauf hingearbeitet, dass das Volk das Unleugbare, das Offensichtliche und das Erkennbare mit höchstmöglicher Selbstverleugnung und Realität-Negierung zur Kenntnis nimmt, ganz so, als hätten sie nicht gesehen, was sich vor ihren eigenen Augen abgespielt hat. Mittlerweile befinden wir Bürger uns auf einem perfekten und staatlich angeordneten Begriffsvermeidungs-Niveau, das uns dabei hilft, ein martialisches Macheten-Gemetzel begrifflich als verständliche Reaktion eines psychisch instabilen Schutzbedürftigen einzuordnen, sofern es sich nicht um einen Bio-Deutschen handelt.
Halten wir also fest: Wenn ein entfesselter Mob reihenweise Schaufensterscheiben zertrümmert, Autos abfackelt, Geschäfte und Supermärkte plündert, Polizisten mit Molotow-Cocktails angreift, Leib und Leben unbeteiligter Menschen bedroht, dann sind die Randalierer nach buntem, grünem und sozialistischem Sprachduktus ausnahmslos junge, deutsche Straftäter, während dagegen dunkelhäutige Sozialbesucher der friedliebenden „Gen-Z“ angehören, auch wenn sie jubelnd und grölend mit Gucci- Adidas- oder Versace-Produkten aus zertrümmerten Ladentüren auf die Straße stürmen und ihr Diebesgut stolz in laufende Kameras präsentieren.
Auf der Flucht entzünden die Kriminellen aus Senegal, Afghanistan, Türkei oder Syrien noch schnell ein paar Barrikaden, um ihre Beute in Sicherheit zu bringen. Sprechen wir es doch offen aus. In anderen Länder, vor allem in den USA, werden Plünderer von Polizeikräften kurzerhand über den Haufen geschossen, ganz egal, ob es sich um Chinesen, Afrikaner, Afghanen oder US-Bürger handelt. Dort gibt es den Trend nicht, nach Hautfarben oder Herkunft zu unterscheiden, sollten sie sich bei Tiffany, Hermes, Dior oder Apple kostenlos bedient haben.
Wenn Boris Pistorius in gequälter Rhetorik nunmehr seinen Kollegen Dobrindt (CSU) bezichtigt, er sei gar nicht vor Ort gewesen und wisse somit auch nicht, welcher Ethnie die Tätergruppen angehörten, entbehrt das natürlich nicht eines kognitiven Total-Versagens des sangesfreudigen Realitätsverweigere, müsste er doch zumindest ahnen, dass es in Deutschland mittlerweile technisch möglich ist, gestochen scharfe Video und Fernsehbilder zu verbreiten. Und ganz sicher verfügt Dobrindt nicht nur einen Großbildschirm, sondern auch über verlässliche Quellen.
Nun droht unser Bundeskanzler den gewalttätigen Akteuren mit „ernsthaften Konsequenzen“ und der ganzen Härte des Gesetzes. Die fassungslosen Untertanen an den Bildschirmen sind zum Glück politisch, didaktisch, mental und hinsichtlich unserer Meinungsbildung schon dermaßen gut „eingenordet“, dass sie einschätzen können: Die Täter-Opfer-Umkehr funktioniert wie am Schnürchen und wir können uns darauf verlassen, dass die deutschen Täter für ihre Raubzüge gnadenlos zur Rechenschaft gezogen werden.
Spätestens hier allerdings stellt sich die Frage: Wenn Migranten mit hoher Affinität zu apokalyptischen Hobbies als Täterschaft ausscheiden und aus diesem Grund juristisch auch nicht belangt werden dürfen, könnte sich die Suche nach dem erwünschten Standardtäter, vorzugsweise AfD-Wähler mit rechtsradikaler Provenienz -, als kompliziert erweisen. Immerhin dürfen wir Bürger darauf vertrauen, dass wir im Kanzleramt über hochbegabte Linguistiker und Sprachexperten verfügen, die jede nur unaussprechliche Wahrheit bis zu ihrer Unkenntlichkeit entschärfen, damit wir nicht das Falsche annehmen oder denken.
Ich
bin da ja guter Hoffnung, dass unsere Sicherheitskräfte und Ermittler die
Richtigen relativ schnell dingfest machen. Schließlich hat man auch ziemlich
zügig den 74-jährigen Senior Heinrich XIII Prinz Reuß ohne jedwede Beweise dingfest
gemacht. Ja, Leute, auf unsere Behörden ist Verlass, besonders wenn subversive
Rentner mit Luftgewehr und Gulaschkanone den Staatsumsturz planen. Lehen wir uns
gelassen zurück und stellen fest: Bei uns in Deutschland herrscht Ordnung!
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