Ob nun die Brüder Grimm, Wilhelm Hauff oder Hans Christian Andersen, sie alle gehören zu den großen Märchenerzählern von Weltgeltung. Ihre wundervollen Fabeln und Geschichten wie „das kalte Herz“, „Rotkäppchen“, „der kleine Muck“ oder „des Kaisers neue Kleider“ erfreuten nicht nur Kinderherzen, sie waren auch stets hintergründig und gesellschaftskritisch.
Doch nach diesen berühmten Kinderbuchautoren herrschte erst einmal mindestens 250 Jahre eine unerträgliche Durststrecke, zumindest was großartige Verfasser fabulöser Geschichten und Überlieferungen angeht, bis …, ja ..., bis nach einem mehrere Jahrhunderte andauernden Engpass am 6. Mai 2025 Fritz als Märchenonkel der Nation die Nachfolge antrat. Seither lauschen wir allerdings einem schwurbelnden Serienlügner, vernehmen dessen gruselige Botschaften, tauchen ein in die Welt finsterer Polit-Mächte und furchterregender Abgründe. Ja, unsere Welt ist mit Fritz düsterer und unerfreulicher geworden.
Ich wills mal so sagen: Bei Hauff, Andersen oder den Grimms durften wir beim atemlosen Lesen noch stets und berechtigterweise hoffen, dass am Ende immer alles gut wurde. Ganz anders bei Fritz. Bei ihm klingt am Anfang alles erwartungsfroh und optimistisch, am Ende jedoch kennt er, was sein Publikum angeht, keine Gnade. Nein, Fritz macht keine Gefangenen und das bis jetzt völlig ohne Risiko! Denn das "dumme" Volk versteht die Pointen seiner Geschichten ohnehin erst dann, wenn sein letzter Satz verklungen ist. Doch bis dahin dürfen wir noch eine Weile erschauern.
„Die Wirtschaft springt wieder an! Es geht wieder aufwärts! Die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll! Wir können Millionen Bürger im kommenden Jahr signifikant entlasten.“ Das lässt der baumlange Märchen-Guru die medialen Gesinnungs-Sklaven und Bürger bei all seinen öffentlichen Auftritten wissen, während sein Adlatus Thorsten Frei im Interview mit BILD-Redakteuren Burkhard Uhlebroich und Jan Schäfer erklärt, wie die Fritz’sche Ankündigung der Entlastung in Wahrheit zu verstehen ist. „Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen!“ Ausnahme: Unsere migrantischen Bürgergeldempfänger und die Politiker.
„Wenn wir kein Wirtschaftswachstum haben, dann wird es in Deutschland schlicht nichts Zusätzliches zu verteilen geben“, so Thorsten Frei, was ja impliziert, dass „Onkel Friedrich“ uns verbal nicht nur in den Hinterhalt gelockt hat. Die Vernichtung Deutschlands und seiner Wirtschaftskraft ist weiterhin in vollem Gange, - so viel steht fest. Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Innerhalb eines dreiviertel Jahres (2026) verzeichnet das statistische Bundesamt 22.000 Firmenpleiten mit nunmehr 6.100.000 Arbeitslosenmeldungen. Gleichzeitig hat sich die Gesamtverschuldung Deutschlands auf 2,8 Billionen Euro erhöht.
Wir geben 100 Milliarden Euro für kriegserhaltende Maßnahmen in der Ukraine aus. 70 Milliarden Euro fließen in die Migrationspolitik, 127 Milliarden, also jeder zweite Steuereuro fließen in die gesetzlichen Rentenanstalten. Der Zinsendienst für den Bund hat die schwindelerregende Größenordnung von 80 Milliarden Euro erreicht. 2027 drohen für das Steuern zahlende Volk die nächsten Horrorbelastungen sowie eine Grundsteuererhöhung von bis zu 40 Prozent. Es folgen Anhebungen von Tabak-, Zucker-, Alkohol-, und Plastiksteuern. Es entfallen überdies die Deckelung der Spritpreise und die Entlastung bei der kalten Einkommen-Progression. Von Streichung der Mitversicherung im Krankheitsfall für die Ehegatten will ich erst gar nicht reden.
Währenddessen grassiert eine nie dagewesene Pleitewelle in Deutschland. Es vergeht kein Tag, an dem nicht der nächste spektakuläre Konkurs alteingesessener Firmen gemeldet wird. Selbst die Automobilindustrie meldet dramatische Absatzeinbrüche und Horrorentlassungen. Im Jahr 2026 verloren bis Ende Oktober 226.000 Menschen ihre Arbeit und ihren Job, was nicht nur erhebliche Steuerausfälle, sondern auch sprunghaft ansteigende Arbeitslosengelder auslöst. Die Finanzierungslücke bei der Bundesagentur für Arbeit beträgt aktuell bereits 10 Milliarden Euro – die im Jahr 2027 auf 14 Milliarden Euro ansteigen wird. Um über die Runden zu kommen, bekommt die Bundesagentur kurzfristig ein Darlehen von 5 Milliarden Euro, um Frau Nahles, mit einem Monatssalär von 33.000 Euro (brutto), sowie ihre 100.000 Mitarbeiter angemessen zu entlohnen.
Wer erklärt unserem „Dauerlügner“, dass 20 Prozent aller deutschen Unternehmen eine Einstellung oder Verlagerung ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit im Inland oder die komplette Verlagerung ins Ausland planen. In der reinen Industrie gilt dies für 40 Prozent der Betriebe, bei Großkonzernen sogar für fast 60 Prozent. Hauptantreiber der „Fahnenflucht“ sind die in Deutschland höchsten Energiepreise Europas und die kaum noch zu stemmenden Arbeits- und Personalkosten in den Betrieben. Eine weitere DIHK-Sonderauswertung unter 1.700 Industriebetrieben zeigt, dass 47 Prozent aller Firmen im Jahr 2027 Investitionen für Produktion und Entwicklung im Ausland anstreben. Immerhin erhält die Ukraine von Deutschland in diesem Jahr 200 Millionen Euro an Winterhilfe, damit es die kriegsgebeutelten Bürger dort wenigstens kuschlig warm haben.
Angesichts dieser Perspektiven sollten sich die Bürger Gedanken darüber machen, ob sie den Märchen und Sagen unseres Herrn Merz aus dem "Münchhausener Kanzleramt“ weiter zuhören wollen, oder ihm nicht doch besser das Podium mitsamt dem Mikrofon entziehen. Es gibt weiß Gott glaubwürdigere und unterhaltsamere Erzähler von Fabeln und Geschichten, bei denen wenigstens die Hoffnung auf eine Zukunftsperspektive besteht.
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